Arthrose beim Pferd
Gelenkverschleiß früh erkennen und über Jahre begleiten – mit Haltung, Bewegung, Fütterung und Huf, aus über 26 Jahren Praxis
Der Tierarzt hat „Arthrose" gesagt, und Sie fragen sich, ob Ihr Pferd jetzt aufhört zu laufen. Meist nicht. Arthrose ist ein fortschreitender Verschleiß des Gelenkknorpels. Im höheren Alter findet der Tierarzt sie bei fast jedem Pferd; für die Lebensqualität zählt der Grad. Leichte Arthrose bleibt oft jahrelang unbemerkt, schwere macht jeden Schritt zur Anstrengung.
Die THZ-Sicht: Heilen lässt sich Arthrose nicht, bremsen schon. Die Pferde, denen es nach Jahren noch gut geht, haben Halter, die an mehreren Stellen gleichzeitig etwas verändert haben: Haltung, Bewegung, Fütterung und Huf. Die eine Wunderpille gibt es nicht.
Dieser Artikel vertieft die Arthrose. Den Überblick über alle Lahmheitsursachen, die Notfallzeichen und die vier Säulen der Begleitung gibt unser Hauptratgeber Lahmheiten beim Pferd.
- Arthrose ist fortschreitender Gelenkverschleiß und bei älteren Pferden eher die Regel als die Ausnahme.
- Zerstörter Knorpel wächst nicht nach. Wie schnell es weitergeht, beeinflussen Haltung, Bewegung, Fütterung und Hufbearbeitung.
- Frühe Zeichen: Einlaufen nach Ruhe, Wendeschmerz, kürzere Schritte, Bewegungsunlust. Wer sie ernst nimmt, gewinnt Jahre.
Wenn Ihr Pferd plötzlich deutlich lahmt oder ein Gelenk warm und geschwollen ist. Rufen Sie den Tierarzt, heute – und rufen Sie uns gleich mit an unter 05642 988 8826. Die Notfallzeichen stehen im Hauptratgeber Lahmheiten.
Wenn die Diagnose Arthrose steht und Ihr Pferd sich einläuft. Unsere Standard-Kombination ist Nehls Gelenk-Stark, Glucosamin aus dem Chitinpanzer von Krabben und Shrimps (59,5 % Glucosamin), mit Nehls Lauf-Fit aus Weidenrinde, Ginkgo und Ingwer. Starten Sie mit 50 g Gelenk-Stark und 500 g Lauf-Fit: täglich ½ Esslöffel und 50 g, mindestens sechs Wochen am Stück. Bei älteren Pferden mit mehreren betroffenen Gelenken nehmen wir statt Lauf-Fit gern Nehls Gelenkwohl, zusätzlich mit Brennnessel und Mädesüß. Ein Set gibt es nicht.
Wenn nichts zusammenpasst und Sie nicht wissen, wo Sie ansetzen sollen. Dann klären wir das im kostenlosen Erstgespräch. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan – ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Lauf-Fit und Gelenkwohl brauchen sieben Tage Karenz vor dem Turnier, für Gelenk-Stark ist laut Produktseite keine Karenz dokumentiert.
Was bei Arthrose im Gelenk passiert
Aus unserer Erfahrung gibt es kaum ein älteres Pferd, bei dem sich nicht irgendwo Arthrose zeigt. Das ist erst einmal keine Katastrophe. Die Fragen sind: In welchem Grad? Und was heißt das für dieses Pferd?
Der Knorpel überzieht die Knochenenden und lässt sie reibungslos gleiten. Bei der Arthrose wird er nach und nach abgebaut. Der Körper versucht auszugleichen: Am Knochen bilden sich Zubildungen, die Gelenkkapsel verdickt, die Gelenkschmiere wird weniger und dünner. Bei leichten Veränderungen laufen Pferde oft jahrelang weitgehend unbeeinträchtigt, und auch bei schwerer Arthrose lässt sich noch viel erreichen.
Welche Gelenke betroffen sind
- Sprunggelenk: Hier heißt die Arthrose Spat – mehr im Ratgeber Spat beim Pferd.
