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EMS beim Pferd – Equines Metabolisches Syndrom verstehen, erkennen und begleiten

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Pferd

EMS beim Pferd – Equines Metabolisches Syndrom

Warum ein einzelner Insulinwert noch keine Diagnose ist – und was Heu, Bewegung und Stoffwechsel damit zu tun haben. Aus über 26 Jahren Praxis.

Direkte Antwort: Was ist EMS beim Pferd?

EMS (Equines Metabolisches Syndrom) ist keine einzelne Krankheit. Es ist eine Sammlung von Stoffwechsel-Merkmalen, deren Kern die gestörte Insulinregulation ist – mit erhöhtem Risiko für Hufrehe.[1] Typisch sind ein harter Mähnenkamm und Fettpolster hinter der Schulter und am Schweifansatz. Die Diagnose stellt der Tierarzt über einen Insulintest. Aus unserer Erfahrung als Tierheilpraktiker reicht ein einmal erhöhter Wert dafür nicht: Futter, Schmerz und Stress verschieben ihn. Die Basis der Begleitung sind Heu, Bewegung und der Stoffwechsel dahinter.

Kurz zusammengefasst
  • Kern von EMS ist die Insulindysregulation: zu viel Insulin in Ruhe oder nach dem Fressen, oder Zellen, die schlecht auf Insulin ansprechen.[1]
  • Erkennbar an Mähnenkamm und Fettpolstern – auch bei Pferden, die insgesamt schlank wirken.[1]
  • Getestet wird nach drei bis sechs Stunden ohne Futter, in ruhiger Umgebung.[1]
  • Heu mit höchstens 10 Prozent leicht verdaulichen Kohlenhydraten (NSC), in vielen kleinen Portionen; kein Getreide, keine Leckerlis.[1]
  • Bewegung verbessert die Insulinregulation – schon 25 Minuten an fünf Tagen pro Woche.[1]
Womit begleiten? Erst die Lage, dann das Mittel

Wenn die Diagnose steht – Fettpolster, Insulin im Test erhöht – und Heu, Weide und Bewegung schon umgestellt sind. Dann geht es um die Begleitung des Stoffwechsels, parallel zur tierärztlichen Betreuung: Nehls Meta-Kräuter. Starten Sie mit 500 g und sehen Sie, ob Ihr Pferd die Mischung frisst. Empfohlen sind zwölf Wochen am Stück.

Wenn nur ein einzelner Insulinwert erhöht war und sonst wenig passt. Dann steht die Frage, was den Wert nach oben getrieben hat, vor jeder Fütterungsempfehlung. Wo wir bei Ihrem Pferd anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826. Wer tiefer einsteigen will, nimmt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Ausgangspunkt für einen Begleitplan. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Wenn Ihr Pferd trotz Diät nicht abnimmt oder die Rehe wiederkommt. Dann geht es an die Basis. Der Einstieg ist das VetLine Starter-Set Pferd, ein fertiges 6-Wochen-Programm. Welche Regeln wir dabei einhalten, steht weiter unten ↓.

Alle genannten Produkte sind Ergänzungsfuttermittel und ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung. Bei akutem Reheschub gilt: erst Tierarzt, dann alles andere.

Woran Sie EMS erkennen

EMS entwickelt sich über Monate oder Jahre. Diese Zeichen können Sie selbst sehen und fühlen:

  • Mähnenkamm: hart und verdickt, fühlt sich fest an – der „Cresty Neck"
  • Fettpolster: hinter der Schulter und am Schweifansatz[1], oft auch über den Augen und an der Kruppe
  • Gewicht: Ihr Pferd nimmt trotz Diät kaum ab
  • Hufe: wiederkehrende Fühligkeit oder Hufrehe ohne erkennbaren äußeren Anlass

Die meisten EMS-Pferde sind übergewichtig. Es gibt aber auch die schlanke Form: Pferde, die normal aussehen und trotzdem die typischen Fettpolster und eine gestörte Insulinregulation haben.[1]

Welche Pferde häufiger betroffen sind

Am häufigsten trifft es Ponys.[1] In unserer Beratung sind es vor allem die leichtfuttrigen Rassen: Isländer, Haflinger, Tinker, Shetlandponys. Dazu kommen Pferde mit Übergewicht, mit Rehe-Vorgeschichte oder nach langer Bewegungspause. Grundsätzlich kann jedes Pferd betroffen sein, auch ein normalgewichtiger Warmblüter.

