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Equines Asthma beim Pferd – COB, RAO, IAD erklärt & naturheilkundlich begleiten

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Atemwege-Cluster

Equines Asthma beim Pferd

Heustauballergie, COB, COPD, RAO – was steckt hinter diesen Begriffen, wie entsteht Equines Asthma und wie kann man Pferde dauerhaft begleiten?

Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und als Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis in verschiedenen Kapiteln beschrieben und dann im Team mit unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) und auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV).
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig.
Grundlage sind über 26 Jahre tägliche Begleitung von Pferden mit Equinem Asthma in allen Schweregraden – von frühen Formen bis zur ausgeprägten Dämpfigkeit.
Kurz erklärt

Equines Asthma ist der aktuelle veterinärmedizinische Oberbegriff für alle chronischen, nicht-infektiösen Atemwegserkrankungen beim Pferd – früher bekannt als Heustauballergie, COB, COPD, RAO oder IAD. Es gibt zwei Hauptformen: leicht- bis mittelgradiges Equines Asthma (früher IAD) und hochgradiges Equines Asthma (früher RAO, im Endstadium Dämpfigkeit). Der häufigste Auslöser ist Heustaub mit seinen Schimmelpilzsporen, Endotoxinen und Milbenbestandteilen. Die Erkrankung ist nicht im klassischen Sinne heilbar, aber mit konsequentem Management und naturheilkundlicher Begleitung sehr gut kontrollierbar – bis zur Beschwerdefreiheit im Alltag.

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Heustauballergie, Equines Asthma – was bedeutet was?

Die Bezeichnungen für chronische Atemwegserkrankungen beim Pferd haben sich in den letzten Jahrzehnten mehrfach verändert. Das führt zu erheblicher Verwirrung bei Pferdehaltern – und manchmal auch bei Fachleuten. Hier eine klare Einordnung nach dem aktuellen Stand von Veterinärmedizin und Forschung:

Alle Begriffe im Überblick – was heute wie heißt
  • Equines Asthma – aktueller Oberbegriff der Veterinärmedizin für ALLE chronischen, nicht-infektiösen Atemwegserkrankungen beim Pferd
  • Heustauballergie – laienverständlicher Begriff für die häufigste Form des Equinen Asthmas: Reaktion auf Staub, Schimmelpilzsporen und Endotoxine aus Heu und Einstreu
  • Leicht- bis mittelgradiges Equines Asthma – früher als IAD (Inflammatory Airway Disease) bezeichnet. Betrifft oft jüngere Pferde, keine forcierte Atmung in Ruhe, Leistungsminderung ist häufig das erste Zeichen.
  • Hochgradiges Equines Asthma – früher als RAO (Recurrent Airway Obstruction) bezeichnet. Meist ältere Pferde ab 10 Jahren, akute Atemnot möglich.
  • COB (Chronisch Obstruktive Bronchitis) – ältere deutsche Bezeichnung, in der Praxis noch häufig verwendet. Inhaltlich ein Synonym zu Equinem Asthma.
  • COPD – wird in der modernen Veterinärmedizin für Pferde nicht mehr verwendet. COPD ist eine Erkrankung des Menschen.
  • Dämpfigkeit – klinisches Endstadium des hochgradigen Equinen Asthmas mit Lungenemphysem. Sichtbar als „Dampfrinne" an der Bauchwand.
  • SPAOPD – Sommerweide-assoziierte Form: Pferde reagieren auf Pollen und Schimmel auf der Weide, nicht auf Stallaub.

Im Folgenden verwenden wir den Begriff „Equines Asthma" als Oberbegriff – und sprechen parallel von Heustauballergie, wenn wir die häufigste Form meinen. Beides bezeichnet fachlich dieselbe Erkrankung in unterschiedlichen Schweregraden.

Was ist Heustaub – und was macht er in der Lunge?

Heustaub enthält weit mehr als sichtbare Staubpartikel. Die problematischen Bestandteile sind die lungengängigen Feinstaubfraktionen unter 5 Mikrometern – zu klein um sichtbar zu sein, aber groß genug, um tief in die Bronchien und Lungenbläschen zu gelangen. Dort lösen sie lokale Entzündungsreaktionen aus, fördern Schleimbildung und können – bei wiederholter Exposition – strukturelle Umbauprozesse anstoßen.

