Wir helfen Ihnen! Suchen Sie Rat? Wissen Sie nicht weiter? Wir sind für Sie da: +49 171 18 547 23 oder +49 151 144 211 26

Sommerekzem - Symptome erkennen

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Sommerekzem-Cluster

Sommerekzem beim Pferd erkennen – erste Anzeichen, Symptome und die drei Stadien

Von der ersten Unruhe bis zur offenen Wunde – je früher erkannt, desto besser für das Pferd

Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und als Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis in verschiedenen Kapiteln beschrieben und dann im Team mit unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) und auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV).
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig.
Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Begleitung.
Kurze Antwort: Woran erkenne ich Sommerekzem beim Pferd?

Die ersten Zeichen sind meist Verhaltensveränderungen: Das Pferd wird unruhig, schlägt mit dem Schweif, scheuert sich an Pfosten und Bäumen – oft schon in der Abenddämmerung, wenn die Gnitzen schwärmen. Körperlich zeigen sich zunächst kleine Papeln (Erhebungen) unter der Haut besonders an Mähnenkamm und Schweifrübe. Daraus entsteht intensiver Juckreiz, Haarverlust, und im fortgeschrittenen Stadium offene, nässende Wunden. Das Sommerekzem verschwindet im Winter – kehrt aber jeden Sommer zurück, wenn keine Ursachenarbeit geleistet wird.

Kurz zusammengefasst
  • Das erste sichtbare Symptom ist nicht die Haut – es ist das Verhalten. Unruhe, Schweifschlagen und Scheuern erscheinen, bevor Hautveränderungen sichtbar werden.
  • Typische Körperstellen: Mähnenkamm, Schweifrübe, Bauchnaht. Im fortgeschrittenen Verlauf auch Ohren, Stirn, Kinn und Hüfthöcker.
  • Das Sommerekzem verläuft in drei Stadien – von Papeln über Haarverlust bis zu offenen Wunden. Wer Stadium 1 erkennt, kann frühzeitig handeln.
  • Ähnliche Symptome können auch andere Ursachen haben – Haarlinge, Milben, Räude, Fadenwurmbefall. Eine tierärztliche Abklärung beim ersten Auftreten ist wichtig.

Was Pferdebesitzer zuerst bemerken – die Verhaltenszeichen

Das Sommerekzem beginnt nicht mit einer sichtbaren Wunde. Es beginnt meist mit einer Veränderung im Verhalten des Pferdes – und genau das übersehen viele Besitzer, weil sie zu schnell nach körperlichen Zeichen suchen.

Was typischerweise zuerst auffällt:

  • Unruhe in den Abendstunden: Das Pferd wirkt nervöser als üblich, besonders wenn die Gnitzen aktiv sind – also bei Windstille, Wärme und Dämmerungslicht.
  • Verstärktes Schweifschlagen: Nicht als Reaktion auf eine einzelne Fliege, sondern dauerhaft und intensiv.
  • Erstes Scheuern: An Zaunpfählen, Bäumen, Stallwänden. Oft noch ohne sichtbare Hautveränderung darunter.
  • Empfindlichkeit beim Putzen: Das Pferd weicht der Bürste aus, besonders an Mähne, Rücken und Bauch.
  • Kopfschütteln und Unaufmerksamkeit beim Reiten: Erste Zeichen eines generalisierten Unwohlseins.

Ein wichtiger Befund aus der Praxis: Viele Ekzemerpferde entwickeln über die Jahre eine psychische Konditionierung. Sie scheuern sich schon, bevor der eigentliche Juckreiz einsetzt – weil ihr Körper gelernt hat, dass die Abenddämmerung mit Juckreiz verbunden ist. Diese konditionierte Reaktion kann das klinische Bild erheblich verwirren.

Wann beginnt die Sommerekzem-Saison? Gnitzen werden ab Temperaturen von etwa 10–15°C aktiv – je nach Region und Witterung kann das bereits im März beginnen. Die Hochsaison liegt zwischen Mai und September. Kriebelmücken sind auch bei kühleren Temperaturen und leichtem Wind aktiv. Pferde, die im Vorjahr bereits Sommerekzem hatten, sollten ab Februar auf erste Verhaltensänderungen beobachtet werden.