- Fesselgelenk: besonders bei Pferden, die viel auf hartem Boden gearbeitet haben.
- Hufgelenk: oft zusammen mit Hufrollenproblemen oder einer Bearbeitung, die nicht zum Huf passt.
- Karpalgelenk (Vorderknie): häufig bei Springpferden und Trabern.
- Kniegelenk: seltener, dann aber oft folgenschwer.
- Wirbelsäule: Arthrose an den kleinen Wirbelgelenken.
Woran Sie Arthrose erkennen
„Der ist halt faul geworden." „Der hat schlecht geschlafen." „Der mag den neuen Sattel nicht." Solche Sätze hören wir am Telefon, wenn Halter schon Monate mit einem Pferd leben, das sich verändert. Diese Zeichen sollten Sie ernst nehmen:
- Einlaufen: die ersten Meter steif, dann besser – das klassische Arthrose-Muster
- Wendeschmerz: enge Wendungen auf hartem Boden sind unangenehm, das Pferd wird eckig
- Bewegungsunlust: Ihr Pferd bietet weniger an und steht mehr herum als früher
- Wetterfühligkeit: bei nasskaltem Wetter deutlich steifer
- Verspannter Rücken: Folge der Schonhaltung, oft für das Hauptproblem gehalten
Später kommen deutliche Lahmheit, Wärme und Schwellung am Gelenk und Muskelabbau dazu. Verschwinden die Beschwerden nach dem Einlaufen, ist das kein Grund zur Entwarnung: Auf dem Röntgenbild zeigt sich Arthrose oft erst spät.
Wie Arthrose entsteht
Meist kommt mehreres zusammen. Bei vielen alten Pferden ist leichte Arthrose ein Zeichen eines gelebten Lebens. Die wenigsten Pferde haben einen fehlerlosen Körperbau: Zehenweite oder zehenenge, bodenweite oder bodenenge Stellung verteilen die Last ungleich, und manche Gelenkanteile tragen jahrelang zu viel. Zu frühes Anreiten, harte Böden, viele Stopps und enge Wendungen, ein Sturz oder Tritt können eine Arthrose anstoßen.
Zwei Ursachen sprechen wir in der Beratung immer wieder an, weil sie übersehen werden. Die Aufzucht: Eine zu energie- und eiweißreiche Fütterung junger Pferde wirkt sich oft erst Jahre später aus. Entwickelt ein Pferd mit sieben oder acht Jahren Spat, liegt die Ursache häufig im Fohlenstarter. Und das Übergewicht: Ein Haflinger mit 50 Kilo zu viel trägt diese Last rund um die Uhr, nicht erst unter dem Sattel.
Was Sie tun können: die vier Säulen
Die vier Säulen beschreibt unser Hauptratgeber Lahmheiten ausführlich. Für die Arthrose zählt vor allem:
- Haltung: stetige freie Bewegung, ideal im Offenstall mit weiten Wegen zwischen Heu, Wasser und Liegeplatz, in einer ruhigen Herde. Die normale Box, auch nur nachts, macht steif.
- Bewegung: Wer rastet, der rostet. Schritt mit kurzen Trabstrecken und Spaziergänge an der Hand, solange Ihr Pferd freiwillig mitgeht. Tabu: Longieren auf engem Zirkel, Springen, Hochleistung.
- Fütterung: gutes Heu als Basis, Kraftfutter sparsam, deutlich mehr Calcium als Phosphor in der Ration. Hochdosierte synthetische Mineralfutter halten wir für die schlechtere Wahl.
- Huf: Ohne korrekte Hufsituation trägt keine andere Maßnahme. Eine Stellung, die nicht passt, leitet die Last ungleich in die Gelenke und kann die Arthrose beschleunigen.
Was der Tierarzt tut – und wo wir es anders sehen
Im akuten Schub gibt der Tierarzt Entzündungshemmer und Schmerzmittel. Gelenkinjektionen mit Kortison oder Hyaluronsäure bringen bei geringgradigen Veränderungen oft spürbare Linderung. Neuere Verfahren arbeiten mit Gelen, Eigenblut oder Stammzellen. Kortison ist ein gutes Medikament für den Schub; als Dauerlösung sehen wir es kritisch.
