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Hufrehe Symptome erkennen

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

Hufrehe-Symptome erkennen

Frühe Anzeichen, akute Symptome und chronische Hufrehe – über 26 Jahre Praxiserfahrung

Direkte Antwort: Woran erkenne ich Hufrehe beim Pferd?

Typische frühe Anzeichen sind warme Hufe, eine verstärkte pochende Pulsation an der Zehenarterie, ein gebundener oder verkürzter Schritt auf hartem Boden und Widerwilligkeit beim Hufgeben. Im akuten Schub kommen deutliche Lahmheit, Wendeschmerz und Sägebockstellung hinzu. Ein einzelnes Zeichen allein beweist noch keine Hufrehe – das Zusammenspiel mehrerer Zeichen ist entscheidend.

Kurz zusammengefasst
  • Im akuten Schub zeigen sich deutliche Lahmheit, Sägebockstellung und starker Wendeschmerz.
  • Die frühen Zeichen sind leise: verstärkte Pulsation an der Zehenarterie, ein gebundener Schritt auf hartem Boden, Widerwilligkeit beim Hufgeben.
  • Von chronischer Hufrehe sprechen wir, wenn Schübe wiederkehren oder sich der mechanische Schaden im Huf verschlechtert – oft ohne sichtbaren Schmerz –, obwohl das Pferd aus dem akuten Schub heraus ist. Chronisch heißt nicht endgültig.
  • Pferde mit EMS, PPID oder Übergewicht zeigen Hufrehe-Symptome besonders schleichend – hier ist unserer Erfahrung nach besondere Aufmerksamkeit wichtig.
Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Wenn die Zeichen jetzt da sind – warme Hufe, Pulsation, Lahmheit. Akute Hufrehe ist immer ein Notfall: erst Tierarzt. Nach der tierärztlichen Versorgung stellen wir fütterungsseitig zusammen – im Kern das Metabo Rapid Duo Aktiv (Metabo Rapid und Entero Clean Basic) und VetLine ReMove Rapid. Was dazugehört, steht in der Akut-Zusammenstellung unseres Hufrehe-Ratgebers.

Wenn Ihr Pferd zu klammem, steifem Gang neigt. Für diese Pferde haben wir Nehls easy tasty Huf Spezial. Wo wir bei Ihrem Pferd anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826.

Wenn es immer wiederkommt. Für die längerfristige Begleitung rund um Huf und Bewegungsapparat: das Huf-Kombi-Set. Für die Hufstruktur: das Hufelexier Vierer-Set. Warum Schübe trotz Diät wiederkommen, erklären wir in Hufrehe – mehr als Zucker und Gras. Wer wissen möchte, wo es beim eigenen Pferd hakt, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.

Warum Hufrehe-Symptome so oft zu spät erkannt werden

In unserer täglichen Praxis im Tierheilkundezentrum Nehls zeigt sich immer wieder dasselbe Muster: Hufrehe scheitert selten daran, dass die Symptome grundsätzlich unklar wären. Sie scheitert daran, dass die frühen Anzeichen falsch eingeordnet werden.

Das Bild „Rehe = dickes Pony auf fetter Weide" ist so dominant, dass eine Lahmheit zunächst eher orthopädisch eingeordnet wird. Ein normalgewichtiges Pferd gilt als unverdächtig. Ein Pferd, das nur etwas vorsichtiger läuft oder ungern Hufe gibt, erscheint vielen noch nicht als Notfall. Genau hier liegt unserer Meinung nach ein Problem.

Hinzu kommt: Bei Pferden mit EMS oder PPID (Cushing) kündigt sich die Hufrehe oft über Wochen schleichend an, bevor es zur offensichtlichen Krise kommt. Wer lernt, die frühen, leisen Zeichen zu lesen, kann frühzeitig handeln und seinem Pferd viel Schmerz ersparen.

Die drei Stadien der Hufrehe

Stadium 1: Das Vorläuferstadium – die leisen Anzeichen

Das Vorläuferstadium der Hufrehe ist das schwierigste, weil die Veränderungen so unspektakulär sind, dass sie im Stallalltag leicht übersehen werden. Ponys zeigen sich dabei oft noch unauffälliger als Großpferde.

