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Sommerekzem Fütterung

Sommerekzem Fütterung

 

 

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Sommerekzem-Cluster

Fütterung bei Sommerekzem beim Pferd – was hilft, was schadet

Die Fütterung ist der wichtigste Hebel – und der am häufigsten unterschätzte

Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und als Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis in verschiedenen Kapiteln beschrieben und dann im Team mit unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) und auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV).
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig.
Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Begleitung.
Kurze Antwort: Wie muss ein Ekzemerpferd gefüttert werden?

Karg, proteinarm, rohfaserreich – und ganzjährig konsequent. Kein Getreide, keine Silage, keine synthetischen Futterzusätze, keine üppigen Hochleistungsweiden. Naturbelassene Kräuter statt synthetischer Mineralstoffmischungen. Die Fütterung muss spätestens im Winter beginnen, nicht erst wenn die Insekten kommen – denn die Darmflora braucht Monate, um sich zu stabilisieren. Und: Das Immunsystem darf bei Sommerekzem keinesfalls gestärkt werden – es reagiert bereits über. Das ist unsere Nehlsmeinung aus über 26 Jahren Erfahrung, die von fast allen anderen nicht geteilt wird.

Kurz zusammengefasst
  • Die Fütterung ist die Grundvoraussetzung jeder Sommerekzem-Begleitung – ohne sie greifen keine anderen Maßnahmen nachhaltig.
  • Protein ist der kritischste Faktor: zu viel Eiweiß destabilisiert die Darmflora, belastet Leber und Nieren und triggert die allergische Bereitschaft.
  • Mineralien ja – aber naturbelassen über Kräuter, nicht über synthetisch zusammengesetzte Mineralfutter, die das Calcium-Spurenelement-Verhältnis stören können.
  • Ganzjährig: Die Ekzemsaison beginnt nicht im März – sie beginnt in der Darmflora des Winters zuvor.

Warum die Fütterung entscheidender ist als Ekzemerdecke und Insektenschutz

Wer ein Pferd mit Sommerekzem hat, denkt zuerst an die Ekzemerdecke. Dann vielleicht an ein Insektenschutzspray. Die Fütterung kommt – wenn überhaupt – als dritte Maßnahme. Das ist verständlich, denn die Decke wirkt sofort sichtbar. Aber es ist eine Verwechslung von Symptom und Ursache.

Das Sommerekzem ist eine Überreaktion des Immunsystems. Und das Immunsystem sitzt zu über 80 Prozent im Darm. Was das Pferd frisst, bestimmt direkt den Zustand seiner Darmflora – und damit die Reaktionslage seines Immunsystems. Wer die Fütterung nicht anpasst, kämpft mit Decke und Spray gegen eine Ursache, die im Futtertrog liegt.

Die Ekzemerdecke reduziert die Anzahl der Stiche. Das ist gut und sinnvoll. Aber das allergisch sensibilisierte Immunsystem bleibt. Ein einziger Stich an einer ungeschützten Stelle reicht, um die volle Reaktion auszulösen. Wer den Organismus über die Fütterung stabilisiert, verändert die Reaktionslage selbst – nicht nur die Gelegenheit zur Reaktion.

„Die Fütterung ist für das Sommerekzem nicht ein Faktor unter vielen – sie ist die Grundvoraussetzung. Ohne optimale Fütterung wird jede andere Maßnahme langfristig scheitern." Claudia Nehls, Gründerin THZ Tierheilkundezentrum – aus über 26 Jahren Praxisarbeit mit Ekzemerpferden

Das Protein-Paradox: Warum gut gefütterte Pferde besonders häufig erkranken

Einer der auffälligsten Befunde aus der langjährigen Praxis des THZ ist das, was wir das Protein-Paradox nennen: Pferde, die jahrzehntelang auf kargen Weiden gesund waren, erkranken häufig genau dann am Sommerekzem, wenn ihre Besitzer anfangen, sie besonders gut zu versorgen.

Der Hintergrund: Das Pferd ist evolutionär auf karge Steppenkost ausgelegt. Ein Überschuss an Protein – ob aus üppigem Frühjahrsgraswuchs, aus Kraftfutter, aus Luzerne oder eiweißreichen Ergänzungsmitteln – überfordert das Verdauungssystem. Der Dünndarm kann das überschüssige Eiweiß nicht vollständig abbauen. Es gelangt unverdaut in den Dickdarm, wo es von Bakterien fermentiert wird. Dabei entstehen Abbauprodukte wie Ammoniak, die die Darmflora destabilisieren – und damit die Immunregulation.

