Borreliose Pferd
Borreliose beim Pferd: Die unsichtbare Gefahr unter der Haut
Borreliose ist eine der tückischsten Krankheiten, die Pferde heimsuchen können – still und heimlich kann sie sich über Jahre hinweg im Körper ausbreiten. Die Symptome? So vielfältig wie das Leben selbst und oft unauffällig. Ein schneller Verdacht auf Borreliose bleibt daher meist aus, denn die ersten Anzeichen sehen oft wie ganz gewöhnliche Leiden aus. Da tauchen plötzlich Hufrehe, heftige Rücken- und Gelenkschmerzen oder sogar ernsthafte Augenentzündungen auf, ohne dass man zunächst einen Zusammenhang erkennt.
Lahmheit, Wassereinlagerungen, Hautveränderungen und sogar Durchfall können ebenso auf eine Borreliose hindeuten wie unerklärliches Fieber, Lethargie oder ein abruptes Nachlassen der Leistungsfähigkeit. Eine klare Diagnose ist in solchen Fällen nicht leicht – jedes Indiz muss mühsam gesammelt werden, während der Tierarzt sich durch ein Labyrinth möglicher Ursachen kämpft. Eines jedoch fällt als Differentialdiagnose bei unklaren chronischen Beschwerden immer wieder auf: das Equine Cushing Syndrom, dessen Symptome teilweise ähnlich auftreten können.
Verbreitung und Infektionsrisiko:
Zecken fühlen sich in warmen und feuchten Umgebungen besonders wohl. Mit den milderen Wintern und feuchteren Sommern der letzten Jahre haben sich die Bedingungen für diese Parasiten verbessert, wodurch sie sich stärker vermehren und ihre Aktivitätszeiten verlängern. In Deutschland sind etwa 5–35 % der Zecken mit Borrelien infiziert. In Hochrisikogebieten kann dieser Anteil sogar bis zu 50 % betragen. Nach einem Zeckenstich kommt es in 1,5–6 % der Fälle zu einer Infektion, wobei 0,3–1,4 % der Betroffenen tatsächlich erkranken.
Hochrisikogebiete in Deutschland sind vor allem Teile von Bayern, Baden-Württemberg, Südhessen und Rheinland-Pfalz. Auch in Brandenburg, Thüringen und Sachsen wurden zunehmend hohe Zeckenvorkommen mit Borrelienbelastung festgestellt. Diese Regionen zeichnen sich durch dichte Vegetation, Waldrandlagen, feuchte Böden und günstiges Mikroklima für Zecken aus – Bedingungen, denen Pferde auf Koppeln und bei Ausritten regelmäßig ausgesetzt sind.
Frühstadium: Die heimliche Infektion
Im Anfangsstadium bleibt die Borreliose beim Pferd meist unentdeckt. Die Krankheit setzt fast unbemerkt ein – Müdigkeit, leichtes Fieber und Appetitverlust sind oft die ersten Symptome. Diese werden jedoch schnell als harmloser Infekt abgetan. Gelegentlich sieht man geschwollene Lymphknoten oder bemerkt ein leichtes Lahmen durch steife Gelenke. Nichts davon ist spezifisch genug, um direkt an Borreliose zu denken.
Ein auffälliges Warnsignal wie die charakteristische „Wanderröte“ (eine kreisrunde, rote Hautrötung rund um die Zeckenbiss-Stelle), die beim Menschen häufig auf eine Borrelien-Infektion hindeutet, bleibt beim Pferd aus – schlichtweg deshalb, weil wir sie unter dem Fell nicht sehen können. So bleibt der Erreger unbemerkt und nimmt Fahrt auf, während das Pferd äußerlich vielleicht nur ein bisschen matt wirkt.
Stadium II: Der ungebetene Gast breitet sich aus
Wochen, manchmal sogar Monate nach der Infektion ist die Borreliose bereit für den nächsten Schritt. Die Borrelia burgdorferi-Bakterien verteilen sich im Körper und suchen sich gut durchblutete Regionen wie Gelenke, Muskeln und Bänder, aber auch die Nerven als neue Heimat. Zu diesem Zeitpunkt können vermehrt Lähmungserscheinungen auftreten, und immer wieder schmerzen die Gelenke scheinbar ohne Grund. Fieber bis zu 40°C und eine zunehmende Mattigkeit zeichnen jetzt oft das Bild eines schwer kranken Tieres. Abgesehen von der auffälligen Abgeschlagenheit ähneln die Symptome aber noch immer denen einer Erkältung oder Grippe.
