Leberkur beim Pferd – im Frühjahr und im Herbst
Warum der Fellwechsel der richtige Zeitpunkt ist, wie lange eine Kur dauert – und warum wir Leber, Nieren und Darm dabei zusammen begleiten.
Die Winterwolle will nicht raus, das Fell ist stumpf, ab und zu Kotwasser – und Ihr Pferd ist ansonsten gesund. Genau dafür ist eine Leberkur gedacht: eine Fütterungsbegleitung über rund sechs Wochen, mit der wir Leber und Nieren in den Phasen begleiten, in denen der Stoffwechsel am meisten zu tun hat. Das sind der Fellwechsel im Frühjahr und im Herbst, der Weidestart und die Zeit nach Wurmkuren und Medikamenten. Zweimal im Jahr ist für viele Pferde eine gute Basis.
Die THZ-Sicht: Eine Kur ist für gesunde Pferde. Stehen schon erhöhte Werte auf dem Laborbogen, gehört Ihr Pferd zuerst zum Tierarzt – dann gilt unser Ratgeber Leber und Nieren beim Pferd. Womit Sie anfangen ↓
- Der häufigste Fehler aus unserer Sicht: die Kur erst anfangen, wenn der Fellwechsel schon schleppt. Wer begleiten will, beginnt, bevor die ersten Haarbüschel im Putzkasten hängen.
- Eine Kur ersetzt keine Diät. Hungerphasen belasten die Leber – gerade bei Ponys.
Lage: Ihr Pferd ist gesund, der Fellwechsel steht an. Dann reicht die Kräuterkur mit Nehls Leber & Nieren Fit Pferd, einer getrockneten Mischung aus Ulmenrinde, Mariendistelfrüchten, Birkenblättern, Brennnessel und Löwenzahnblättern. 30 bis 50 g täglich, sechs Wochen am Stück. Einstieg mit 500 g zum Akzeptanztest, für die volle Kur das 2-kg-Gebinde. Sortiert Ihr Pferd Kräuter aus: Nehls Leber & Nieren Fit Pferd flüssig, beim Großpferd zweimal 8 ml täglich, mindestens sechs Wochen; Einstieg mit der 100-ml-Probemenge.
Lage: Nach einem Winter mit Wurmkuren oder Medikamenten, dazu Kotwasser. Dann nehmen wir den Darm mit: VetLine Metabo Rapid Duo Aktiv – Metabo Rapid und Entero Clean Basic in einem Set, denn Metabo Rapid geben wir nie ohne Basic. Als Block von sechs bis acht Wochen, dauerhaft dazu VetLine Surf and Turf Basic Mineral, 40 g täglich, Einstieg 1 kg (nicht bei Schilddrüsenproblemen).
Lage: Jedes Jahr dasselbe – der Fellwechsel schleppt, das Kotwasser kommt wieder. Wo wir bei Ihrem Pferd ansetzen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – oder am Telefon unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": Sie macht energetische Belastungsfelder sichtbar und ist unser Werkzeug – der Ausgangspunkt für einen Fütterungs-Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Warum Frühjahr und Herbst
Zweimal im Jahr baut Ihr Pferd ein komplettes Fell ab und ein neues auf. Das kostet Eiweiß, Mineralien und Stoffwechselarbeit, und ein großer Teil davon läuft über die Leber. Im Frühjahr kommt der Weidestart dazu: Von Heu auf Gras umzustellen, fordert Darm und Leber gleichzeitig. Und was sich über den Winter angesammelt hat – Wurmkuren, Impfungen, vielleicht ein Schmerzmittel nach einer Kolik, Heu, das am Ende der Saison nicht mehr das beste war –, wird jetzt verarbeitet.
Wenn die Winterwolle im April auch nach Wochen noch büschelweise im Putzkasten hängt, ist das für uns ein Zeichen, dass der Stoffwechsel hinterherhängt. Was wir aus über 26 Jahren Praxis mitgeben: Ein Fellwechsel dauert Wochen, keine Tage. Wer ihn begleiten will, fängt an, bevor die ersten Haarbüschel im Putzzeug hängen – nicht mittendrin.
Auf naturbelassenen Wiesen wachsen im Frühjahr Löwenzahn und Brennnessel, Pflanzen mit langer Tradition in der Pflanzenkunde. Auf gemähter Weide und im Paddock fehlen sie. Deshalb geben wir sie dazu.