Über 80 Prozent der Immunzellen sitzen im Darm. Ein gestörter Darm bedeutet eine gestörte Immunregulation. Das Immunsystem, das eigentlich präzise auf Pathogene reagieren sollte, beginnt überzureagieren – auch auf eigentlich harmlose Reize wie Insektenspeichel.

Dieser Zusammenhang unterscheidet die THZ-Sichtweise grundlegend vom Mainstream Viele Anbieter empfehlen bei Sommerekzem, das Immunsystem zu „stärken". Aus unserer Sicht ist das falsch – und kontraproduktiv. Das Sommerekzem ist keine Schwäche des Immunsystems, sondern eine Überreaktion. Immunstimulation verstärkt diese Überreaktion. Ziel muss Regulation sein, nicht Stärkung.

Was raus muss: die kritischen Futtermittel

Die erste und wichtigste Frage bei der Fütterungsanpassung ist nicht, was man hinzufügen kann – sondern was weggelassen werden muss. In der Praxis ist das Weglassen des Falschen oft wirkungsvoller als jede Ergänzung.

Futtermittel / Faktor Warum problematisch
Kraftfutter, Müsli, Getreidemischungen Hohe Stärke- und Zuckerlast destabilisiert die Darmflora, erhöht Insulinausschüttung, fördert Entzündungsbereitschaft
Silage und Heulage Hoher Proteingehalt, oft Mykotoxin- und Keimbelastung, belastet Leber und Darm erheblich
Eiweißreiche Weiden (Frühjahr, frischer Aufwuchs) Massenhafte Proteinzufuhr in kurzer Zeit, Fruktan-Spitzen fördern Dysbiose und Insulinreaktion
Synthetische Futterzusätze, Aromen, Konservierungsstoffe Belasten Leber als primäres Entgiftungsorgan; viele Zusatzstoffe stehen im Verdacht, Allergiebereitschaft zu erhöhen
Luzerne und eiweißreiches Heu Hoher Rohproteingehalt – für Ekzemerpferde in der Regel zu viel, auch wenn die Qualität gut ist
Fertigmineralfutter mit hohem Calciumanteil Calcium konkurriert im Darm mit Zink, Kupfer und Selen um die Aufnahme – kann Spurenelementmangel verursachen trotz Supplementierung
Silage: ein häufig unterschätztes Problem Silage gilt in der modernen Pferdehaltung als praktisch und hygienefreundlich. Für Ekzemerpferde ist sie aus unserer Sicht jedoch besonders ungünstig: hoher Proteingehalt, niedrigerer Rohfaseranteil als Heu, häufige Mykotoxin-Belastung und ein Fermentationsprozess, dessen Nebenprodukte die Darmflora belasten können. Kotwasser als typisches Symptom nach Silagegabe ist ein klares Warnsignal.

Was rein muss: die Bausteine einer ekzemergerechten Fütterung

Raufutter als Basis – strukturreich, proteinarm

Das Grundfutter des Ekzemerpferdes ist qualitativ hochwertiges Heu aus extensiv bewirtschafteten Wiesen – möglichst vom ersten Schnitt, rohfaserreich und proteinarm. Nicht das beste Pferdeheu im Sinne von nährstoffreich, sondern das ursprünglichste im Sinne von karg und strukturreich. Wiesengräser ohne übermäßige Düngung, ohne Intensivanbau, ohne dominante Gräser mit hohem Fruktan-Gehalt.

Stroh als Zusatzraufutter kann sinnvoll sein – es liefert Rohfaser mit sehr wenig Energie und Protein. Wichtig ist dabei die Qualität: kein schimmliges oder mykotoxin-belastetes Stroh.

Weidemanagement – nicht abschaffen, aber anpassen

Kein Pferd sollte wegen Sommerekzems dauerhaft von der Weide ausgesperrt werden. Bewegung auf der Weide ist für das empfindliche Verdauungssystem des Pferdes unverzichtbar – und für sein psychisches Wohlbefinden. Was angepasst werden muss, ist die Art des Weidegangs.