Frühe Hufrehe-Anzeichen – diese Zeichen werden oft übersehen
  • Verstärkte, pochende Pulsation an der Zehenarterie (seitlich am Fesselkopf tastbar)
  • Pferd gibt Hufe widerwilliger als sonst oder lehnt sich beim Aufheben an
  • Verkürzter, gebundener Schritt – besonders auf hartem Boden und in engen Wendungen
  • Nach langen Standphasen braucht das Pferd mehr Zeit, um „in Gang zu kommen"
  • Ungewöhnliche Teilnahmslosigkeit oder leichte Gereiztheit
  • Unkooperativer beim Hufschmied als sonst

Kein einzelnes Zeichen beweist Hufrehe. Mehrere Zeichen zusammen – besonders bei bekanntem Risikofaktor – immer tierärztlich abklären lassen.

Wichtig: Die Hufzangenprobe ist im Vorläuferstadium oft nicht aussagekräftig. Viele Pferde mit beginnender Hufrehe reagieren auf Zangendruck kaum. Für die Früherkennung sind Gangbild, Hufwärme und Pulsation verlässlichere Hinweise.

Stadium 2: Der akute Reheschub – immer ein Notfall

Im akuten Schub ist die Diagnose meist nicht mehr schwer zu stellen. Jetzt zählt jede Stunde.

Akute Hufrehe – sofort handeln
  • Tierarzt anrufen
  • Pferd auf weichen, tiefen Untergrund bringen (dick eingestreute Box, Sand, Späne)
  • Weidegang und Kraftfutter sofort stoppen
  • Raufutter in angepasster Menge weiter anbieten – keine Nahrungskarenz
  • Keine unnötigen Wege – jeder Schritt ist schmerzhaft

Typische Hufrehe-Symptome im akuten Stadium:

  • Deutliche Lahmheit, oft an beiden Vorderhufen gleichzeitig
  • Starker Wendeschmerz – das Pferd dreht sich nur noch ungern im Kreis
  • Vorderhufe heiß, Pulsation an der Zehenarterie klar spürbar und pochend
  • Klassische Sägebockstellung: Vorderbeine weit nach vorne gestreckt, Hinterbeine weit unter den Körper genommen
  • Pferd liegt deutlich häufiger als gewohnt oder will sich gar nicht aufraffen
  • Verweigerung des Hufgebens
  • Manche Pferde zeigen kolikähnliches Verhalten – Unruhe, Schwitzen, Wälzen

Stadium 3: Chronische Hufrehe – wiederkehrend, nicht endgültig

Von chronischer Hufrehe sprechen wir, wenn Schübe wiederkehren oder sich der mechanische Schaden im Huf verschlechtert – oft ohne sichtbaren Schmerz –, obwohl das Pferd aus dem akuten Schub heraus ist. Chronisch heißt nicht endgültig. Es heißt: langfristig begleitungsbedürftig.

  • Hufe häufig kalt, weil die Durchblutung nachlässt
  • Reheringe an der Hufwand – horizontale Rillen als Zeichen vergangener Schübe
  • Die weiße Linie an der Hufsohle verbreitert sich sichtbar
  • Die Zehenwand verläuft konkav statt gerade – typische „Reheknolle"
  • Im Röntgenbild: Hufbein rotiert oder abgesenkt
  • Im schwersten Fall: Hufbeindurchbruch durch die Sohle

In unserer über 26-jährigen Arbeit sehen wir regelmäßig Röntgenbilder, bei denen sich eine Hufbeinrotation im Verlauf einer konsequenten ganzheitlichen Begleitung erheblich verbessert hat – manchmal bis zur vollständigen Normalisierung. Wie es nach dem Schub weitergeht: Chronische Hufrehe und Hufbeinrotation und Senkung.