Plötzlich auftretende Koliken, Muskelverkrampfungen oder sogar Entzündungen der Augen können in diesem Stadium dazukommen und die Diagnose zu einem Ratespiel machen. Währenddessen sind die Schäden an Herz, Nieren und Nerven womöglich schon in vollem Gange. Mögliche Komplikationen einer solchen systemischen Ausbreitung reichen von Herzmuskelentzündungen über Nierenschäden bis hin zu neurologischen Störungen. Auch Hirnhautentzündungen oder das gefürchtete Headshaking-Syndrom stehen im Verdacht, in Zusammenhang mit einer chronischen Borreliose zu stehen.
Stadium III: Die Krankheit ergreift die Kontrolle
Monate, manchmal Jahre später, erreicht die Borreliose unbehandelt das dritte Stadium und dringt tief in das Nervensystem und die lebenswichtigen Organe des Pferdes vor. Nun wird die Heilungschance gering, und die Hoffnung auf eine vollständige Genesung sinkt dramatisch. Im Schatten dieser chronischen Erkrankung zeigen sich rheumatische Schmerzen, hartnäckige Entzündungen in Muskeln und Gelenken sowie ernsthafte Schäden an Organen wie Herz, Nieren und Leber.
Degenerative Hautveränderungen, Entzündungen der Huflederhaut und neurologische Auffälligkeiten wie Ataxie oder das genannte Headshaking bringen das Pferd aus dem Gleichgewicht – buchstäblich wie im übertragenen Sinn. Spätestens jetzt ergreift die Borreliose die volle Kontrolle über den Organismus, und das Pferd wird schwer krank. In diesem Stadium steht meist nur noch eine Linderung der Symptome im Vordergrund, da eine vollständige Ausheilung kaum mehr möglich ist.
Diagnose
Die Diagnose einer Borreliose beim Pferd gleicht oft dem Zusammensetzen eines Puzzles. Da fast alle Erkenntnisse über Borreliose aus der Humanmedizin stammen und nur bedingt auf Pferde übertragbar sind, tappen Tierärzte und Forscher hier lange im Dunkeln. Möglicherweise reagieren Tiere völlig anders auf den Erreger als Menschen – vielleicht sogar jede Tierart spezifisch. Vielleicht lässt sich Borrelia burgdorferi zwar nachweisen, richtet aber bei unseren Pferden weit weniger Schaden an als befürchtet. Oder aber manche Symptome passen einfach zufällig ins Bild einer Borreliose, während in Wahrheit eine ganz andere Erkrankung die Ursache ist. Wir wissen es nicht genau. Fest steht: Die eindeutige Diagnose dieser Krankheit beim lebenden Pferd ist bis heute schwierig und bleibt in vielen Fällen spekulativ.
Erschwerend kommt hinzu, dass es verschiedene Unterarten (Genospezies) von B. burgdorferi gibt. Man spricht heute von Borrelia burgdorferi sensu lato, das sich unter anderem in B. burgdorferi sensu stricto, Borrelia garinii sowie Borrelia afzeliiaufteilt. Interessant ist, dass in den USA hauptsächlich B. burgdorferi sensu strictoisoliert wurde, während in Europa alle drei genannten Genospezies vorkommen. Da in den USA das am häufigsten beobachtete Symptom der Lyme-Borreliose eine Arthritis (Gelenkentzündung) ist, geht man heute davon aus, dass B. burgdorferi sensu stricto bevorzugt den Bewegungsapparat befällt. Borrelia garinii verursacht eher disseminierte (im Körper verteilte) Formen der Borreliose bzw. ruft neurologische Störungen hervor (Neuro-Borreliose), während Borrelia afzelii eine Affinität zur Haut hat und dort Symptome wie das Erythema Migrans (EM, Wanderröte) oder die chronische Hautentzündung ACA auslöst. Diese unterschiedlichen Varianten des Erregers unterscheiden sich natürlich in ihrer Oberfläche und Antigenstruktur – was nicht nur die serologische Diagnostik (Antikörpertests), sondern auch die Entwicklung von Impfstoffen schwierig macht.