  • Frischer Frühjahrsaufwuchs mit hohem Fruktan- und Proteingehalt: zeitlich begrenzen, besonders kritisch März bis Mai
  • Abgefressene Weiden meiden: Stressgras auf überbeweideten Flächen enthält erhöhte Fruktan- und Mykotoxinmengen
  • Karge, extensiv bewirtschaftete Weiden bevorzugen: natürlich, vielfältig, rohfaserreich
  • Weidezeiten an die Insektenaktivität anpassen: Gnitzen sind in Dämmerung und windstillen Abendstunden aktiv – nicht die Weide verbieten, aber die Zeiten wählen

Naturbelassene Mineralien statt synthetischer Mineralfutter

Hier liegt einer der wichtigsten Unterschiede zwischen dem THZ-Ansatz und vielen anderen Empfehlungen. Fertige Mineralfuttermischungen enthalten in der Regel hohe Calciummengen als Trägerstoff. Calcium konkurriert im Darm mit Zink, Kupfer und Selen um die Aufnahme. Das Ergebnis ist oft paradox: Das Pferd bekommt Mineralfutter, hat aber trotzdem einen Spurenelementmangel – weil das Calcium die Aufnahme blockiert.

Kräuter liefern Mineralien und Spurenelemente in einer Form, die der Körper gut verwerten kann – eingebettet in organische Verbindungen, die die Aufnahme erleichtern, ohne andere Mineralstoffe zu verdrängen. Kieselsäure aus Kräutern (z.B. Brennessel, Schachtelhalm) ist für Haut, Fell und Hufe besonders wertvoll. Kalium, Magnesium, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan und Selen kommen in naturbelassenen Kräutern in einem ausgewogenen Verhältnis vor.

Spurenelemente – was der Ekzemer besonders braucht

Zinkmangel ist einer der häufigsten Befunde bei Pferden mit Hautproblemen. Zink ist an der Zellregeneration, der Wundheilung und der Immunregulation beteiligt. Ein Mangel zeigt sich unter anderem als erhöhte Empfindlichkeit der Haut, schlechte Wundheilung und gestörter Fellwechsel. Der Bedarf ist in Zeiten aktiver Hautprobleme erhöht.

Kupfer arbeitet eng mit Zink zusammen. Ein Mangel an Kupfer zeigt sich oft in Fellveränderungen und beeinträchtigter Hautpigmentierung. Selen ist als Antioxidans wichtig – besonders in Phasen hoher Entzündungsbereitschaft. Mangan spielt eine Rolle in der Knorpel- und Bindegewebsbildung und beeinflusst den Fettstoffwechsel.

Wichtig: Diese Spurenelemente müssen in einem ausgewogenen Verhältnis zueinander vorliegen. Ein isolierter Überschuss eines Spurenelements kann andere verdrängen. Naturbelassene Kräutergemische bringen diese Spurenelemente in einem biologisch sinnvollen Verhältnis mit.

Empfehlung von Tatjana Siebert, Tierheilpraktikerin

Nehls Allergosan-Kräuter Pferd

Naturbelassene Kräutermischung für die Fütterungsbegleitung bei Pferden mit empfindlicher Haut – entwickelt von Claudia Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihrer Haflinger-Stute Sina. Kräuter mit Bezug zu Hautstoffwechsel, Entgiftung und Säure-Basen-Gleichgewicht. Ohne synthetische Zusätze, ohne Getreide.

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Leber und Darm – die zwei Schlüsselorgane bei Sommerekzem

Die Leber als überlastetes Entgiftungsorgan

Die Leber ist das primäre Entgiftungsorgan des Körpers. Bei Ekzemerpferden ist sie häufig dauerhaft belastet – durch Proteinüberschuss, durch Mykotoxine aus Heu und Stroh, durch synthetische Zusatzstoffe im Futter, durch Medikamente (besonders Kortison und Antibiotika bei Langzeitgabe). Eine überlastete Leber kann Allergene weniger effizient abbauen. Die Haut muss einspringen – sichtbar als Juckreiz, Entzündung und Scheuern.

Bitterstoffhaltige Kräuter wie Artischocke, Mariendistel und Löwenzahn können den Gallefluss unterstützen und die Leber entlasten. Sie gehören zur naturheilkundlichen Begleitung des Ekzemers, besonders in der Vorbereitung auf die Ekzemsaison.

Der Darm als Immunzentrum

Über 80 Prozent der Immunzellen des Pferdes sitzen im Darm. Die Darmflora – die Gemeinschaft der Darmbakterien – reguliert, wie das Immunsystem auf Reize reagiert. Eine stabile, artenreiche Darmflora bedeutet eine ausgewogene, regulierte Immunreaktion. Eine destabilisierte Darmflora – durch Proteinüberschuss, Getreide, Antibiotika oder Stress – bedeutet eine fehlergeleitete, überschießende Reaktion.