So tasten Sie die Pulsation – praktische Anleitung

Die Pulsation an der Zehenarterie ist eines der verlässlichsten frühen Hufrehe-Anzeichen. So tasten Sie sie richtig:

  1. Stellen Sie sich seitlich neben das Pferd, halten Sie die Fessel locker in einer Hand
  2. Legen Sie Zeige- und Mittelfinger seitlich an den Fesselkopf, leicht unterhalb des Fesselgelenks
  3. Beim gesunden Pferd ist die Pulsation kaum oder gar nicht spürbar
  4. Eine deutliche, pochende Pulsation – wie ein kleiner Herzschlag unter den Fingern – ist ein Warnsignal
  5. Immer beide Vorderhufe miteinander und mit den Hinterhufen vergleichen

Tipp: Üben Sie diese Untersuchung regelmäßig am gesunden Pferd. Nur wer weiß, wie sich „normal" anfühlt, erkennt die Abweichung rechtzeitig.

Hufrehe bei EMS und PPID – die heimtückischste Form

Pferde und Ponys mit EMS (Equines Metabolisches Syndrom) oder PPID (Cushing-Syndrom) entwickeln Hufrehe auf einem grundlegend anderen Weg. Das macht ihre Symptome subtiler und den Verlauf schleichender.

  • Wiederkehrende Reheschübe ohne klaren äußeren Auslöser
  • Dauerhaft leichte Fühligkeit, die nie ganz verschwindet
  • Reaktion auf kleine Grasmengen, die andere Pferde problemlos vertragen
  • Fettdepots am Mähnenkamm (Cresty Neck), über den Augen, am Schweifansatz
  • Beim PPID-Pferd zusätzlich: verzögerter Fellwechsel, lockiges Langfell, Muskelschwund der Oberlinie

Dahinter steht meist ein dauerhaft zu hoher Insulinspiegel. Das hohe Insulin – nicht der Blutzucker selbst – lockert nach und nach die Verankerung der Lamellen, auch wenn Fütterung und Management bereits gut sind. Unsere Erfahrung zeigt: Wer nur die Fütterung anpasst, ohne den Stoffwechsel grundlegend zu adressieren, wird immer wieder Schübe erleben.

EMS beim Pferd – was wirklich dahintersteckt
Cushing beim Pferd – Diagnose und was wir wirklich wissen

Welche Pferde sind besonders gefährdet?

  • Ponys und leichtfuttrige Rassen (Isländer, Haflinger, Tinker, Welsh Ponys, Shetlandponys)
  • Übergewichtige Pferde
  • Pferde mit EMS oder PPID
  • Pferde nach abruptem Weidewechsel oder Futterumstellung
  • Pferde nach langer Bewegungspause
  • Stuten nach der Geburt – wenn die Nachgeburt nicht vollständig abgeht
  • Pferde nach Koliken oder Vergiftungen
  • Pferde nach Medikamentenbehandlung
  • Pferde mit dauerhaft einseitiger Belastung durch Lahmheit des Gegenbeins

Grundsätzlich kann aber jedes Pferd jeder Rasse und jeden Alters Hufrehe bekommen – auch normalgewichtige Warmblüter ohne Vorerkrankung.

Aus unserer Praxis – rund um den Huf

Nehls Hufkräuter Spezial

Eine pflanzlich basierte Ergänzung zur Fütterung, die wir bei Pferden mit Hufbelastungssituationen seit Jahren einsetzen. Zusammengestellt auf Basis unserer langjährigen Praxiserfahrung – ohne synthetische Zusätze. Für Pferde, die Trockenkräuter ablehnen, gibt es sie auch flüssig.

Wann dieses? Zur täglichen Begleitung des Hufstoffwechsels – und nach dem akuten Schub, wenn die Darmkur mit dem Entero Clean Duo Aktiv beginnt. → Nehls Hufkräuter Spezial ansehen

Fütterung bei Hufrehe – ein eigenes Thema

Was ein Rehepferd fressen darf, wie viel Heu, ob Heu wässern sinnvoll ist, wie Weidemanagement funktioniert – und warum manche Pferde trotz strenger Diät immer wieder Schübe bekommen, das alles haben wir in einem eigenen Ratgeber zusammengefasst. → Fütterung bei Hufrehe – was wirklich hilft und was nicht

Unsicher, ob es schon Hufrehe ist? Im kostenlosen Erstgespräch schauen wir gemeinsam auf die Lage Ihres Pferdes – telefonisch unter 05642 988 8826. Bei akuten Zeichen gilt immer: erst Tierarzt.

