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Equines Asthma beim Pferd – COB, RAO, IAD erklärt & naturheilkundlich begleiten

Equines Asthma beim Pferd – COB, RAO, IAD erklärt & naturheilkundlich begleiten

 

 

 

 

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Atemwege-Cluster

Equines Asthma beim Pferd

COB, RAO, IAD, COPD – was steckt hinter diesen Begriffen, wie entsteht Equines Asthma und wie kann man Pferde dauerhaft begleiten?

Über die Autorinnen
Claudia NehlsTierheilpraktikerin · Gründerin THZ Tierheilkundezentrum Nehls · seit 1998
Equines Asthma in allen Schweregraden – von frühen IAD-Verläufen bis zu ausgeprägter Dämpfigkeit – gehört seit 26 Jahren zu den Schwerpunkten im THZ. Claudia Nehls begleitet auch Pferde, die schulmedizinisch als austherapiert gelten.
Katrin KnechtTierärztin · über 20 Jahre Naturheilkunde · Walme 22, 34414 Warburg-Scherfede
Tierärztin Katrin Knecht bringt die veterinärmedizinische Diagnostik- und Therapieperspektive ein – von der BAL-Diagnostik bis zur Einschätzung, wann schulmedizinische Akutmaßnahmen sinnvoll sind.
Kurz erklärt

Equines Asthma ist der aktuelle Oberbegriff für alle chronischen, nicht-infektiösen Atemwegserkrankungen beim Pferd – früher bekannt als COB, COPD, RAO oder IAD. Es gibt zwei Hauptformen: milde bis moderate Verläufe (früher IAD) und schwere obstruktive Verläufe (früher RAO, im Endstadium Dämpfigkeit). Die Erkrankung ist nicht heilbar, aber mit konsequentem Management und naturheilkundlicher Begleitung gut kontrollierbar – bis zur Beschwerdefreiheit im Alltag.

COB, COPD, RAO, IAD – was bedeutet was?

Die Fachbegriffe für chronische Atemwegserkrankungen beim Pferd haben sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach verändert. Das führt zu erheblicher Verwirrung bei Pferdehaltern – und manchmal auch bei Fachleuten. Hier eine klare Einordnung:

Alle Begriffe im Überblick – was heute wie heißt
  • Equines Asthma – aktueller internationaler Oberbegriff für ALLE chronischen, nicht-infektiösen Atemwegserkrankungen beim Pferd
  • IAD (Inflammatory Airway Disease) – milde bis moderate Form; früher als COB oder leichte COPD bezeichnet. Betrifft oft jüngere Pferde, keine forcierte Atmung in Ruhe.
  • RAO (Recurrent Airway Obstruction) – schwere Form; früher als COPD oder Dämpfigkeit bezeichnet. Meist ältere Pferde ab 10 Jahren, akute Atemnot möglich.
  • SPAOPD – Sommerweiden-assoziierte obstruktive Lungenerkrankung; Pferde reagieren auf Weidepollen und -schimmel, nicht auf Stallaub.
  • COB / COPD – ältere Bezeichnungen, die heute unter Equines Asthma zusammengefasst werden. Werden noch häufig verwendet.
  • Dämpfigkeit – klinisches Endstadium der schweren RAO mit Lungenemphysem; sichtbar als „Dampfrinne" an der Bauchwand.

Im THZ sprechen wir bewusst weiterhin von Bronchitis, chronischer Bronchitis oder Heustaub-Empfindlichkeit – weil der Begriff „Asthma" bei Pferdehaltern oft eine falsche Erwartungshaltung weckt. Die Realität ist: Jeder Verlauf ist individuell, und kein Pferd reagiert gleich.

Wie entsteht Equines Asthma?

Equines Asthma entsteht durch das Zusammenspiel dreier Faktoren: genetische Veranlagung, wiederholte inhalative Reize und – entscheidend – unzureichende Regeneration nach akuten Erkrankungen.

Genetische Veranlagung

Pferde jeder Rasse können erkranken, aber es gibt eine nachgewiesene erbliche Komponente. Bestimmte Pferdelinien zeigen eine erhöhte Anfälligkeit – interessanterweise oft dieselben, die auch zu Sommerekzem neigen. Das Immunsystem reagiert in diesen Fällen generell überempfindlicher auf Umweltreize.