Spannende Erkenntnisse lieferten Untersuchungen an Hunden unter Laborbedingungen: Zwangsinfizierte Hunde entwickelten 2–5 Monate nach dem Zeckenstich hauptsächlich Lahmheiten. Diese traten schubweise auf – zunächst leichte Lahmheiten, die innerhalb von drei Tagen zunahmen und nach vier Tagen wieder verschwanden. Interessanterweise waren vor allem Ellenbogengelenke sowie Karpal- und Kniegelenke betroffen. Nach der ersten Lahmheit folgte bei den meisten Hunde eine zweite, teils auch eine dritte Episode im Abstand von wenigen Wochen, gelegentlich an anderen Gelenken als zuvor. Abgesehen von Fieberschüben (39,5–40°C) und Apathie zeigten die Hunde während der 17-monatigen Beobachtungsperiode keine weiteren klinischen Anzeichen. Aus unserer Erfahrung lässt sich dieses Bild auch auf Katzen übertragen. Diese Versuche verdeutlichen, wie hinterhältig Borrelien im Körper agieren können, ohne sofort dramatische Symptome auszulösen.
In der Praxis kann ein Antikörpertiter-Test im Blut erste Hinweise auf einen Borrelien-Kontakt liefern. Doch ob gerade eine aktive Infektion vorliegt, ist damit nicht sicher gesagt – der Antikörperspiegel korreliert beim Pferd nicht eindeutig mit dem klinischen Bild. Genauer ist ein Western Blot, der spezifische Eiweißstrukturen von Borrelien identifiziert und so den Verdacht auf eine aktuelle Infektion erhärten kann. Absolut sicher ist letztlich aber nur der direkte Erregernachweis, etwa in einer Probe der Gelenkflüssigkeit oder des Rückenmarks. Diese aufwendigen Verfahren werden selten durchgeführt, können jedoch bestätigen, was zuvor nur Vermutung war: dass die Borreliose ihren unsichtbaren Kampf im Körper des Pferdes bereits begonnen hat.
Die Behandlung: Kein einfacher Weg zurück
Bei allen Labormethoden zur Borreliose beim Pferd sollte man wissen, dass Laborergebnisse immer nur Hilfsmittel sind. Sie ersetzen keinesfalls eine gründliche klinische Untersuchung mit Abklärung aller in Frage kommenden Differentialdiagnosen. Hat man allerdings genügend Puzzleteile zusammen und die Diagnose Borreliose steht im Raum, muss schnell gehandelt werden. In der Human- und Veterinärmedizin besteht die konventionelle Therapie dieser Erkrankung meist in einer längeren Antibiotikabehandlung (Antibiose). Doch genau hier beginnt der schwierige Weg – denn Antibiotika sind im Kampf gegen Borrelien ein zweischneidiges Schwert.
Antibiotika wirken nur in den aktiven Phasen der Borreliose, also wenn die Bakterien sich im Körper gerade vermehren. Borrelia burgdorferi ist jedoch Meister im Versteckspiel – die Erreger können über längere Zeit in inaktiven Ruhezuständen verharren und sich so der Wirkung der Antibiotika entziehen. Währenddessen schädigt ein lange verabreichtes Antibiotikum oft das empfindliche Gleichgewicht der Darmflora; es kann Raum für Pilze und andere unerwünschte Keime schaffen und sogar zu allergischen Reaktionen führen. Mit anderen Worten: Eine Antibiose kann das Pferd schwächen, ohne dass alle Borrelien erwischt werden – denn einige verkriechen sich buchstäblich, bis die „Luft rein“ ist.