Die drei Stadien des Sommerekzems – von der Papel bis zur offenen Wunde

Das Sommerekzem verläuft in einer charakteristischen Abfolge von drei Stadien. Wer die Stadien kennt, kann früh einschätzen, wie weit die Erkrankung bereits fortgeschritten ist – und wie dringend Maßnahmen ergriffen werden müssen.

Stadium 1 – Papeln und erster Juckreiz

Direkt nach dem Insektenstich bilden sich kleine Erhebungen in der Haut – sogenannte Papeln, von Stecknadelkopfgröße bis zu etwa drei Zentimeter Durchmesser. Sie entstehen bevorzugt an Mähnenkamm, Schweifrübe, Widerrist, Kruppe und Bauchnaht – also an Stellen, an denen die Haare senkrecht aufgerichtet stehen und die Gnitzen leicht Zugang zur Haut haben.

Diese Papeln sind für das ungeschulte Auge schwer zu sehen. Das Fell verbirgt sie zunächst. Was sichtbar wird, ist der Juckreiz, der auf die Papeln folgt – und der sofort einsetzt.

  • Kleine Hauterhebungen tastbar unter der Haut
  • Beginnender Juckreiz, der sich in Unruhe und Scheuern äußert
  • Noch kein sichtbarer Haarverlust
  • Reaktion vor allem in den Abendstunden und nachts

→ Frühestes Erkennungsstadium. Wer hier handelt, kann den weiteren Verlauf am wirkungsvollsten beeinflussen.

Stadium 2 – Haarverlust und Hautabschürfungen

Durch das anhaltende Scheuern brechen die Haare ab. Der Mähnenkamm verliert sein Langhaar, die Schweifrübe wirkt struppig und schrubberbürstenähnlich. Die Haut darunter beginnt sich zu verändern: Sie wird rauer, schuppig, rissig.

Aus dem mechanischen Reiz durch Scheuern entsteht ein Teufelskreis: Die beschädigte Haut juckt mehr – das Pferd scheuert mehr – die Haut wird weiter beschädigt. Ohne Unterbrechung dieses Kreislaufs schreitet das Stadium rasch voran.

  • Sichtbarer Haarverlust an Mähne, Schweif und betroffenen Stellen
  • Schuppenbildung und Krustenansätze
  • Verdickte, rauere Haut an chronisch gereizten Bereichen
  • Das Pferd scheuert exzessiv, auch tagsüber
  • Mähne und Schweif erinnern an Schrubberbürsten

→ Das häufigste Bild, das Pferdebesitzer als Erstes als Sommerekzem erkennen. Handlungsbedarf besteht jetzt dringend.

Stadium 3 – offene Wunden und Sekundärinfektionen

Durch weiteres Scheuern entstehen tiefe, offene Wunden. Die Haut verliert ihre natürliche Schutzfunktion vollständig. Bakterien und Pilze dringen in die geschädigten Stellen ein – es entstehen nässende, eiternde, übelriechende Stellen. Fachlich spricht man von Sekundärinfektionen.

Im chronischen Verlauf verdickt sich die Haut zunehmend. Sie legt sich in dicke, wulstige Falten – der Fachbegriff ist Pachydermie. Diese luftabgeschlossenen Bereiche beginnen zu nässen und sind anfällig für weitere Infektionen. Manche Pferde scheuern sich in diesem Stadium blutig.

  • Offene, nässende, teils eiternde Hautstellen
  • Übler Geruch durch Sekundärinfektionen
  • Stark verdickte, faltige Haut (Pachydermie)
  • Kahle Stellen am ganzen Körper, nicht mehr nur an Mähne und Schweif
  • Allgemeinbefinden deutlich beeinträchtigt, Pferd frisst weniger, magert ab

→ Tierärztliche Untersuchung jetzt unerlässlich. Sekundärinfektionen müssen abgeklärt und ggf. tierärztlich versorgt werden.