Was Heustaub enthält

  • Schimmelpilzsporen – besonders aus schlecht getrocknetem oder zu feucht gelagertem Heu
  • Endotoxine – Bestandteile bakterieller Zellwände, die Entzündungsreaktionen auslösen
  • Beta-Glucane – Zellwandbestandteile von Pilzen und Bakterien
  • Milbenbestandteile und Milbenkot – starke Allergene, besonders in älterem Futter
  • Feine Pflanzenfasern und Pollen
  • Ammoniak – aus dem Stall, wirkt als zusätzlicher Reizstoff

Entscheidend ist das Zusammenspiel: Schimmelpilzsporen allein sind weniger problematisch als die Kombination aus Sporen, Endotoxinen und Milbenbestandteilen. Diese Mischung wirkt synergistisch – bei empfindlichen Pferden löst sie deutlich stärkere Entzündungsprozesse aus als jeder einzelne Stoff für sich.

Wie entsteht Equines Asthma?

Equines Asthma entsteht durch das Zusammenspiel dreier Faktoren: genetische Veranlagung, wiederholte inhalative Reize und – entscheidend – unzureichende Regeneration nach akuten Erkrankungen.

Genetische Veranlagung

Pferde jeder Rasse können erkranken, aber es gibt eine nachgewiesene erbliche Komponente. Studien an Lipizzanern und Warmblütern zeigen: Das Risiko einer Erkrankung steigt deutlich, wenn eines oder beide Elternteile betroffen sind. Bestimmte Pferdelinien zeigen eine erhöhte Anfälligkeit – interessanterweise oft dieselben, die auch zu Sommerekzem neigen. Das Immunsystem reagiert in diesen Fällen generell überempfindlicher auf Umweltreize.

Wiederholte inhalative Reize

Heustaub, Schimmelpilzsporen, Endotoxine, Ammoniak, Pollen – all das reizt die Bronchialschleimhaut. Bei einmaligem Kontakt erholt sich die Lunge. Bei dauerhafter Exposition kommt es zu chronischen Entzündungsprozessen: Die Bronchialwände verdicken sich, die Schleimproduktion steigt, die Muskulatur der Bronchien verengt sich zunehmend. Das Pferd wird überempfindlich – irgendwann reichen geringe Reize für eine starke Reaktion.

Nicht vollständig ausgeheilte Infekte

Ein verschleppter viraler oder bakterieller Infekt ist einer der häufigsten Ausgangspunkte für chronische Verläufe. Das Pferd wirkt nach wenigen Tagen wieder munter – aber die Schleimhautregeneration ist noch nicht abgeschlossen. Zu frühe Belastung erhöht das Chronifizierungsrisiko erheblich. In unserer Praxis sehen wir das regelmäßig: Ein „normaler" Winterhusten, zu früh wieder geritten, ist der Anfang eines jahrelangen Problems.

THZ-Erfahrung aus 26 Jahren Praxis

Jedes Pferd mit einer chronischen Atemwegserkrankung ist auch ein Heustauballergiker. Das gilt für den harmlosen saisonalen Infekt genauso wie für die chronische Bronchitis – der Unterschied liegt im Ausmaß der Reaktion.

Immunstimulierende Kräuter wie Echinacea, Mistel, Sonnenhut oder Taigawurzel sind bei allergisch bedingtem Equinem Asthma kontraindiziert. Sie können den allergischen Prozess verstärken. Viele handelsübliche Bronchialkräuter-Mischungen enthalten genau solche Bestandteile. Bei akuten Infekten können Immunstimulantien hilfreich sein – bei chronisch-allergischem Geschehen sind sie kontraproduktiv.

Verbreitung: Wie häufig ist Equines Asthma wirklich?

Zahlen zur Häufigkeit
  • Bis zu 80 % aller Pferde auf der nördlichen Halbkugel sind laut aktuellen Studien von leicht- bis mittelgradigem Equinem Asthma betroffen – viele davon ohne dass es dem Halter auffällt.
  • Bis zu 90 % der Patienten mit Atemwegserkrankungen in deutschen Pferdekliniken leiden unter Equinem Asthma (Umfrage der FU Berlin, 2024).
  • Fachkreise sprechen davon, dass rund 50 % aller Pferde als „stumme Bronchitiker" einzustufen sind – ohne sichtbare Symptome, aber mit eingeschränkter Atemwegskapazität.
  • Bei Wildpferden liegt die Rate chronischer Atemwegserkrankungen unter 1 % – ein deutliches Zeichen, wie stark Haltung und Fütterung die Häufigkeit beeinflussen.
  • Das hochgradige Equine Asthma betrifft schätzungsweise bis zu 20 % der erwachsenen Pferde in der nördlichen Hemisphäre.