Wiederholte inhalative Reize

Heustaub, Schimmelpilzsporen, Endotoxine, Ammoniak, Pollen – all das reizt die Bronchialschleimhaut. Bei einmaligem Kontakt erholt sich die Lunge. Bei dauerhafter Exposition kommt es zu chronischen Entzündungsprozessen: Die Bronchialwände verdicken sich, die Schleimproduktion steigt, die Muskulatur der Bronchien verengt sich zunehmend. Das Pferd wird überempfindlich – irgendwann reichen geringe Reize für eine starke Reaktion.

Nicht vollständig ausgeheilte Infekte

Ein verschleppter viraler oder bakterieller Infekt ist einer der häufigsten Ausgangspunkte für chronische Verläufe. Das Pferd wirkt nach wenigen Tagen wieder munter – aber die Schleimhautregeneration ist noch nicht abgeschlossen. Zu frühe Belastung erhöht das Chronifizierungsrisiko erheblich. In unserer Praxis sehen wir das regelmäßig: Ein „normaler" Winterhusten, zu früh wieder geritten, der Anfang eines jahrelangen Problems.

THZ-Erfahrung aus 26 Jahren Praxis

Das Pferd ist ein Vagotoniker – das parasympathische Nervensystem überwiegt. Das erklärt die erhöhte Anfälligkeit für Atemwegsprobleme, aber auch für Koliken. Viele chronische Atemwegsverläufe beginnen mit einem unscheinbaren Infekt, der nicht vollständig auskuriert wurde. Geduld beim Auskurieren ist keine Schwäche – sie ist Prävention.

Und: Immunstimulierende Kräuter wie Echinacea, Mistel oder Sonnenhut sind bei allergisch bedingtem Equinem Asthma kontraindiziert. Sie können den allergischen Prozess verstärken.

Symptome – von IAD bis RAO

Mildes bis moderates Equines Asthma (IAD)

  • Gelegentlicher Husten beim Antraben oder bei staubiger Umgebung
  • Leistungsminderung, die sich schleichend entwickelt
  • Leichter Nasenausfluss nach Belastung (klar oder weißlich)
  • Keine forcierte Atmung in Ruhe
  • Symptome oft bei heißem Wetter stärker ausgeprägt

Schweres Equines Asthma (RAO)

  • Häufiger Husten auch in Ruhe
  • Deutlich erhöhte Atemfrequenz in Ruhe
  • Sichtbar verstärkte Flanken- und Bauchatmung
  • Nasenausfluss vermehrt, zähflüssig, gelblich
  • Akute Atemnot-Episoden möglich
  • Gewichtsverlust durch Erschöpfung beim Atmen
  • „Dampfrinne" (bei fortgeschrittener Dämpfigkeit) – sichtbare Muskelkante entlang der Bauchwand
Wann sofort zum Tierarzt? Bei akuter Atemnot, Fieber, beidseitigem Nasenausfluss oder deutlicher Verschlechterung des Allgemeinbefindens sofort tierärztliche Hilfe. Chronischer Husten ohne diese Zeichen sollte ebenfalls zeitnah diagnostisch abgeklärt werden – je früher, desto besser lassen sich chronische Umbauprozesse begrenzen.

Wie wird Equines Asthma diagnostiziert?

Die Diagnose liegt beim Tierarzt. Für eine sichere Einordnung sind in der Regel mehrere Untersuchungsschritte notwendig:

  • Klinische Untersuchung – Abhorchen der Lunge, Beurteilung der Atemfrequenz und Atemtiefe, Allgemeinbefinden
  • Bronchoskopie (Atemwegsspiegelung) – Beurteilung von Schleimmenge und -beschaffenheit in der Luftröhre
  • Bronchoalveoläre Lavage (BAL) – Lungenspülprobe zur Bestimmung der Entzündungszellen; gibt Aufschluss über Schweregrad und Art des Equinen Asthmas
  • Röntgen – bei schweren Verläufen zur Beurteilung des Lungengewebes
  • Blutuntersuchung – Ausschluss infektiöser Ursachen, Entzündungsparameter

Eine wichtige Unterscheidung: IAD und RAO unterscheiden sich in der Zusammensetzung der Entzündungszellen in der BAL. Das ist für den Behandlungsplan relevant. Eine Diagnose „nach Gefühl" reicht für eine fundierte Begleitung nicht aus.

Naturheilkundliche Begleitung beim Equinen Asthma

Equines Asthma ist nicht heilbar – aber die Symptome lassen sich bei konsequentem Management und individuell abgestimmter Begleitung sehr deutlich reduzieren. Unser Ansatz im THZ verbindet fünf Ebenen.

