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Schale beim Pferd

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

Schale beim Pferd

Knochenzubildung an Fessel-, Kron- oder Hufbein – warum das Röntgenbild allein wenig sagt und worauf es bei der Begleitung ankommt

Direkte Antwort: Was ist Schale beim Pferd?

Der Tierarzt hat geröntgt und „Schale" gesagt, und seitdem fragen Sie sich, ob Ihr Pferd je wieder klar läuft. Schale ist eine Entzündung des Bindegewebes um die Knochen der Fessel oder eine Arthrose der Zehengelenke; in der Folge baut der Körper Knochen an.[1] Die Zubildungen sitzen am Fessel-, Kron- oder Hufbein. Zurück bilden sie sich nicht, deshalb gilt Schale wie jede Arthrose als nicht heilbar.

Die THZ-Sicht: Ein Röntgenbefund ist noch kein Schmerz. Viele Pferde mit Schale laufen jahrelang unauffällig. Aus unserer Erfahrung als THP entscheidet zweierlei: ob das Gelenk beteiligt ist und wie der Huf steht. Dort setzen wir an, mit Hufbearbeitung, Bewegung und Fütterung. Die Diagnose stellt Ihr Tierarzt.

Bewegungsapparat beim Pferd – alle Themen im Überblick

Dieser Artikel vertieft die Schale. Den Überblick über Lahmheiten und den Bewegungsapparat gibt unser Hauptratgeber Lahmheiten beim Pferd.

Kurz zusammengefasst
  • Gelenknahe Schale lässt das Gelenk frei und schränkt die meisten Pferde kaum ein. Gelenkschale sitzt am oder im Gelenk und nimmt Beweglichkeit.
  • Als Ursachen nennt die Tiermedizin Fehlstellungen, unpassenden Beschlag, harte Böden und Verletzungen.[1]
  • Ist das Krongelenk betroffen, ist die Prognose an den Hinterbeinen besser als an den Vorderbeinen.[2]
Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Wenn Sie ein Röntgenbild in der Hand haben und nicht wissen, was es für Ihr Pferd bedeutet. Das ordnen wir im kostenlosen Erstgespräch ein – oder am Telefon unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Wenn die Diagnose steht und Ihr Pferd nach Ruhe klamm anläuft. Für die Fütterungsbegleitung gibt es Nehls Gelenkwohl für Pferde, eine getrocknete Kräutermischung. Starten Sie mit 500 g und sehen Sie, ob Ihr Pferd die Mischung frisst: 50 g täglich, mindestens sechs Wochen am Stück.

Wenn das Gelenk beteiligt ist. Dann nehmen wir Nehls Gelenk Stark dazu, ein Schalentierpulver mit 59,5 % Glucosamin: ½ Esslöffel täglich, 50 g als Einstieg, mindestens sechs Wochen. Nicht bei Schalentier-Unverträglichkeit.

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Akute Lahmheit gehört zuerst zum Tierarzt.

Was Schale ist – und was das Röntgenbild nicht sagt

Der Körper antwortet auf eine Überlastung, indem er Knochen anbaut und die Stelle so versteift. Der Preis: Die Beweglichkeit kann leiden, und je nach Lage tut es weh. Fachlich gehört die Schale zum arthrotischen Formenkreis, wie Arthrose, Spat und Hufrolle.

Was wir in unserer Beratung immer wieder erleben: Halter reagieren mit Schrecken auf die Diagnose. Dabei ist nicht jede Schale ein Problem. Entscheidend ist die Lage.

  • Gelenknahe Schale: Die Zubildung sitzt neben dem Gelenk, das Gelenk selbst ist frei. Diese Pferde lassen sich meist gut begleiten.
  • Gelenkschale: Die Zubildung sitzt am oder im Gelenk und schränkt es ein. Sie ist weitaus schwieriger zu begleiten.

Es gibt Pferde mit großem Befund, die klar laufen, und Pferde mit kleinem Befund und deutlichen Schmerzen. Vor einer Panik-Entscheidung lohnt der zweite Blick auf das Pferd selbst.