Woran Sie eine belastete Leber erkennen
Die Leber tut nicht weh. Sie arbeitet lange still weiter: Deutliche Lebersymptome zeigen sich beim Pferd oft erst, wenn rund 70 Prozent des Lebergewebes nicht mehr arbeiten.[1] Viele Lebererkrankungen verlaufen ohne sichtbare Zeichen und fallen nur zufällig im Blutbild auf.[2] Was wir in der Praxis immer wieder als frühe Hinweise sehen:
- schleppender, unvollständiger Fellwechsel
- stumpfes Fell trotz guter Fütterung
- Kotwasser
- Empfindlichkeit an der rechten Flanke beim Putzen oder Satteln
- Lustlosigkeit, schlechte Wundheilung, langsame Erholung nach Infekten
Kotwasser wird meist allein dem Darm zugeschrieben. Wir schauen dabei immer auch auf die Leber. Kein einzelnes Zeichen beweist etwas – halten sich mehrere über Wochen, lohnt sich ein Blutbild beim Tierarzt.
Pferde mit erhöhten Leber- oder Nierenwerten, einer bekannten Lebererkrankung, akuten Erkrankungen, in der Trächtigkeit oder direkt nach Operationen: Hier sprechen Sie bitte zuerst mit Ihrem Tierarzt. Eine belastete Leber braucht Entlastung, keine zusätzliche Aktivierung. Gelbliche Schleimhäute, Taumeln oder auffällig wenig Urin sind ein Notfall – Tierarzt rufen, und uns gleich mit. Mehr im Ratgeber Leber und Nieren beim Pferd.
So läuft eine Kur bei uns
Sechs Wochen am Stück. Wer nach der Hälfte aufhört, weil das Fell besser aussieht, verschenkt aus unserer Sicht den zweiten Teil. Wir wissen, dass jeden Tag Kräuter abwiegen im Stallalltag Aufwand ist. Deshalb machen wir es einfach: eine Mischung, eine Menge, ein Zeitraum.
- Leber und Nieren zusammen: Was die Leber umbaut, scheiden zum großen Teil die Nieren aus. Unsere Kräuterkur begleitet deshalb beide.
- Darm mitdenken: Was der Darm nicht sauber verarbeitet, landet als Arbeit bei der Leber. Bei Kotwasser nehmen wir ihn mit dazu – Metabo Rapid immer mit Entero Clean Basic.
- Keine Hungerkur: Ein zu dickes Pferd gehört auf Diät, aber langsam. Beim Pony kann harter Futterentzug Fett so schnell mobilisieren, dass die Leber verfettet.[1] Was beim Menschen als Fastenkur durchgeht, ist für ein Pony gefährlich.
- Heu prüfen: Die beste Kur bringt wenig, wenn im Heu Jakobskreuzkraut steckt.
Bei Pferden mit EMS, PPID oder nach langen Medikamentenphasen planen wir länger oder öfter – das klären wir individuell. Hintergrund in den Ratgebern EMS beim Pferd, Wohlstandskrankheiten und Anweiden. Turnierpferde: Beide Leber-&-Nieren-Fit-Varianten haben 48 Stunden Karenzzeit – legen Sie die Kur in die turnierfreie Zeit.
Sie sind unsicher, ob Ihr Pferd eine Kur braucht oder ob mehr dahintersteckt? Rufen Sie uns an unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr, oder vereinbaren Sie ein kostenloses Erstgespräch.
Häufige Fragen zur Leberkur beim Pferd
Jedes Jahr derselbe zähe Fellwechsel?
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich – im Gegenteil. Wenn die Standard-Kur jedes Jahr nur halb trägt, ist unser Ausgangspunkt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse", seit 2021 rund 3.300-mal gemacht. Sie macht energetische Belastungsfelder sichtbar und ist unser Werkzeug; Tatjana Siebert und unser Team besprechen das Ergebnis persönlich mit Ihnen und leiten daraus den Fütterungs-Begleitplan ab. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →- MSD Veterinary Manual, Professional Version: Overview of Hepatic Disease in Large Animals. Merck & Co.
- Laboklin (2025): Equine Liver Diseases. Laboklin aktuell, Equine Issue 10/2025.
