Insekten, Parasiten und Plagegeister auf der Weide und im Stall
Ungebetene Gäste das ganze Jahr – kennen, erkennen, handeln
Milben, Zecken, Bremsen, Haarlinge, Kriebelmücken und Gnitzen – sie alle sind in unterschiedlichen Jahreszeiten aktiv und können Juckreiz, Hautentzündungen, Haarausfall und im schlimmsten Fall ernsthafte Krankheiten verursachen. Entscheidend ist: Prävention schlägt Behandlung. Naturbelassener äußerer Schutz kombiniert mit innerer Fütterungsbegleitung macht die Haut des Pferdes für Parasiten weniger attraktiv.
Wenn die Sonne strahlt und die Wiesen in voller Blüte stehen, schlüpfen nicht nur Schmetterlinge hervor. Auch zahlreiche ungebetene Gäste machen sich auf den Weg zu unseren Pferden. Die warmen Monate können für unsere Vierbeiner eine Zeit voller Unbehagen sein – Parasiten verursachen nicht nur Juckreiz, sondern auch ernsthafte Krankheiten. Aber auch im Herbst und Winter werden bestimmte Ektoparasiten aktiv. Hier ein Überblick über die häufigsten Plagegeister – und was man tun kann.
Die Parasiten der warmen Jahreszeit
Diese aggressiven Blutsauger sind die Hauptauslöser des Sommerekzems beim Pferd. Nur die befruchteten Weibchen stechen – ihr Speichel enthält Proteine, auf die sensibilisierte Pferde mit einer überschießenden Immunreaktion reagieren. Gnitzen sind besonders in der Dämmerung und bei Windstille aktiv, in der Nähe stehender Gewässer. Kriebelmücken bevorzugen fließendes Wasser als Brutgebiet.
Entstehen Quaddeln, scheuert das Pferd sich, reiben sich kahle Stellen – dann gilt es, den Ursachen auf den Grund zu gehen. Wir empfehlen dafür die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse“.
→ Ausführlicher: Sommerekzem beim Pferd – Ursachen & was wirklich hilft
Bremsen sind von Mai bis September aktiv. Ihre schmerzhaften Stiche hinterlassen brennende Wunden – die weiblichen Bremsen brauchen Blut, um ihre Eier zu legen. Sie bevorzugen Körperstellen, an die das Pferd mit dem Schweif nicht herankommt. In Panik kann ein gestochenes Pferd wild werden und sich verletzen. Bei stark befallenen Tieren besteht zudem das Risiko der Übertragung von Krankheitserregern wie der Equinen Infektiösen Anämie.
Blutsaugende Spinnentiere, Meister der Tarnung. Nach dem Festbeißen können sie ernsthafte Krankheiten wie Borreliose und Anaplasmose übertragen. Sie schwellen nach dem Saugen bis zur Größe einer Kaffeebohne an. Regelmäßiges Absuchen besonders gefährdeter Stellen (Achseln, Leiste, Ohren) ist wichtig.
→ Ausführlicher: Borreliose beim Pferd
Diese winzigen, rot behaarten Larven tauchen im Spätsommer auf und suchen sich einen Wirt. Sie versammeln sich in Gruppen und verursachen intensiven Juckreiz, der schnell zu offenen Wunden und Entzündungen führen kann.
Mit ihrem bienenähnlichen Aussehen sind diese Fliegen zwar faszinierend, aber ihre Larven können im Maul und Magen-Darm-Trakt erhebliche Reizungen und gesundheitliche Probleme verursachen.
Diese „fliegenden Zecken" greifen Pferde direkt an und sorgen für schmerzhafte Bisse, die selbst ruhige Tiere in Panik versetzen können. Sie sind besonders im Herbst aktiv, wenn Wildtiere als Hauptwirt abwandern.
Die Parasiten der kalten Jahreszeit
Wenn die kalte Jahreszeit beginnt, suchen Haarlinge und Läuse Schutz im dichten Winterfell unserer Pferde. Beide unterscheiden sich: Die Sauglaus stiehlt Blut, der Haarling begnügt sich mit Hautschuppen. Beide können sich rasant vermehren – bis zu 150 Eier legt ein Weibchen pro Monat.
Feuchte, beengte Stallungen bieten ideale Bedingungen. Geschwächte oder kranke Pferde sind besonders anfällig. Die ersten Anzeichen: Unruhe, häufiges Kratzen, Scheuerstellen und kahle Stellen im Fell. Sekundärinfektionen durch Bakterien können folgen.
Entdeckung: Bürste über einem weißen Tuch ausklopfen – lichtbraune Parasiten und Nissen werden sichtbar. Regelmäßiges Bürsten hilft, ein gezieltes Vorgehen ist zusätzlich notwendig. Auch Stall, Ausrüstung und Putzzeug müssen behandelt werden, um Reinfektion zu verhindern.
Milben sind ganzjährig aktiv – mit mehr als 50.000 Unterarten sind sie wahre Überlebenskünstler. Die Übertragung erfolgt über andere Pferde, aber auch durch Vögel. Symptome: quälender Juckreiz, Schuppen, Glanzverlust des Fells, Krusten, gerötete Stellen, Haarausfall. Bei starkem Befall drohen Sekundärinfektionen, Mauke und Pilzbefall. Die Räude – verursacht durch Räudemilben – ist von anderen Milbenformen zu unterscheiden und muss tierärztlich behandelt werden.
Prävention: Was du für dein Pferd tun kannst
Proaktives Handeln schützt besser als reaktive Behandlung. Diese Maßnahmen haben sich bewährt:
- Sauberkeit im Stall und auf der Weide: Regelmäßiges Entmisten, saubere Futter- und Trinkstationen – das reduziert die Anziehungskraft für Insekten erheblich.
- Äußerer Schutz: Fliegenschutzdecken und naturbelassene Insektensprays wie Nehls Sina's Parasitweg-Spray halten Bremsen, Gnitzen und Co. auf Abstand.
- Innere Begleitung über die Fütterung: Was das Pferd frisst, beeinflusst die Attraktivität seiner Haut für Insekten. Naturbelassene Kräuter wie Nehls Allergosan-Kräuter begleiten den Hautstoffwechsel von innen.
- Regelmäßige Kontrolle: Tägliches Putzen und Absuchen – besonders Achseln, Leiste, Ohren und Mähnenansatz. Früh erkennen bedeutet früh handeln.
- Weidemanagement: Trockene, windexponierte Weiden mit Abstand zu stehenden Gewässern reduzieren den Insektendruck erheblich.
→ Alles zum Sommerekzem beim Pferd – Ursachen, Symptome, Begleitung
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