Was die Darmflora stabilisiert: rohfaserreiches Grundfutter, Bewegung, stressarme Haltung, möglichst naturbelassenes Futter ohne Verarbeitungsrückstände. Was sie destabilisiert: Protein- und Stärkeüberschuss, Antibiotika, Kortison, mangelnde Bewegung, häufige Stallwechsel, Stress.

Ganzjährig – warum der Winter die entscheidende Jahreszeit ist

Die meisten Pferdebesitzer beginnen über die Fütterung ihres Ekzemers nachzudenken, wenn der erste Juckreiz im März sichtbar wird. Das ist zu spät.

Die Darmflora braucht mindestens drei Monate, um sich auf eine veränderte Fütterung einzustellen. Die Leber braucht Zeit, um sich zu regenerieren. Mineralstoffspeicher werden nicht in Wochen aufgefüllt, sondern in Monaten. Wer im Winter mit der Fütterungsanpassung beginnt – proteinarmes Heu, keine synthetischen Zusätze, naturbelassene Kräuterbegleitung – geht stabiler in die Insektensaison als wer im März mit Ergänzungsmitteln nachschießt.

Mineral- und Vitaminmangel entsteht häufig in den Wintermonaten, wenn das Pferd kein frisches Grünfutter bekommt und der Nährstoffgehalt des Heus variiert. Gerade für Ekzemerpferde ist eine kontinuierliche, naturbelassene Mineralstoffversorgung über Kräuter im Winter besonders wichtig.

Praktischer Jahresplan für die Fütterung des Ekzemers Oktober–Februar: Raufutter kontrollieren, proteinarmes Heu sicherstellen, Kräuterbegleitung aufrechterhalten, Leber entlastende Kräuter einbeziehen, keine synthetischen Zusätze. März–April: Frühjahrsgras zeitlich begrenzen, Weidegang schrittweise einführen, Fütterung konsequent beibehalten. Mai–Oktober: Weidezeitenmanagement, konsequente Fütterung, kein Kraftfutter, Kräuterbegleitung ganzjährig. Winter: Nicht nachlassen – dieser Winter entscheidet über den nächsten Sommer.

Was viele Ratgeber empfehlen – und warum wir es anders sehen

Ein Blick in gängige Fütterungsratgeber für Ekzemerpferde zeigt ein Bild, das in Teilen mit unserer Erfahrung übereinstimmt – und in einem zentralen Punkt deutlich abweicht.

Übereinstimmung: Proteinreduktion, Getreideverzicht, Zinkversorgung, Leberfunktion beachten – das sind Empfehlungen, die wir teilen und die in der Praxis nachweislich Bedeutung haben.

Unsere Meinung und Abweichung vom Standard: Viele Anbieter empfehlen explizit, das Immunsystem des Ekzemerpferdes zu stärken. Echinacea, Immunbooster, abwehrstärkende Kräuter. Aus unserer Sicht ist das ein grundlegender Fehler. Das Sommerekzem ist eine Überreaktion – das Immunsystem arbeitet zu intensiv, nicht zu schwach. Wer es weiter stimuliert, verstärkt die Überreaktion. Was gebraucht wird, ist Regulation, keine Stärkung.

Ein weiterer häufiger Fehler: Schwarzkümmelöl wird weitverbreitet als Ergänzung bei Sommerekzem empfohlen. Schwarzkümmelöl hat immunmodulierende Eigenschaften – die Wirkung hängt stark von der individuellen Reaktionslage des Pferdes ab. Es gibt Pferde, die davon profitieren, und Pferde, bei denen es die Symptome verschlechtert. Pauschalempfehlungen sind hier aus unserer Sicht problematisch. Die individuelle Begleitung über eine Haaranalyse kann zeigen, ob und in welcher Form ein Einsatz sinnvoll ist.