Wo genau zeigen sich die Symptome – die typischen Körperstellen

Die Lage der Symptome gibt wichtige Hinweise auf den Auslöser. Gnitzen bevorzugen Stellen mit senkrecht aufgerichteten Haaren – das erklärt die typische Lokalisation des Sommerekzems. Kriebelmücken fliegen eher Bauchnaht und Unterbauch an, da sie tiefer gelegene, gut durchblutete Hautstellen bevorzugen.

Körperstelle Häufigkeit Hinweis
Mähnenkamm Sehr häufig – fast immer betroffen Erstes und deutlichstes Zeichen; Mähne wird bürstenähnlich, später kahl
Schweifrübe / Schweifansatz Sehr häufig – fast immer betroffen Schweifschlagen und Scheuern am Pfosten als frühes Zeichen
Bauchnaht / Unterbauch Häufig Bevorzugte Stelle der Kriebelmücken; Pferd scheuert am Boden
Widerrist / Kruppe Häufig Oft zusammen mit Mähnenkamm betroffen
Ohren / Stirn / Kinn Im fortgeschrittenen Stadium Zeigt Ausbreitung der Erkrankung; Pferd wird am Kopf putzen empfindlich
Hüfthöcker / Schultern Bei schwerem Verlauf Beteiligung deutet auf starke allergische Reaktion hin

Sommerekzem, Sommerräude, Haarlinge, Räude – was ist was?

Juckreiz und Haarverlust sind keine spezifischen Sommerekzem-Symptome. Genau dasselbe kann durch andere Erkrankungen verursacht werden – und die Unterscheidung ist wichtig, weil die Maßnahmen völlig verschieden sind.

Drei Begriffe – drei verschiedene Erkrankungen „Sommerekzem" und „Sommerräude" werden im Sprachgebrauch oft verwechselt oder gleichgesetzt. Sie sind aber grundverschieden: Sommerekzem ist eine Insektenallergie (kein Parasitenbefall). Sommerräude entsteht durch Mikrofilarien – Entwicklungsstufen von Fadenwürmern, die in der Haut leben. Echte Räude wird durch Milben verursacht. Wer die falsche Diagnose hat, wendet die falschen Maßnahmen an.
Erkrankung Ursache Typische Lokalisation Wichtiges Merkmal
Sommerekzem Allergie auf Insektenspeichel (Gnitzen, Kriebelmücken) Mähne, Schweif, Bauch – saisonal Verschwindet im Winter vollständig; Einzeltier betroffen
Haarlinge Ektoparasiten (Haarlinge im Fell) Am ganzen Körper, nicht auf Mähne/Schweif beschränkt Mehrere Pferde im Bestand betroffen; Parasiten im Fell sichtbar
Räude (Milbenbefall) Räudemilben in der Haut Beginnt am Kopf, breitet sich aus; Mähne meist NICHT betroffen Ansteckend; Knötchen am ganzen Körper; Hautgeschabsel zeigt Milben
Sommerräude Mikrofilarien (Fadenwurm-Entwicklungsstufen) in der Haut Ähnlich Sommerekzem; Bauch und Schenkelinnenseiten Nachweis durch Hautbiopsie; häufig verwechselt mit Sommerekzem
Fadenwurmbefall (Oxyuris equi) Darmparasit, der Eier um Schweifansatz ablegt Nur Schweifscheuern – Mähne bleibt unberührt Kein Zusammenhang mit Insektensaison; ganzjährig möglich

Die Regel für die Praxis: Mähne UND Schweif betroffen, Symptome von April bis Oktober, im Winter verschwunden, nur dieses Pferd im Bestand betroffen – dann spricht vieles für Sommerekzem. Erstmalig auftretende Symptome gehören trotzdem zum Tierarzt.

Wann ist der Tierarzt notwendig – und was er diagnostiziert

Beim ersten Auftreten von Juckreiz und Haarverlust sollte ein Tierarzt die Diagnose sichern – nicht weil das Sommerekzem gefährlich wäre, sondern weil die Differentialdiagnosen (Milben, Haarlinge, Pilze) andere Maßnahmen erfordern. Ein Hautgeschabsel unter dem Mikroskop kann Milben und Haarlinge ausschließen.