Bei akutem Hufreheschub – sofort in die Tierarztpraxis
  • Trippeln, Wenden im Zeitlupentempo, Sägebock-Haltung mit vorgestreckten Vorderbeinen
  • Deutlich pulsierende Mittelfußarterie, heiße Hufe

Hufrehe ist ein Notfall. Fütterung, Kräuter und Haaranalyse haben ihren Platz danach.

Die Diagnose: Was der Insulintest sagt – und was nicht

Die Diagnose stellt der Tierarzt aus Vorbericht, Untersuchung und Blutwerten. Gemessen wird das Insulin in Ruhe und nach einem oralen Zuckertest: Das Pferd bleibt drei bis sechs Stunden ohne Futter, bekommt eine abgemessene Menge Zuckersirup ins Maul, und nach 60 oder 90 Minuten wird Blut genommen. Ein Insulinwert ab 45 µIU/ml spricht für eine Insulindysregulation.[1]

Futter, Schmerz und Stress verändern Blutzucker und Insulin. Deshalb soll der Test unter kontrollierten Bedingungen in ruhiger Umgebung laufen.[1] Für uns folgt daraus: Ein Wert, der mitten im Reheschub oder nach einem aufregenden Transport gemessen wurde, gehört wiederholt, bevor er ein Etikett fürs Leben wird.

EMS und Hufrehe

Hufrehe hat fast immer mehrere Ursachen. Die häufigste Form hängt mit einem dauerhaft zu hohen Insulinspiegel zusammen – dahinter stehen oft Darm, Leber und Fütterung. Die Fachliteratur ordnet rund 90 Prozent der Rehefälle dieser Form zu.[1] Dabei lockert das Insulin selbst, nicht der Blutzucker, die Verankerung der Lamellen im Huf.

Was wir aus 26 Jahren Praxis sehen: Wir kennen viele Pferde mit auffälligen Insulinwerten, die nie einen Reheschub hatten, weil Fütterung, Haltung und Hufbearbeitung passten. Mehr dazu im Ratgeber Hufrehe beim Pferd und im Fachartikel Hufrehe – mehr als Zucker und Gras.

EMS oder Cushing (PPID)?

EMS ist eine Störung der Insulinregulation und kann Pferde jeden Alters treffen. PPID ist eine Funktionsstörung der Hirnanhangsdrüse mit Schwerpunkt bei älteren Pferden; typisch sind lockiges Langfell und Muskelabbau. Bei Pferden mittleren und höheren Alters liegen in rund 30 Prozent der Fälle beide zugleich vor.[1] Die Unterschiede und unsere Sicht auf den ACTH-Wert stehen im Ratgeber Cushing beim Pferd.

Steht bei Ihrem Pferd eine Kortisongabe an, sagen Sie dem Tierarzt vorher, dass eine Insulindysregulation bekannt ist.