Woran Sie Schale erkennen

Schale kommt meist langsam. Sie kennen Ihr Pferd am besten; diese Zeichen gehören abgeklärt:

  • Lahmheit nach Ruhe: Ihr Pferd läuft steif an und läuft sich ein.
  • Wendeschmerz: auf engen Zirkeln und beim Wenden auf hartem Boden.
  • Verkürzte Schritte: Es tritt nicht mehr voll durch.
  • Verdickung: sichtbar oder tastbar oberhalb des Hufes.
  • Bei Gelenkschale: Wärme und Schmerz beim Abtasten und Beugen, deutlich weniger Beweglichkeit.[2]
Zum Tierarzt, bevor Sie etwas anderes tun
  • Ihr Pferd lahmt plötzlich oder belastet ein Bein nicht
  • Wärme oder Schwellung an Fessel oder Krone
  • eine Lahmheit, die nach wenigen Tagen Ruhe bleibt
  • eine Verletzung an der Fessel, etwa durch Draht

Warum Schale entsteht

Die Tiermedizin nennt Fehlstellungen, unpassenden Beschlag, wiederholte Erschütterung auf hartem Boden, Verletzungen und Zerrungen an Bändern und Sehnen.[1] Am Krongelenk kann ein einzelnes Trauma genügen; häufiger ist es Verschleiß durch Überlastung, besonders bei Westernpferden.[2] In unserer Beratung sehen wir fast nie einen einzelnen Auslöser. Es kommt mehreres zusammen:

  • Fehlstellungen. Zehenweit, zeheneng, bodenweit, bodeneng: Alles, was die Last ungleich verteilt, überlastet einzelne Knochenbereiche. Die wenigsten Pferde haben einen fehlerlosen Körperbau.
  • Hufbearbeitung. Eine korrekte Hufsituation ist bei allen Erkrankungen des Bewegungsapparates essentiell. Die heutige Lehrmeinung verhindert sie leider häufig, statt sie herzustellen: zu steiler oder zu flacher Hufwinkel, ungleichmäßige Bearbeitung, unpassender Beschlag.
  • Aufzucht und Fütterung. Knochen brauchen in der Wachstumsphase Bewegung auf wechselnden Böden und ein Calcium-Phosphor-Verhältnis über 1:1; wünschenswert sind etwa 1,5:1. Zu viel Energie in der Aufzucht gilt als einer der wahrscheinlicheren Auslöser von Wachstumsstörungen am Skelett.[3]
„Der heute übliche Fohlenstarter führt zu schnellem Wachstum und rascher Gewichtszunahme – was naturgemäß langsamer vonstatten gehen würde. […] Man möchte das Beste für sein Pferd – und erreicht, leider, oft das Gegenteil dessen." – Aus dem Text unserer Gründerin, Tierheilpraktikerin Nehls

Hochdosierte synthetische Vitamine und Mineralien sind aus unserer Sicht oft überdosiert und für den Pferdedarm schlecht verwertbar. Dazu kommt das Heu: Gutes Pferdeheu ist heute schwerer zu bekommen als vor 30 Jahren.

Was der Tierarzt tut

Die Diagnose steht auf zwei Beinen: dem Röntgenbild, auf dem die Zubildungen gut zu sehen sind, und der Leitungsanästhesie. Gerade im frühen Stadium braucht es die Betäubung, um die Lahmheit überhaupt zu lokalisieren.[2] Erst sie klärt, ob die Schale wirklich die Ursache ist.

Im Schub sind Entzündungshemmer gute Mittel, über das Maul oder direkt ins Gelenk. Bei schwerer Schale am Krongelenk gibt es die operative Versteifung des Gelenks.[2] Den Beschlag stimmt Ihr Hufschmied mit dem Tierarzt ab. Wo wir es anders sehen: Schmerzmittel und Spritze nehmen den Schmerz. Warum dieser Knochen überlastet ist, klärt beides nicht.

Wie wir begleiten

Die Grundsätze sind dieselben wie bei Arthrose, Spat und Hufrolle; ausführlich stehen sie im Hauptratgeber Lahmheiten beim Pferd. Bei Schale zählen vier Dinge:

  • Hufbearbeitung: fachgerecht, regelmäßig und abgestimmt mit dem Tierarzt. Ein Hufbearbeiter, der Schale kennt, ist Gold wert.
  • Haltung: Offenstall oder Box mit Paddock, freie Bewegung auf ebenem Boden, kleine eingespielte Herde.
  • Bewegung: ruhig und gleichmäßig im Schritt, besonders nach Ruhephasen. Keine Sprünge, keine engen Wendungen, keine harten Böden.
  • Fütterung: gutes Heu und Futterstroh als Basis, Kraftfutter sparsam, Mineralien ohne synthetische Zusätze.