Fachleute sprechen von einer Zivilisationskrankheit. Die Kombination aus Boxenhaltung, hoher Staubbelastung, eingeschränkter Bewegung und häufigen Infekten hat die Erkrankung in den letzten Jahrzehnten deutlich häufiger werden lassen.

Was uns aus 26 Jahren Praxis besonders auffällt: Die Eine-Prozent-Quote bei Wildpferden ist kein Zufall. Sie zeigt, dass Equines Asthma in der Regel kein Schicksal ist, sondern Folge der Bedingungen, unter denen wir Pferde halten und füttern. Wer ehrlich auf die eigenen Stallbedingungen schaut, findet meist mehrere kleine Stellschrauben, an denen sich drehen lässt.

Symptome – von leicht- bis hochgradig

Leicht- bis mittelgradiges Equines Asthma (früher IAD)

  • Gelegentlicher Husten beim Antraben oder bei staubiger Umgebung
  • Leistungsminderung, die sich schleichend entwickelt
  • Leichter Nasenausfluss nach Belastung (klar oder weißlich)
  • Keine forcierte Atmung in Ruhe
  • Symptome oft bei heißem Wetter oder in staubigen Ställen stärker

Hochgradiges Equines Asthma (früher RAO)

  • Häufiger Husten auch in Ruhe
  • Deutlich erhöhte Atemfrequenz in Ruhe
  • Sichtbar verstärkte Flanken- und Bauchatmung
  • Nasenausfluss vermehrt, zähflüssig, gelblich
  • Akute Atemnot-Episoden möglich, besonders beim Wechsel der Einstreu
  • Gewichtsverlust durch Erschöpfung beim Atmen

Dämpfigkeit (Endstadium)

  • „Dampfrinne" – sichtbare Muskelleiste entlang der Bauchwand durch dauerhaften Einsatz der Atemhilfsmuskulatur
  • Deutlich hörbares Atemgeräusch
  • Kaum noch belastbar, stark eingeschränkte Lebensqualität
  • Das Lungengewebe hat Elastizität verloren – strukturelle Veränderungen sind nicht mehr vollständig reversibel

Ein Beispiel aus der Beratung: Eine Reiterin schickte uns Videos ihrer 9-jährigen Stute, die nach einer durchgemachten Influenza-Infektion „nur ein bisschen Reizhusten" zurückbehalten hatte. Acht Monate später stand die Stute mit deutlich erhöhter Atemfrequenz im Stall – das vermeintliche Reizhüsteln war eine schleichende Chronifizierung. Solche Verläufe sehen wir oft. Wer einen Husten zu früh als „verschwunden" einstuft, riskiert Jahre an chronischen Atemwegsproblemen.

Wann sofort zum Tierarzt? Bei Fieber, akuter Atemnot, beidseitigem Nasenausfluss oder wenn das Pferd in Ruhe deutlich erschwert atmet – immer sofort tierärztliche Hilfe. Auch chronischer Husten ohne diese Akutzeichen sollte zeitnah abgeklärt werden – je früher, desto besser lassen sich chronische Umbauprozesse begrenzen.

Wie wird Equines Asthma diagnostiziert?

Die Diagnose liegt beim Tierarzt. Für eine sichere Einordnung sind in der Regel mehrere Untersuchungsschritte notwendig:

Was wir aus der Beratung sehen: Viele Pferde sind über Monate „auf Verdacht" mit Cortison oder Bronchienerweiterern behandelt, ohne dass jemals eine BAL gemacht wurde. Wir empfehlen den Halter*innen ausdrücklich, auf eine differenzierte Diagnostik zu bestehen – die Therapie ist mit BAL-Befund deutlich gezielter möglich, und auch unsere naturheilkundliche Begleitung lässt sich daran ausrichten.