Fütterung und Bewegung – die Basis

  • Heu analysieren lassen: Ziel sind höchstens 10 Prozent leicht verdauliche Kohlenhydrate (NSC).[1]
  • Menge: bei normalem Gewicht täglich 2 Prozent des Körpergewichts, bei Übergewicht 1,5 Prozent. Bei einem übergewichtigen 600-kg-Pferd sind das 9 kg Heu.[1]
  • Keine Radikaldiät: Starke Futterkürzung erhöht das Risiko einer Hyperlipämie, einer gefährlichen Entgleisung des Fettstoffwechsels.[1] Weniger als 1,5 Prozent nur mit dem Tierarzt.
  • Viele kleine Portionen: engmaschiges Heunetz oder vier bis sechs Mahlzeiten am Tag.[1]
  • Heu wässern: 60 Minuten im Wasser senken den Zuckergehalt.[1]
  • Getreide und Leckerlis streichen. Für den Weidegang empfiehlt die Fachliteratur bei bestätigtem EMS dasselbe.[1] Ob und wann Ihr Pferd wieder ans Gras darf, klären Sie mit Ihrem Tierarzt; Hintergründe im Ratgeber Pferd anweiden im Frühjahr.
  • Mineralfutter ohne Melasse, damit die Versorgung trotz knapper Ration stimmt.
  • Bewegung: Jede Bewegung hilft. Beschrieben ist eine messbare Besserung der Insulinregulation schon bei 5 Minuten Schritt, 15 Minuten flottem Trab und 5 Minuten Schritt an fünf Tagen pro Woche.[1] Bei Hufrehe erst nach tierärztlicher Freigabe.

Die Einzelheiten zu Heu, Kraftfutter und Mineralstoffen stehen im Ratgeber Fütterung bei Hufrehe.

Was dahintersteht: Darm und Leber

Das Nehls-Argument: Dass ein Pferd seit Monaten Diät hält und trotzdem nicht abnimmt, sehen wir in der Beratung regelmäßig. Dann schauen wir auf Darm und Leber. Wenn Darm, Leber oder Niere aus dem Takt sind, ist das aus unserer Erfahrung die Ursache von sehr vielem – auch beim Zuckerstoffwechsel, an dem die Leber zentral beteiligt ist.

Aus unserer Praxis – die Begleitung des Stoffwechsels

Nehls Meta-Kräuter – sieben getrocknete Kräuter für Pferde, Ponys und Esel, darunter Mädesüß, Brennnessel und Zimt. Ponys und Esel bekommen 30 g täglich, Kleinpferde 40 g, Pferde 50 g. Wann dieses? Wenn die Diagnose steht, die Fütterung umgestellt ist und Sie den Stoffwechsel daneben begleiten wollen. Zum Einstieg 500 g als Akzeptanztest, empfohlen sind zwölf Wochen am Stück. Turnierpferde: Karenz 7 Tage.

Aus unserer Praxis – die Basis darunter (VetLine Pferd)

Die VetLine hat unsere Tierärztin Katrin Knecht entwickelt. Dabei gelten bei uns feste Regeln:

  • VetLine Surf and Turf Basic Mineral dauerhaft als Mineralbasis, ohne Melasse. Ab 1 kg, je nach Größe 20 bis 40 g täglich.
  • Entero Clean Liquid oder Powder immer zusammen mit Entero Clean Basic. Nie einzeln. Als fertiges Set: Entero Clean Duo Aktiv.
  • Metabo Rapid immer zusammen mit Entero Clean Basic. Metabo Rapid bringt im Stoffwechsel etwas in Bewegung, Basic bindet im Darm, was dabei anfällt. Als fertiges Set: Metabo Rapid Duo Aktiv, sechs bis acht Wochen am Stück, zweimal täglich.

Wann dieses? Wenn EMS kein einmaliger Befund ist und Sie an Darm und Leber ansetzen wollen. Wer nicht einzeln zusammenstellen will, beginnt mit dem VetLine Starter-Set Pferd: Surf and Turf, Entero Clean Liquid und Basic für die ersten sechs Wochen. Turnierpferde: Karenz mindestens 48 Stunden.

Wo wir bei Ihrem Pferd anfangen, klären wir im kostenlosen Erstgespräch – telefonisch unter 05642 988 8826, Mo–Fr 9–12 und 14–17 Uhr.