Oft sind es kleine Veränderungen, die selbst bei einer chronischen Schale zu deutlich besserer Lebensqualität führen. Es dauert. Kräuter füttern Sie mindestens sechs Wochen am Stück, bevor Sie urteilen.

Aus unserer Praxis – Kräuter für den Bewegungsapparat

Nehls Gelenkwohl für Pferde

Getrocknete Kräutermischung aus Weidenrinde, Ginkgo, Ingwer, Brennnessel und Mädesüß.

Wann dieses? Wenn die Diagnose steht und Sie den Bewegungsapparat Ihres Pferdes über die Fütterung begleiten wollen: 50 g täglich unter das Krippenfutter, trocken oder angefeuchtet, mindestens sechs Wochen am Stück. Dafür brauchen Sie rund 2 kg. Ergänzungsfuttermittel für Pferde, Ponys und Esel.

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Daneben gibt es zwei Bausteine:

Turnierpferde und Vorsicht

Für Gelenkwohl und Lauf-Fit gilt laut Produktseite eine Karenz von sieben Tagen, ausgelöst durch Weidenrinde, Ingwer und Mädesüß. Das flüssige easy tasty enthält Teufelskralle und ist für Turnierpferde nicht geeignet. Die Übersicht steht auf unserer Seite ADMR und FEI. Bei trächtigen Stuten, Magengeschwüren, Cushing oder Hufrehe sprechen Sie Teufelskralle und Ingwer vorher mit uns oder Ihrem Tierarzt ab.

Wenn Sie nicht wissen, ob bei Ihrem Pferd Huf, Bewegung oder Fütterung zuerst dran ist: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.

Häufige Fragen zu Schale beim Pferd

Ist Schale beim Pferd heilbar?
Nein. Einmal gebildete Knochenzubildungen bilden sich nicht wieder zurück. Ziel der Begleitung ist, das Fortschreiten zu bremsen. Mit passender Hufbearbeitung, angepasster Bewegung und ausgewogener Fütterung erreichen viele Pferde mit Schale eine gute Lebensqualität.
Wann ist Schale schmerzhaft, wann nicht?
Das hängt von Lage und Ausmaß der Zubildung ab. Gelenknahe Schale verläuft häufig beschwerdefrei und wird oft nur zufällig entdeckt. Gelenkschale schränkt das Gelenk ein. Ob eine vorhandene Schale die Ursache einer Lahmheit ist, klärt der Tierarzt mit der Leitungsanästhesie.
Können Pferde mit Schale noch geritten werden?
In den meisten Fällen ja, vor allem bei gelenknaher Schale: ruhige Ausritte im Schritt mit kurzen Trab- und Galoppstrecken. Meiden Sie harte Böden, enge Wendungen und Sprünge. Bei Gelenkschale entscheidet das einzelne Pferd. Viele werden geduldige Partner in der Bodenarbeit oder reine Weidegefährten – und haben trotzdem ein gutes Leben.
Kann Schale vererbt werden?
Direkt vererbt wird die Schale nicht, die Anfälligkeit schon. Vererbt werden häufig Fehlstellungen der Gliedmaßen, die den Knochen ungleich belasten und so die Schalenbildung begünstigen.
Welche Rolle spielt der Hufschmied bei Schale?
Eine zentrale. Die richtige Hufbearbeitung kann die Belastung des betroffenen Knochens spürbar senken. Ein Hufschmied oder Hufbearbeiter, der Schale kennt und sich mit dem Tierarzt austauscht, ist Gold wert.

Röntgenbild in der Hand – und keiner sagt, wie es weitergeht?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Brokken MT (2024): Disorders of the Fetlock and Pastern in Horses. Merck Veterinary Manual.
  2. Brokken MT (2025): Osteoarthritis of the Proximal Interphalangeal Joint in Horses. Merck Veterinary Manual.
  3. Liburt NR (2026): Nutritional Requirements of Horses and Other Equids. Merck Veterinary Manual.
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin, Tierheilpraktikerin Nehls, aus eigener Erfahrung und Praxis beschrieben und dann im Team mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) und den Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Ihr Schwerpunkt liegt in der wissenschaftlichen Mitarbeit an unseren Rezepturen sowie im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Wissenschaftliche Mitarbeit an den THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage ist die praktische Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln mit Schale und anderen Erkrankungen des Bewegungsapparates in der Naturheilkunde.
Stand: 7. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn Sie mit einem Röntgenbefund dastehen und nicht wissen, wie es weitergeht – mit Ihren Fragen zu Schale, Hufsituation und Fütterung. Wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.