Ebene 1: Staubreduktion – Grundvoraussetzung

Ohne konsequente Staubreduktion am Fressplatz und im Stall ist jede weitere Maßnahme in ihrer Wirkung begrenzt. Details dazu im Artikel Heustaub reduzieren – Haltung & Fütterung.

Aus unserer Praxis

Nehls Heustaub-Stopp

Bindet Staubpartikel direkt am Fressplatz, kann auch auf Einstreu eingesetzt und zur Inhalation genutzt werden.

→ Mehr erfahren

Ebene 2: Fütterung anpassen

Stärke- und zuckerreduzierte Ration, qualitativ hochwertiges Heu, kein Getreide bei aktiver Atemwegsproblematik. Bei schwerem Verlauf ggf. Umstellung auf gewässertes Heu oder Heucobs – unter Beobachtung der Verdauungsverträglichkeit.

Aus unserer Praxis

Nehls Pferdefutter Atemwege

Staubfrei und allergenarm, mit Bronchialkräutern. Entwickelt für Pferde mit chronischen Atemwegsproblemen.

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Ebene 3: Bronchialkräuter über die Fütterung

Bewährte Bronchialkräuter wie Thymian, Spitzwegerich, Eibisch, Königskerze, Anis und Fenchel können die Atemwegsfunktion fütterungsbezogen begleiten. Wichtig: Keine immunstimulierenden Kräuter bei allergisch bedingtem Verlauf.

Aus unserer Praxis – zählt zu unseren meistverkauften Produkten

Nehls Broncho-Elexier & Nehls Broncho-Fit

Broncho-Elexier (flüssig, mit Eucalyptus, Anis, Fenchel, Thymian, Weißdorn) und Broncho-Fit (getrocknete Kräuter) – entwickelt aus 26 Jahren Praxiserfahrung, ohne immunstimulierende Bestandteile.

→ Broncho-Elexier  |  → Broncho-Fit

Ebene 4: Inhalation

Inhalation befeuchtet die Atemwege, kann den Schleimabtransport unterstützen und ist besonders bei fortgeschrittenen Verläufen wertvoll. Im THZ empfehlen wir Inhalation mit dem Nehls Kräuterfluid als ergänzende Maßnahme.

Aus unserer Praxis

Nehls Kräuterfluid (Inhalator)

Speziell für die Inhalation bei Pferden mit Atemwegsproblemen entwickelt.

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Ebene 5: Individuelle Haaranalyse

Bei chronischen Verläufen – besonders wenn Haltungsoptimierung und Standardmaßnahmen nicht ausreichend helfen – kann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" individuelle Hintergrundbelastungen und Sensibilitäten sichtbar machen. Viele unserer Atemwegspferde haben neben Heustaub weitere Allergene, die erst durch die Haaranalyse sichtbar werden. Kennt man diese, lassen sich die Empfehlungen erheblich gezielter ausrichten.

Was Pferdehalter berichten

„Dagobert Duck: Seit vielen Monaten in Behandlung bei verschiedenen Tierärzten, sogar in einer Pferdeklinik – nichts brachte nachhaltige Stabilisierung. Cortison, Desensibilisierung, Inhalieren, Umstellung in einen Offenstall, Heu einweichen – kurzum: nichts half dauerhaft. Dann die Haaranalyse. Es dauerte ca. 5 Wochen, dann hustete er weniger. Weitere 8 Wochen später hatte Dago wieder Kondition und hustete kaum noch. Nach ca. 4 Monaten hustete er nicht mehr. Jetzt nach 1 Jahr kann ich sagen: er hat nach meiner Beobachtung seitdem nicht mehr gehustet."

Dagobert Duck · Irene, THZ-Kundin

„Lady: Husten, extreme Verschleimungen, Bauchatmung, Atemnot – selbst Kortison zeigte keine spürbare Entlastung mehr. Wir haben sie aus dem Turniersport genommen. Nach der Haaranalyse und den Kräuterempfehlungen: Lady zeigt nach unserer Wahrnehmung keine Bauchatmung mehr und keinen Husten. Meine Tochter hat sie bereits wieder behutsam ins Training integriert – wir sind zuversichtlich, dass Lady in der nächsten Saison wieder an den Start gehen kann."

Lady, Ponystute · Familie Fischer, THZ-Kundin

„Silfri, 28 Jahre alter Ponymann, von mehreren Tierärzten aufgegeben. Chronische allergische Bronchitis, kaum Luft, Einschläfern empfohlen. Nach 6 Monaten Begleitung über die Haaranalyse: stabil, ruhige Atmung, keine ausgeprägten Luftprobleme mehr, die Dampfrinne war nach Wahrnehmung der Besitzerin nicht mehr vorhanden. Silfri hat sogar eine schwere Kolik-Operation ohne zusätzliche Atemwegsprobleme überstanden."