Die Diagnose Sommerekzem basiert hauptsächlich auf dem klinischen Bild: Symptome im Sommer, Lokalisation an Mähne und Schweif, Verschwinden im Winter, betroffenes Einzeltier. Für Sicherheit kann ein Bluttest (CAST-Test oder FIT-Test) die Sensibilisierung gegenüber Culicoides-Speichelantigenen nachweisen.

Rechtlicher Hinweis für Pferdekäufer Das Sommerekzem ist rechtlich relevant: Ein Urteil des Landgerichts Flensburg hat die Gebrauchsminderung eines Ekzemers auf 50–100 % des Pferdewertes eingeschätzt. Beim Pferdekauf in den Wintermonaten, wenn keine Symptome sichtbar sind, kann ein Bluttest auf Sensibilisierung sinnvoll sein – besonders bei Risikorassen (Isländer, Haflinger, Tinker).

Die THZ-Perspektive: Was die Symptome über den Organismus aussagen

Die Symptome des Sommerekzems beschreiben, was an der Haut sichtbar wird. Aber die Haut ist nicht die Ursache – sie ist das Ausscheidungsorgan, das sichtbar macht, was im Inneren aus dem Gleichgewicht geraten ist.

Was wir aus über 26 Jahren Praxisarbeit mit Ekzemerpferden wissen: Die Intensität der Symptome korreliert nicht nur mit der Anzahl der Insektenstiche, sondern auch mit dem Zustand des Organismus. Pferde mit stabiler Darmflora, ausgeglichenem Säure-Basen-Haushalt und naturbelassener Fütterung reagieren auf dieselbe Insektenlast oft deutlich milder als Pferde mit gestörtem Stoffwechsel.

Der häufigste Fehler beim ersten Sehen der Symptome Viele Pferdebesitzer greifen beim Anblick der ersten Sommerekzem-Symptome reflexartig zu immunstärkenden Mitteln – Echinacea, Immunbooster, Abwehrstärker. Das ist aus unserer Sicht falsch und kann den Verlauf verschlechtern. Das Sommerekzem ist keine Schwäche des Immunsystems – es ist eine Überreaktion. Das Immunsystem arbeitet zu intensiv, nicht zu wenig. Wer es weiter stimuliert, heizt die überschießende Reaktion an. Ziel muss Regulation sein, nicht Stärkung.

Das bedeutet: Die Symptome des Sommerekzems sind ein Signal – nicht nur über die Insektensaison, sondern über den Gesamtzustand des Pferdes. Wer dieses Signal ernst nimmt und von innen antwortet – über Fütterung, Darmflora, Stoffwechsel – beobachtet in der Praxis eine andere Entwicklung als wer ausschließlich mit Decke und Spray reagiert.

Empfehlung von Tatjana Siebert, Tierheilpraktikerin

Äußere Begleitung je nach Stadium

Stadium 1–2 (erste Symptome, Insektenschutz im Vordergrund): Nehls Allergosan Insekt Öl – naturbelassenes Pflegeöl mit Insektenschutz, entlang der Rückenlinie aufgetragen.

→ Nehls Allergosan Insekt Öl ansehen

Stadium 2–3 (gereizte, offene Hautstellen im Vordergrund): Nehls Allergosan Öl – naturbelassenes Pflegeöl ohne Insektenschutz, beruhigt und begleitet die Hautregeneration an betroffenen Stellen.

→ Nehls Allergosan Öl ansehen

Außen und innen kombiniert (empfohlen): Unsere Parasiten-Sets verbinden äußere Pflege mit innerer Fütterungsbegleitung für rund 50 Tage.