  • Klinische Untersuchung – Abhören der Lunge, Beurteilung der Atemfrequenz und Atemtiefe, Allgemeinbefinden
  • Bronchoskopie (Atemwegsspiegelung) – Beurteilung von Schleimmenge und -beschaffenheit in der Luftröhre und Bronchien
  • Bronchoalveoläre Lavage (BAL) – Lungenspülprobe zur Bestimmung der Entzündungszellen; gibt Aufschluss über Schweregrad und Art des Equinen Asthmas
  • Röntgen – bei schweren Verläufen zur Beurteilung des Lungengewebes
  • Blutuntersuchung – Ausschluss infektiöser Ursachen, Entzündungsparameter

Wichtig: Die leicht- und mittelgradige Form unterscheidet sich von der hochgradigen Form in der Zusammensetzung der Entzündungszellen in der BAL. Das ist für die Therapieplanung relevant. Eine Diagnose „nach Gefühl" reicht für eine fundierte Begleitung nicht aus.

Ein wichtiger Irrtum: Heustaub-frei heißt nicht allergie-frei

Viele Pferdehalter glauben: Wenn das Pferd keinem Heustaub mehr ausgesetzt wird, reguliert sich die Allergie automatisch. Das ist leider nicht so.

Eine chronische Bronchitis, die sich über Monate oder Jahre entwickelt hat, geht mit einer dauerhaften Sensibilisierung des Immunsystems einher. Mit der Zeit werden immer mehr Substanzen zu Allergenen – nicht nur Heustaub, sondern auch Schimmelpilze in der Einstreu, Pollen, Umweltpartikel, sogar bestimmte Futtermittel oder Pflegeprodukte. Die Entfernung des ursprünglichen Hauptauslösers ist der erste notwendige Schritt – aber nicht der einzige.

Was darüber hinaus gebraucht wird: eine individuelle Betrachtung der gesamten Belastungssituation des Tieres. Genau hier setzt die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" an – sie kann individuelle Hintergrundbelastungen und Sensibilitäten sichtbar machen, die über den klassischen Heustaub hinausgehen.

Naturheilkundliche Begleitung – die fünf Ebenen

Equines Asthma ist nicht im klassischen Sinne heilbar – aber die Symptome lassen sich bei konsequentem Management und individuell abgestimmter Begleitung sehr deutlich reduzieren. Unser Ansatz im THZ verbindet fünf Ebenen:

Ebene 1: Staubreduktion – Grundvoraussetzung

Ohne konsequente Staubreduktion am Fressplatz und im Stall ist jede weitere Maßnahme in ihrer Wirkung begrenzt. Heu wässern oder bedampfen. Heu nicht im Stall zerteilen. Staubarme Einstreu. Heunetze auf Bodenhöhe. Details im Artikel Heustaub reduzieren – Wässern, Bedampfen & Stallmanagement.

Aus unserer Praxis – seit über 20 Jahren bewährt

Nehls Heustaub-Stopp

Direkt aufs Heu gesprüht, bindet der enthaltene Wirkstoffkomplex Staubpartikel am Fressplatz, bevor sie aufgewirbelt werden. Kann auch auf Einstreu gesprüht und zur Inhalation eingesetzt werden.

→ Mehr zum Nehls Heustaub-Stopp

Ebene 2: Fütterung anpassen

Stärke- und zuckerreduzierte Ration, qualitativ hochwertiges Heu, kein Getreide in der akuten Phase, bei Bedarf Umstellung auf eingeweichtes Heu oder Heucobs. Omega-3-Fettsäuren (besonders EPA und DHA aus Algenöl) haben in Studien nachweislich entzündungshemmende Wirkung auf die Atemwege. Ausführlich im Artikel Fütterung bei Atemwegsproblemen.

Aus unserer Praxis

Nehls Pferdefutter Atemwege

Staubarm und allergenreduziert, mit Bronchialkräutern. Entwickelt für Pferde mit chronischen Atemwegsproblemen.

→ Mehr zum Pferdefutter Atemwege

Ebene 3: Bronchialkräuter – ohne immunstimulierende Bestandteile

Bewährte Bronchialkräuter wie Thymian, Spitzwegerich, Eibischwurzel, Anis, Fenchel, Königskerze und Eukalyptus können die Atemwegsfunktion fütterungsbezogen begleiten. Entscheidend: Keine immunstimulierenden Bestandteile bei allergischem Geschehen.

Keine immunstimulierenden Kräuter bei allergischem Equinem Asthma Echinacea (Sonnenhut), Mistel, Thuja, Taigawurzel und Holunder sind bei allergisch bedingten Atemwegsproblemen kontraindiziert. Sie können den allergischen Prozess verstärken. Viele handelsübliche Bronchialkräuter-Mischungen enthalten solche Bestandteile – im Zweifelsfall vor dem Einsatz immer mit einer Tierheilpraktikerin oder dem Tierarzt abstimmen.
Aus unserer Praxis – meistverkaufte Kombination

Nehls Broncho-Elexier & Nehls Broncho-Fit

Broncho-Elexier (flüssig, mit Eukalyptus, Anis, Fenchel, Thymian, Weißdorn) und Broncho-Fit (getrocknete Kräuter) – beide ohne immunstimulierende Bestandteile. Aus 26 Jahren Praxiserfahrung entwickelt.