Eine Spritze ins Gelenk, aber weiter die normale Box und zu viel Kraftfutter – das funktioniert nicht. Die besten Verläufe sehen wir, wenn der Tierarzt die Schübe auffängt und die Langzeitbegleitung über Haltung, Fütterung und Huf läuft.
Glucosamin und Kräuter
Glucosamin ist ein Aminozucker und ein Grundbaustein von Gelenkknorpel und Gelenkschmiere. Die Gelenkschmiere puffert zwischen den Knorpelflächen und versorgt den Knorpel. Deshalb steht Glucosamin bei uns seit über zwei Jahrzehnten an erster Stelle der Fütterung.
Es gibt Gelenk-Stark auch als Nehls Gelenk-Stark Forte mit Bentonit, ebenfalls ½ Esslöffel täglich. Beide Glucosamin-Pulver gibt es nicht für Pferde mit Schalentier-Unverträglichkeit.
Für einzelne Pflanzen wie Teufelskralle oder Weidenrinde gibt es Forschung. Einzelkräuter allein haben sich in unserer Praxis trotzdem so wenig bewährt wie wahlloses Zusammenmischen. Bei trächtigen Stuten, Magengeschwüren, Cushing oder Hufrehe sprechen Sie Teufelskralle und Ingwer vorher mit uns oder Ihrem Tierarzt ab. Für Mischungen mit Teufelskralle nennt unsere Produktseite VetLine ReMove Rapid Pferd 96 Stunden Karenz.
Wenn Sie nicht wissen, wo Sie bei Ihrem Pferd ansetzen sollen: Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zu Arthrose beim Pferd
Was Halterinnen berichten
Wir erzählen hier drei Fälle, die wir gut kennen.
„Im September habe ich eine Haaranalyse durchführen lassen und einen individuell abgestimmten Fütterungsvorschlag erhalten. Die Produkte bekommt Harry nun seit Mitte September, und ich bin positiv überrascht. Natürlich gibt es mal einen schlechten Tag, aber mittlerweile marschiert Harry so, als wäre nie etwas gewesen. Gerade die Winterzeit ist ja eigentlich immer die schmerzhafteste – bisher geht es Harry bestens."
Evelyn · Tinker Harry (14) · Arthrose
„Natürlich ist mir bewusst, dass man Arthrose nicht heilen kann. Aber dank der Produkte für den Bewegungsapparat geht es Jasper schon besser. Er läuft nicht mehr ganz so ‚staksig', kleine Spaziergänge können wir wieder mit Freude absolvieren, und auch die Kräuter frisst er total gerne. Ganz viel Spaß hat Jasper seit neuestem auch an schonend durchgeführter Bodenarbeit."
Josy · Haflinger Jasper (16) · Arthrose · Vollständigen Bericht lesen →
„Man ist ja nach der Diagnose Arthrose beim Pferd erst einmal stark verunsichert, weil man nicht weiß, was man tun kann, um dem Vierbeiner zu helfen, ohne ihn zu quälen. Nach nunmehr drei Wochen Fütterung nach Empfehlung kann ich sagen, dass es meiner Stute sehr gut geht. Die Lahmheit hat deutlich nachgelassen, im Schritt ist sie sauber, im Trab noch leichte Lahmheit erkennbar – aber kein Vergleich zu vorher. Sie saust schon wieder recht munter über die Koppeln. Ich hoffe, ihr damit gut über die schwierige nasskalte Jahreszeit zu helfen."
Simone · Stute · Arthrose
Erfahrungen einzelner Pferde sind individuell und nicht übertragbar. Bei allen Pferden war der Tierarzt beteiligt.
Ihr Pferd läuft sich jeden Morgen ein – und Sie wollen wissen, was Sie noch tun können?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Unser Ausgangspunkt ist dann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Tatjana Siebert und unser Team werten sie aus, besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Begleitplan für die ersten drei Monate ab – neben Haltung, Bewegung und Huf. Sie ist für uns ein Werkzeug, keine Wahrheit. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
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