Häufige Fragen zu EMS beim Pferd

Ist EMS beim Pferd heilbar?
Die Veranlagung bleibt. Die Insulinregulation lässt sich aber über Fütterung und Bewegung verbessern – dauerhaft, solange beides beibehalten wird. Ob zusätzlich ein Medikament nötig ist, entscheidet Ihr Tierarzt.
Was darf ein EMS-Pferd fressen?
Die Basis ist analysiertes Heu mit höchstens 10 Prozent leicht verdaulichen Kohlenhydraten, in vielen kleinen Portionen: 2 Prozent des Körpergewichts täglich, bei Übergewicht 1,5 Prozent. Getreide und Leckerlis fallen weg, über den Weidegang entscheidet der Tierarzt. Dazu ein Mineralfutter ohne Melasse.
Was ist der Unterschied zwischen EMS und Cushing beim Pferd?
EMS ist eine Störung der Insulinregulation und kann Pferde jeden Alters treffen. Cushing (PPID) ist eine Funktionsstörung der Hirnanhangsdrüse, meist bei älteren Pferden, mit lockigem Langfell und Muskelabbau. Beide erhöhen das Rehe-Risiko, und beide können gleichzeitig vorliegen.
Kann EMS auch schlanke Pferde betreffen?
Ja. Die meisten EMS-Pferde sind übergewichtig, beschrieben ist aber auch eine schlanke Form. Diese Pferde zeigen die typischen Fettpolster hinter der Schulter und am Schweifansatz, obwohl sie insgesamt normal wirken.

Seit Monaten Diät – und es bewegt sich nichts?

Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „An so Hokuspokus glaube ich eigentlich nicht, aber ich weiß nicht mehr weiter." Wir nehmen das nicht persönlich. Wenn Heu, Weide und Bewegung stimmen und Ihr Pferd trotzdem nicht abnimmt, schauen wir auf das, was daneben läuft: Darm, Leber, Mineralstoffe. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist dafür unser Werkzeug, keine Wahrheit – die Grundlage für einen Begleitplan, den Tatjana Siebert und unser Team mit Ihnen besprechen. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →
Quellen
  1. Bertin, F.-R. (2025): Equine Metabolic Syndrome. MSD Veterinary Manual. msdvetmanual.com
Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand im Tierheilkundezentrum Nehls aus der täglichen Praxisarbeit – auf Grundlage von über 26 Jahren Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln – und wurde durch unser Beratungsteam mit unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert (VDT) redaktionell aufbereitet.

Im THZ Tierheilkundezentrum Nehls arbeiten wir Hand in Hand für das Wohl der Tiere: Während diese Veröffentlichungen auf der naturheilkundlichen Praxis unserer Tierheilpraktikerinnen beruhen, bringt Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) ihre tiermedizinische Expertise vor allem im Hintergrund ein. Sie hat die VetLine und unsere flüssigen Rezepturen entwickelt und steht im internen Fachkonsil bei schwierigen Fragestellungen zur Verfügung.

Zur Person:
Tatjana Siebert – Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin Knecht – Tierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig. Entwicklerin der VetLine und der flüssigen THZ-Rezepturen, internes Fachkonsil.
Grundlage sind über 26 Jahre praktische Begleitung von Pferden, Ponys und Eseln in der Naturheilkunde.
Stand: 2. Oktober 2026. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Wenn Sie reden wollen
Unser Beratungsteam mit Lara, Sabrina, Sina, Vanessa (angehende THP) und Tatjana (Geprüfte Tierheilpraktikerin VDT & zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere Paracelsus/TÜV) ist da, wenn Sie Fragen zu EMS, Fütterung und Stoffwechsel Ihres Pferdes haben. Wir nehmen uns Zeit für Ihren Fall – und wir sagen ehrlich, wann wir begleiten können und wann es der Tierarzt sein muss.
Auch wenn Sie skeptisch sind zur Naturheilkunde oder zur Bioresonanz – rufen Sie an: 05642 988 8826. Wir nehmen das nicht persönlich, im Gegenteil.