Häufige Fragen zu Hufrehe-Symptomen

Woran erkenne ich Hufrehe beim Pferd?
Typische frühe Anzeichen sind warme Hufe, eine verstärkte pochende Pulsation an der Zehenarterie, ein gebundener oder verkürzter Schritt auf hartem Boden und Widerwilligkeit beim Hufgeben. Im akuten Schub kommen deutliche Lahmheit, Wendeschmerz und Sägebockstellung hinzu. Ein einzelnes Zeichen allein beweist noch keine Hufrehe – das Zusammenspiel mehrerer Zeichen ist entscheidend.
Welche frühen Anzeichen gibt es bei Hufrehe?
Noch vor der offensichtlichen Lahmheit zeigen viele Pferde subtile Veränderungen: erhöhte Hufwärme, eine leicht spürbare Pulsation, vorsichtiges Anlaufen nach Standphasen und gelegentliche Unlust beim Hufgeben. Diese frühen Hufrehe-Anzeichen werden im Stallalltag häufig übersehen oder fehlgedeutet.
Muss die Sägebockstellung vorhanden sein, damit es Hufrehe ist?
Nein. Die Sägebockstellung ist ein mögliches, aber keineswegs immer vorhandenes Zeichen. Viele Pferde zeigen vorher deutlich subtilere Veränderungen. Wer auf die Sägebockstellung wartet, handelt oft zu spät.
Kann Hufrehe auch nur an einem Huf auftreten?
Hufrehe betrifft fast immer beide Hufe. Meist ist eine Seite stärker betroffen – deshalb wirkt es oft einseitig. Eine wirklich einseitige Lahmheit spricht eher für etwas anderes, zum Beispiel ein Hufgeschwür.
Was unterscheidet akute von chronischer Hufrehe?
Bei akuter Hufrehe sind Schmerz, Hufwärme und Pulsation stark ausgeprägt. Bei chronischer Hufrehe klingen diese Zeichen oft ab – während die Strukturschäden im Huf weiterwachsen. Weniger sichtbarer Schmerz bedeutet nicht automatisch Besserung.
Ist die Hufzangenprobe ein sicheres Diagnosezeichen?
Nicht allein und nicht im Vorläuferstadium. Im akuten Schub kann der Huf bereits so stark schmerzen, dass zusätzlicher Druck mit der Hufzange keine eindeutige Mehrreaktion auslöst. Für die Früherkennung sind Gangbild, Pulsation, Hufwärme und Entlastungsverhalten oft aussagekräftiger.

Immer wieder Hufrehe – trotz allem?

Wenn Schübe sich wiederholen, liegt die Ursache oft tiefer: Stoffwechsel, Leber, Hormonsystem. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" hilft uns, individuelle energetische Belastungsfelder und mögliche Zusammenhänge sichtbar zu machen – individuell ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. Auf dieser Basis entsteht ein individuell abgestimmter Plan aus Kräutermischungen, Homöopathie und Fütterungsanpassung. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Lieber zuerst reden? Im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826.

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin, Tierheilpraktikerin Nehls, aus ihrer Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und aus ihrer eigenen Praxis heraus beschrieben und dann im Team auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Sie hat die VetLine entwickelt und die Rezepturen aller flüssigen Nehls-Produkte neu formuliert – und ist unser internes Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Entwicklerin der VetLine, hat die Rezepturen aller flüssigen Nehls-Produkte neu formuliert. Internes Fachkonsil.
Grundlage sind über zwei Jahrzehnte praktische Begleitung von Pferden in Phasen erhöhter Stoffwechselbelastung. Stand: 11. September 2026. Die beschriebenen Hinweise ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Persönliche Beratung
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa (angehende THP) und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) beantwortet Ihre Fragen zu Fütterung, Begleitung und zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".
Kostenloses Erstgespräch: 05642 988 8826 oder über unsere Kontaktseite.