Der Wissenschaftler Ritchie C. Shoemaker hat zudem eine weitere Dimension der Borreliose entdeckt. Seine Forschung zeigte: Die von Borrelien freigesetzten Neurotoxine (Nervengifte) stimulieren die Produktion von Zytokinen – Entzündungsbotenstoffen, die den Körper in ständige Alarmbereitschaft versetzen. Antibiotika können zwar die Borrelien selbst zerstören, doch die Toxine und ihre Wirkungen bleiben zunächst bestehen. So kommt es nicht selten vor, dass die Infektion an sich besiegt scheint, die Symptome aber dennoch immer wiederkehren. Das Pferd fühlt sich weiterhin krank, obwohl der labormedizinische Befund vielleicht sogar Entwarnung gibt.
Angesichts dieser Problematik gehen wir im Tierheilkundezentrum Nehls bei der Behandlung von Borreliose einen ganzheitlichen, unterstützenden Weg. In unserer Therapie setzen wir homöopathische und naturheilkundliche Mittel ein, die vor allem das Immunsystem stärken und die Gelenke unterstützen. Denn ein kräftiges Immunsystem und belastbare Gelenke helfen dem Pferd, mit den verbliebenen Erregern und den Entzündungsfolgen besser fertig zu werden. Zur Analyse des Gesamtzustandes – jeder Borreliose-Fall ist anders – nutzen wir unsere bewährte Bioresonanz-Haaranalyse und entwickeln daraus eine individuell zugeschnittene Therapie für jedes Pferd. Auf diese Weise versuchen wir, dem Körper zu helfen, das Gleichgewicht wiederzufinden, anstatt ihn allein mit chemischen Keulen zu traktieren.
Prävention: Das Immunsystem als stärkster Verbündeter
Die vielleicht beste Nachricht in diesem ganzen Themenkomplex: Nicht jedes infizierte Pferd wird tatsächlich krank. Ein starkes Immunsystem kann die Borrelien oft in Schach halten oder sogar gänzlich verhindern, dass sie sich im Organismus festsetzen. Artgerechte Haltung mit viel Bewegung, eine stressfreie Umgebung und eine ausgewogene Ernährung sind daher die Basis jeder Borreliose-Vorsorge. Bei der Fütterung sind hochwertige, naturbelassene Nährstoffe zu empfehlen Nehls Allergosan Kräuter zur Unterstützung einer schlagkräftigen Immunabwehr bei. Für Pferdehalter gilt: Je mehr Sie für die Immunstärkung Ihres Pferdes tun, desto besser stehen die Chancen, dass eine Borreliose gar nicht erst zur Bedrohung wird.
Doch selbst das fitteste Immunsystem kann einen Zeckenstich an sich nicht verhindern. Und jede Zecke, die gar nicht erst zubeißt, nimmt dem Borreliose-Risiko den Wind aus den Segeln. Angesichts der zunehmenden Zeckenverbreitung – bedingt durch milde Winter und veränderte Klimabedingungen sind Zecken inzwischen von Frühjahr bis spät in den Herbst aktiv und in immer mehr Regionen anzutreffen – ist ein konsequenter Zeckenschutz wichtiger denn je. Wo früher vielleicht im Hochsommer ein paar Zecken auf der Weide lauerten, streifen heute oft schon im Frühling die ersten kleinen Blutsauger durchs Fell unserer Pferde. Entsprechend sollte das Motto lauten: Zecken gar nicht erst ans Pferd heranlassen!
Viele Pferdebesitzer zögern allerdings, auf chemische Keulen zur Zeckenabwehr zurückzugreifen. Spot-On-Präparate oder Insektizide können Nebenwirkungen haben und die Haut irritieren. Zum Glück bietet die Naturheilkunde sanfte, aber wirkungsvolle Alternativen, um Pferde vor Zecken und anderen Plagegeistern zu schützen. Aus unserer langjährigen Erfahrung haben wir im Tierheilkundezentrum Nehls ein ganzheitliches Zeckenschutz-Konzept entwickelt, das sowohl äußerlichals auch innerlich ansetzt – und komplett auf natürlichen Produkten basiert.
Natürliche Zeckenabwehr von außen und innen
Unser Ansatz kombiniert mehrere Maßnahmen, die sich ideal ergänzen. Tatsächlich haben wir unsere bewährten Produkte gegen Zecken und Insekten in einem speziellen Gesamtpaket für Pferde gebündelt: dem
Nehls Bremsen-Fliegen-Kriebelmücke-Zecken-Paket (auch bekannt als das
„Bremsen-, Zecken-, Kriebelmücken & mehr“-Paket für Pferde). Dieses Paket deckt alle wichtigen Aspekte ab, um die lästigen Parasiten fernzuhalten –
von außen und von innen.