Häufige Fragen zur Fütterung bei Sommerekzem

Was darf ein Pferd mit Sommerekzem nicht fressen?
Kraftfutter und Getreide jeder Art, Silage und Heulage, eiweißreiche Weiden im Frühjahr, synthetische Futterzusätze mit Aromen oder Konservierungsstoffen, Luzerne und andere eiweißreiche Leguminosen. Auch calciumreiche All-in-One-Mineralfutter können problematisch sein, weil Calcium die Aufnahme von Zink und Kupfer blockiert.
Was ist das beste Futter für Pferde mit Sommerekzem?
Proteinarmes, strukturreiches Heu aus extensiv bewirtschafteten Wiesen als Basis. Naturbelassene Kräuter zur Mineralstoffversorgung statt synthetischer Mischungen. Kein Kraftfutter, kein Getreide, keine Silage. Wasser in ausreichender Menge. Weidegang auf kargen, extensiven Flächen in angepassten Zeiten.
Hilft Schwarzkümmelöl bei Sommerekzem?
Das ist individuell sehr unterschiedlich. Schwarzkümmelöl hat immunmodulierende Eigenschaften – bei manchen Pferden zeigt es positive Wirkung, bei anderen verschlechtert es die Symptome. Pauschal lässt es sich nicht empfehlen. Aus unserer Sicht ist eine individuelle Abklärung – z.B. über die Haaranalyse – sinnvoller als eine blinde Supplementierung.
Wie lange dauert es, bis die Fütterungsumstellung wirkt?
Die Darmflora braucht mindestens drei Monate, um sich auf eine veränderte Ernährung einzustellen. Erste Verbesserungen können früher sichtbar werden – eine echte Stabilisierung zeigt sich meist erst nach einer vollen Saison konsequenter Begleitung. Wer im Winter beginnt, geht deutlich stabiler in den Frühling.
Darf ein Pferd mit Sommerekzem auf die Weide?
Ja – unbedingt. Bewegung und Weidegang sind für das Wohlbefinden und die Darmgesundheit des Pferdes wichtig. Was angepasst werden sollte, ist die Art des Weidegangs: karge, extensive Weiden bevorzugen, eiweißreichen Frühjahrsaufwuchs zeitlich begrenzen, abgefressene Stressweiden meiden. Die Weide ganz zu verbieten führt zu anderen Problemen – Bewegungsmangel, Hufrehe-Risiko, Verhaltensstörungen.
Wann soll ich mit der Fütterungsumstellung beginnen?
Spätestens im Oktober/November – idealerweise so früh wie möglich. Wer wartet, bis der erste Juckreiz im März sichtbar ist, beginnt zu spät. Die Darmflora und der Mineralstoffhaushalt brauchen Monate, um sich zu stabilisieren. Der Winter ist die entscheidende Vorbereitungszeit für die kommende Ekzemsaison.

Unsere Sets für die Ekzemsaison – innen und außen

Fütterung allein reicht – aber die Saison verlangt auch äußeren Schutz. Unsere beiden Sets verbinden beides: eine naturbelassene innere Fütterungsbegleitung mit äußerem Insektenschutz für rund 50 Tage.

FÜR EMPFINDLICHE PFERDE
Nehls Parasiten-Set – empfindliche Pferde

ca. 50 Tage · Innere Begleitung: Allergosan Kräuter (2 kg) + Haut Itch (500 ml) · Äußere Pflege: Allergosan Insekt Öl (3×0,5 l) + Parasitweg-Spray (4×0,5 l) + Sprühflasche. Entwickelt für Pferde mit empfindlicher Haut und Neigung zu allergischen Reaktionen.

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Nehls Parasiten-Set – Standard

ca. 50 Tage · Innere Begleitung: Haut-Vet (2×750 g) · Äußere Pflege: Allergosan Insekt Öl (2×0,5 l) + Parasitweg-Spray (3×0,5 l) + Pflegepuder (50 g) + Sprühflasche. Für alle Pferde in der Insektensaison.

→ Zum Set
Warum ein Set statt Einzelprodukten? Innere Begleitung allein reicht nicht – der Organismus braucht Unterstützung von innen, aber das Pferd steht draußen in der Insektensaison. Äußerer Schutz allein reicht nicht – ein gestochen empfindliches Pferd reagiert auch bei einem Stich. Beides zusammen über 50 Tage ist das Konzept, das sich in unserer Praxis bewährt hat.

Fütterung angepasst – und trotzdem kein Fortschritt?

Wenn die Fütterungsumstellung allein nicht ausreicht, liegen oft individuelle Hintergründe vor: Leberbelastungen, Darmflora-Störungen, hormonelle Imbalancen oder spezifische Unverträglichkeiten. Die Haaranalyse macht sichtbar, was individuell aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Zur Bioresonanz-Haaranalyse →
Persönliche Beratung
Tatjana Siebert
Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT) · Zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
und unser Team mit Josi, Julia, Sabrina & Vanessa.
Wir stehen für Sie/Euch da – per Beratung oder über die Haaranalyse.