Silfri, Pony · Christiane, THZ-Kundin

Ihr Pferd leidet unter Equinem Asthma?

Wir begleiten Atemwegspferde seit 26 Jahren – auch schwere Verläufe, die woanders als austherapiert galten. Starten Sie mit der individuellen Haaranalyse.

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →

Häufige Fragen zu Equinem Asthma beim Pferd

Was ist Equines Asthma beim Pferd?
Equines Asthma ist der aktuelle Oberbegriff für alle chronischen, nicht-infektiösen Atemwegserkrankungen beim Pferd – früher bekannt als COB, COPD, RAO oder IAD. Es handelt sich um eine chronische Entzündung der unteren Atemwege, die durch Umweltreize wie Heustaub, Schimmelpilzsporen oder Ammoniak ausgelöst wird.
Was ist der Unterschied zwischen IAD und RAO?
IAD (Inflammatory Airway Disease) ist die milde bis moderate Form – Pferde zeigen keine forcierte Atmung in Ruhe, die Leistungsminderung ist das häufigste Zeichen. RAO (Recurrent Airway Obstruction) ist die schwere Form mit akuter Atemnot, forcierter Bauchatmung und im Endstadium Dämpfigkeit. Aus einer unbehandelten IAD kann eine RAO werden.
Ist Equines Asthma heilbar?
Nein – eine vollständige Heilung ist bei chronischen Verlaufsformen nicht möglich, da strukturelle Veränderungen in den Atemwegen irreversibel sind. Mit konsequentem Management, Staubreduktion und naturheilkundlicher Begleitung können Symptome jedoch sehr deutlich reduziert werden – bis zur Beschwerdefreiheit im Alltag. Frühe Stadien (IAD) sind besser zu begleiten als fortgeschrittene.
Wie wird Equines Asthma diagnostiziert?
Durch den Tierarzt – mit klinischer Untersuchung, Bronchoskopie (Atemwegsspiegelung), bronchoalveolärer Lavage (BAL) zur Bestimmung der Entzündungszellen, ggf. Röntgen und Blutuntersuchung. Eine Diagnose ohne diese Untersuchungen ist unsicher, da viele Symptome auch andere Ursachen haben können.
Was ist SPAOPD?
SPAOPD (Summer Pasture-Associated Obstructive Pulmonary Disease) ist eine Sonderform des Equinen Asthmas: Pferde reagieren nicht auf Stallaub, sondern auf Pollen und Schimmel auf der Weide. Betroffen sind Pferde, die im Stall wenig Probleme haben, auf der Weide im Sommer aber stark hussten. Diese Form wird häufig übersehen.
Darf man ein Pferd mit Equinem Asthma reiten?
Moderates, angepasstes Reiten kann sinnvoll sein – Bewegung fördert die Durchblutung der Lunge und hilft beim Schleimabtransport. Überlastung und Training bei akuten Beschwerden sind kontraproduktiv. Im akuten Schub vollständige Schonung. Die Belastungsintensität immer mit dem Tierarzt abstimmen.
Warum hustet nur ein Pferd im Stall, obwohl alle dieselben Bedingungen haben?
Weil individuelle Faktoren eine entscheidende Rolle spielen: genetische Prädisposition, frühere Infektionen, aktueller Immunstatus, Stoffwechselbelastung und Alter. Atemwege sind nicht isoliert zu betrachten – sie stehen in enger Wechselwirkung mit Stoffwechsel, Immunsystem und Gesamtbelastung des Organismus.
Über die Autorinnen
Claudia Nehls
Tierheilpraktikerin · Gründerin THZ Tierheilkundezentrum Nehls · seit 1998
Claudia Nehls begleitet Pferde mit Equinem Asthma in allen Schweregraden seit 26 Jahren. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf Fällen mit schwerem Verlauf – Pferde, bei denen Kortison, Ventipulmin und Lungenspülung keine dauerhafte Verbesserung gebracht haben. 
Katrin Knecht
Tierärztin · über 20 Jahre Naturheilkunde · Walme 22, 34414 Warburg-Scherfede
Tierärztin Katrin Knecht bringt die veterinärmedizinische Diagnostik- und Therapieperspektive ein und ist bei komplexen oder schwerwiegenden Fällen in die Begleitung eingebunden.
Wir stehen für Sie da – per Beratung oder über die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse": +49 5642 988-8826