Zum einen bietet ein spezielles Insektenöl auf Pflanzenbasis einen langanhaltenden Schutz:
Nehls Allergosan Insekt-Öl. Darin steckt eine sorgfältig abgestimmte Mischung aus pflegenden Pflanzenölen – unter anderem Sonnenblumenöl, Olivenöl, Avocadoöl, Schwarzkümmelöl und Nachtkerzenöl – kombiniert mit ausgewählten ätherischen Ölen wie Zitrone und Eukalyptus. Diese Rezeptur wurde aus der Praxis heraus entwickelt. Das Öl zieht gut ins Fell ein, macht die Haut geschmeidig und löst trockene Schuppen oder Krusten. Gleichzeitig entfalten die Inhaltsstoffe eine starke abwehrende Wirkung gegen Insekten. Der frische Zitronenduft wirkt antiseptisch und beruhigend auf irritierte Haut, während Eukalyptusöl für Insekten (besonders Zecken und Mücken) äußerst abschreckend ist. Zusätzlich kühlt Eukalyptus die Haut und lindert den Juckreiz, falls doch einmal ein Stich passiert ist. Mit dem Allergosan Insekt-Öl pflegen wir also nicht nur die Haut unseres Pferdes, sondern erschaffen auch einen
natürlichen Schutzschild gegen Zecken, Bremsen und andere Plagegeister. In der Anwendung wird es einfach entlang der Rückenlinie dünn aufgetragen – ähnlich wie man es von chemischen Spot-On-Produkten kennt, nur eben ohne Chemie. Meist genügt eine Anwendung pro Tag oder nach Bedarf, etwa bevor das Pferd auf die Weide geht.
Für Pferde, die besonders empfindlich auf starke Düfte reagieren, oder generell, wenn man einen weniger öligen Schutz bevorzugt, gibt es als Alternative bzw. Ergänzung
Nehls Sina’s Parasitweg-Spray. Dieses Insektenschutzspray haben wir speziell für allergieempfindliche Pferde (übrigens auch für Ponys, Esel und sogar Hunde) entwickelt. Es kommt
ganz ohne ätherische Öle aus und ist damit
allergenfrei. Stattdessen basiert es auf rein natürlichen Zutaten wie Essig, Knoblauch und Zitrone. Diese Mischung klingt simpel, hat aber eine hervorragende Wirkung: Das Spray schützt zuverlässig vor Fliegen, Bremsen, Mücken, Milben, Zecken und anderen Lästlingen, ohne die Haut zu reizen. Weil es nicht fettet, hinterlässt es kein klebriges Fell – ein Vorteil an heißen Sommertagen, wenn das Pferd schwitzt.
Sina’s Parasitweg-Spray wurde nach unserer Haflingerstute
Sinabenannt, die bei gewöhnlichen Fliegensprays mit ätherischen Ölen immer mit Hautausschlag reagierte. Für sie brauchten wir eine sanftere Lösung – und genau die stellt dieses Spray dar. In der Praxis hat sich gezeigt, dass eine sparsame Anwendung völlig genügt, da das Spray sehr konzentriert ist. Je nach Insektenaufkommen kann man das Pferd ein- bis zweimal täglich leicht einsprühen. Eine Anwendung hält etwa
acht Stunden die Plagegeister fern. Und sollte man das Nachsprühen einmal vergessen haben und das Pferd schon einen Stich abbekommen haben, kann man
Nehls Sina’s Parasitweg-Spray direkt auf die Stichstelle sprühen: Es kühlt angenehm, nimmt die Schwellung und unterstützt so die Heilung. Dieses Spray ist also nicht nur vorbeugend, sondern auch
akut bei Insektenstichen eine echte Hilfe.