Häufige Fragen zu Sommerekzem Symptomen beim Pferd

Woran erkenne ich Sommerekzem beim Pferd?
Die ersten Zeichen sind Verhaltensänderungen: Unruhe in der Abenddämmerung, verstärktes Schweifschlagen, Scheuern an Zaunpfählen und Bäumen. Körperlich zeigen sich kleine Papeln unter der Haut besonders an Mähnenkamm und Schweifrübe, gefolgt von Haarverlust und im weiteren Verlauf offenen, nässenden Hautstellen. Typisch: Die Symptome beginnen im Frühjahr und verschwinden im Winter vollständig.
Was sind die ersten Anzeichen von Sommerekzem beim Pferd?
Vor sichtbaren Hautveränderungen zeigen Ekzemerpferde Verhaltensveränderungen: erhöhte Unruhe besonders abends, Schweifschlagen ohne erkennbaren Anlass, erstes leises Scheuern. Körperlich: kleine tastbare Erhebungen unter der Haut an Mähne und Schweifansatz. Wer diese frühen Zeichen erkennt, kann frühzeitig handeln – bevor sich Haarverlust und offene Wunden entwickeln.
Sommerekzem oder Haarlinge – wie unterscheide ich das?
Beim Sommerekzem sind vor allem Mähne und Schweif betroffen, die Symptome sind saisonal (April bis Oktober) und verschwinden im Winter. Nur das betroffene Pferd zeigt Symptome. Bei Haarlingen ist der Juckreiz am ganzen Körper verteilt, mehrere Pferde im Bestand sind häufig betroffen, und die Parasiten sind im Fell sichtbar oder tastbar. Im Zweifelsfall Hautgeschabsel durch den Tierarzt – das klärt die Diagnose sicher.
Mein Pferd scheuert nur den Schweif – ist das Sommerekzem?
Reines Schweifscheuern ohne Beteiligung der Mähne kann auch auf einen Fadenwurmbefall (Oxyuris equi) hinweisen. Die Fadenwurmweibchen legen ihre Eier um den Schweifansatz ab, was starken Juckreiz verursacht. Beim Sommerekzem sind typischerweise Mähne und Schweif gleichzeitig betroffen. Schweifscheuern allein sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Ab wann sollte ich bei Sommerekzem zum Tierarzt?
Beim ersten Auftreten der Symptome ist eine tierärztliche Diagnose sinnvoll – um andere Ursachen wie Milben, Haarlinge oder Pilzbefall auszuschließen. Im fortgeschrittenen Stadium mit offenen, nässenden Wunden oder Sekundärinfektionen ist tierärztliche Unterstützung notwendig. Bei bekanntem Ekzemerpferd muss nicht bei jedem Frühlingsbeginn sofort zum Tierarzt – aber wenn die Symptome ungewöhnlich stark oder an neuen Körperstellen auftreten, sollte eine Abklärung erfolgen.
Kann Sommerekzem im Winter auftreten?
Das klassische Sommerekzem verschwindet im Winter, wenn die auslösenden Insekten nicht mehr fliegen. Wenn ein Pferd auch im Winter Juckreiz und Scheuern zeigt, liegt wahrscheinlich eine andere Ursache vor – Milben, Haarlinge oder Futtermittelallergien. Diese sind ganzjährig möglich und sollten tierärztlich abgeklärt werden. Dass die Symptome im Winter vollständig verschwinden, ist übrigens ein wichtiges Diagnosekriterium für das Sommerekzem.
Wird Sommerekzem mit zunehmendem Alter schlimmer?
Ohne Ursachenarbeit ja – die Intensität der Symptome nimmt in der Regel von Jahr zu Jahr zu. Das liegt daran, dass die Sensibilisierung des Immunsystems durch wiederholten Kontakt mit den Allergenen zunimmt. Pferde, die nur symptomatisch behandelt werden (Kortison, Ekzemerdecke), aber keine Veränderung in Fütterung und Stoffwechselbegleitung erfahren, zeigen häufig jedes Jahr schwerere Schübe.

Symptome erkannt – und jetzt?

Die Symptome zeigen, was an der Haut sichtbar wird. Was dahinter steckt – im Darm, in der Leber, im Stoffwechsel – macht die Haaranalyse sichtbar. Auf dieser Grundlage entsteht ein individuell abgestimmter Begleitplan.

Zur Bioresonanz-Haaranalyse →
Persönliche Beratung
Tatjana Siebert
Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT) · Zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
und unser Team mit Josi, Julia, Sabrina & Vanessa.
Wir stehen für Sie/Euch da – per Beratung oder über die Haaranalyse.