Ergänzend zur Öl- und Spray-Anwendung von außen kann man
Nehls Pflegepuder einsetzen. Dieses Hautpuder ist ein
hautberuhigendes Pflegeprodukt aus natürlichen Inhaltsstoffen. Es enthält feine Tonminerale und Harnstoff. Für uns Menschen ist es praktisch geruchlos, doch auf der Haut des Pferdes bewirkt es etwas Entscheidendes: Der Hautgeruch verändert sich für Zecken & Co. auf subtile Weise. Parasiten wie Zecken, Milben, Haarlinge und Flöhe finden das Pferd durch das Puder „unattraktiv“ – sie mögen den Geruch nicht und lassen sich deutlich seltener nieder. So schafft das Pflegepuder eine zusätzliche Schutzbarriere. Man pudert damit ein bis drei Mal täglich dünn insbesondere die Körperstellen ein, an denen sich Zecken gern festbeißen (zum Beispiel Brust, Bauchlinie, Ganaschenbereich oder Innenschenkel). Das Nehls Pflegepuder fettet nicht und kann auch auf irritierte oder ekzemgeplagte Hautpartien gegeben werden, um diese zu beruhigen und gleichzeitig vor weiterem Parasitenbefall zu schützen.
Den Rundumschutz komplettiert schließlich die innere Anwendung:
Nehls Haut-Vet – unser natürliches Ergänzungsfuttermittel zur Parasitenvorbeugung
von innen. Dieses Pulver zum Einmischen ins Futter ist im Kern nichts anderes als hochwertige
Bierhefe. Bierhefe enthält einen natürlichen Vitamin-B-Komplex und zahlreiche Mineralstoffe, die insbesondere den Hautstoffwechsel anregen und unterstützen. Wir haben Haut-Vet ursprünglich für Hunde und Katzen entwickelt, aber selbstverständlich profitieren auch Pferde davon. Durch die tägliche Gabe von Bierhefe in ausreichender Menge wird die Haut des Pferdes optimal mit Nährstoffen versorgt und ihre Stoffwechselaktivität erhöht. Die Haut übernimmt wichtige Funktionen: Sie ist Teil des Immunsystems, Barriere gegen Umweltreize und mitverantwortlich für ein gesundes, glänzendes Fell. Ein aktiver Hautstoffwechsel bedeutet, dass abgestorbene Zellen schneller erneuert und Abfallstoffe rascher ausgeschieden werden.
Das Ergebnis: Das Hautmilieu verändert sich so, dass Zecken, Flöhe und anderes Ungeziefer sich darauf
nicht mehr wohlfühlen und fernbleiben. Man könnte salopp sagen, das Pferd wird für Zecken
“ungezogen“ – sie suchen sich lieber einen anderen Wirt. Darüber hinaus liefert Nehls Haut-Vet weitere Vitamine und Mineralien, um etwaige ernährungsbedingte Mangelerscheinungen auszugleichen und auch nervöse Pferde ruhiger zu stimmen. Ein gesunder Darm wird ebenfalls gefördert, was wiederum das Immunsystem stärkt. Wir haben zudem Montmorillonit (ein natürliches Tonmineral, auch als Bentonit bekannt) als Zusatz beigefügt. Dieses wirkt wie ein Schwamm im Verdauungstrakt: Es bindet Giftstoffe, Schwermetalle und andere Fremdstoffe und hilft, sie mit dem Kot aus dem Körper zu transportieren. So wird gleichzeitig eine sanfte
Entgiftung unterstützt – etwas, das chronisch kranken oder durch Medikamente belasteten Pferden sehr zugutekommt.
Nehls Haut-Vet wird in der zeckenreichen Jahreszeit, also von Frühjahr bis Spätherbst, täglich gefüttert. Für ein Großpferd empfehlen wir zwei Mal täglich zwei gehäufte Esslöffel unter das Futter zu mischen; Ponys und Esel bekommen entsprechend weniger, Hunde und Katzen natürlich deutlich geringere Mengen (für sie gibt es abgestufte Dosierungsempfehlungen). Die meisten Pferde fressen das Hefe-Pulver problemlos mit, man kann es bei mäkeligen Essern auch mit etwas Apfelmus oder Mash anfeuchten.
Die Kombination dieser inneren und äußeren Maßnahmen hat sich als äußerst wirkungsvoll erwiesen. Unser Nehls Zecken-Abwehr-Paket für Pferde bietet also ein rundum natürliches Schutzschild: Das Insekten-Öl und das Parasitweg-Spray halten die Plagegeister vom Fell fern, das Pflegepuder verändert zusätzlich den „Duft“ der Hautoberfläche, und durch die kontinuierliche Fütterung von Haut-Vet wird das Pferd gewissermaßen von innen heraus für Zecken uninteressant. Gleichzeitig wird Haut und Fell in Top-Zustand versetzt, was wiederum auf natürlichem Weg Schutz bietet – ein gesundes, dichtes Fell lässt sich nämlich nicht so leicht von Insekten durchdringen. Viele unserer Kunden berichten, dass ihre Pferde mit dieser Methode erheblich weniger Zecken mit nach Hause bringen. Und sollten sich doch mal einzelne Zecken festbeißen, sind die Tiere dank der Stärkung von innen oft widerstandsfähiger, so dass eine Infektion gar nicht erst Fuß fasst. Natürlich bleibt eine hundertprozentige Sicherheit schwierig – aber jede Zecke, die gar nicht erst zubeißt, ist ein Gewinn.
Abschließend sei erwähnt:
Natürlicher Zeckenschutz ist nicht nur für Pferde ein Thema. Auch Hunde und Katzen, die uns auf Ausritten begleiten oder im Stallumfeld leben, können Opfer von Zecken werden – und Borreliose oder andere Krankheiten davontragen. Zudem können sie als „Taxi“ für Zecken dienen, die dann vielleicht aufs Pferd übergehen. Daher haben wir für die kleineren Vierbeiner das
Nehls Zeck-Ex entwickelt. Dabei handelt es sich um ein rein natürliches, lokal anzuwendendes Mittel gegen Zecken, das speziell für
Hunde und Katzen konzipiert ist. Die Anwendung ist einfach und ähnlich wie beim Pferde-Öl: Man trägt
Nehls Zeck-Ex tropfenweise entlang der Rückenlinie von der Schulter bis zum Schwanz auf. Am besten vor jedem Aufenthalt im Freien, bei Freigänger-Katzen einmal täglich. Die Inhaltsstoffe lesen sich unspektakulär – auch hier sind es Essig, Knoblauch und Zitrone – doch genau diese Kombination hält Zecken effektiv fern. Das Beste daran:
Nehls Zeck-Ex ist völlig ungiftig und unschädlich, selbst wenn das Tier sein Fell ableckt. Im Gegensatz zu manch chemischem Zeckenhalsband muss man also keine Sorge haben, wenn die Katze sich putzt oder der Hund mit den Kindern schmust. Zeck-Ex ist außerdem
allergenfrei und somit selbst für sehr empfindliche Tiere geeignet, die auf gängige Spot-Ons mit Hautreizungen reagieren. Ein Fläschchen (100 ml) reicht in der Regel für die ganze Zeckensaison, denn das Mittel ist äußerst sparsam in der Anwendung. So können wir auch unsere Hunde und Katzen zuverlässig schützen und das Borreliose-Risiko für alle minimieren.
Fazit: Die Borreliose beim Pferd bleibt eine unsichtbare Gefahr, die wir ernst nehmen müssen – gerade weil sie so schwer zu diagnostizieren und zu behandeln ist. Umso wichtiger ist es, vorzubeugen. Mit einer Kombination aus einem starken Immunsystem und sanfter, natürlicher Zeckenabwehr können wir unseren Pferden enorm helfen. Jedes kleine Kraut, jedes natürliche Öl und jedes liebevoll entwickelte Produkt, das einen Zeckenbiss verhindert, ist letztlich mehr wert als das stärkste Antibiotikum im Nachhinein. Unsere Pferde danken es uns mit Gesundheit und Lebensfreude. Genießen wir also den Frühling und Sommer mit unseren Vierbeinern, ohne ständige Sorge vor Zeckenbissen – die Natur hält die Mittel bereit, wir müssen sie nur nutzen. Vorbeugen ist eben besser als Heilen, und in diesem Sinne wollen wir unsere besten Freunde geschützt wissen, bevor die unsichtbare Gefahr überhaupt zuschlagen kann.