→ Broncho-Elexier | → Broncho-Fit

Ebene 4: Inhalation

Inhalation befeuchtet die Atemwege, kann den Schleimabtransport unterstützen und ist besonders bei fortgeschrittenen Verläufen wertvoll. Das Nehls Kräuterfluid ist speziell für die Inhalation bei Pferden mit Atemwegsproblemen entwickelt.

Aus unserer Praxis

Nehls Kräuterfluid (Inhalator)

Speziell für die Inhalation bei Pferden mit Atemwegsproblemen entwickelt.

→ Mehr zum Kräuterfluid

Ebene 5: Individuelle Bioresonanz-Haaranalyse

Bei chronischen Verläufen – besonders wenn Haltungsoptimierung und Standardmaßnahmen nicht ausreichend helfen – kann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" individuelle Hintergrundbelastungen und Sensibilitäten sichtbar machen. Viele Atemwegspferde haben neben Heustaub weitere Allergene – Futterbestandteile, Umweltfaktoren, Pflegeprodukte –, die erst durch die Haaranalyse erkennbar werden. Kennt man die individuellen Resonanzen eines Tieres, lassen sich die Empfehlungen deutlich gezielter ausrichten.

Was Pferdehalter berichten

Aus Datenschutzgründen verwenden wir teilweise nur Vornamen. Die ausführlichen Erfahrungsberichte – mit vollem Namen, Bildern und Verlauf – finden Sie in unseren Erfahrungsberichten für Pferde.

Wichtig zu wissen Diese Verläufe sind beeindruckend, lassen sich aber nicht garantieren. Nicht jedes Pferd reagiert wie hier beschrieben – was bei dem einen wirkt, hilft dem anderen nicht. Genau deshalb arbeiten wir individuell: Die Bioresonanz-Haaranalyse zeigt uns die Hintergründe des einzelnen Tieres, und darauf bauen wir die Empfehlungen auf.
DD
Dagobert Duck · Irene
Monatelang in Klinikbehandlung – Cortison, Desensibilisierung, Offenstall ohne nachhaltigen Erfolg
„Seit vielen Monaten in Behandlung bei verschiedenen Tierärzten, sogar in einer Pferdeklinik – nichts brachte nachhaltige Stabilisierung. Dann die Haaranalyse. Nach ca. 5 Wochen hustete er weniger, nach weiteren 8 Wochen hatte Dago wieder Kondition. Nach ca. 4 Monaten hustete er nicht mehr. Jetzt, nach einem Jahr: nach meiner Beobachtung kein Husten mehr."
L
Lady · Ponystute · Familie Fischer
Aus dem Turniersport genommen – Cortison zeigte keine Entlastung mehr
„Husten, extreme Verschleimungen, Bauchatmung, Atemnot – selbst Cortison zeigte keine spürbare Entlastung mehr. Nach der Haaranalyse und den Kräuterempfehlungen: Lady zeigt nach unserer Wahrnehmung keine Bauchatmung mehr und keinen Husten. Meine Tochter hat sie bereits wieder behutsam ins Training integriert."
C
Civa · Stute · Nora
Sehr abgemagert, durchgehender Husten, sehr viele Umweltallergien
„Civa war sehr abgemagert, hustete ununterbrochen und war voll mit Schleim. Medikamente schlugen nicht mehr an, nur Cortison brachte zeitweise Linderung. Nach der Futterumstellung auf Nehls Pferdefutter Atemwege und den empfohlenen Kräutern hat Civa seit zwei Monaten nicht mehr gehustet. Wir können wieder ganz entspannt reiten."
S
Sancho · Welsh-WB-Mix · Sabine Schön
Täglich Cortison, Schleimlöser und bronchienerweiternde Mittel
„Sancho hatte täglich Cortison, Schleimlöser und bronchienerweiternde Mittel. Wirklich einsatzfähig war er nur tageweise. Nach 24 Tagen mit der Begleitung über die Haaranalyse: kein Hustenkonzert beim ersten Antraben mehr, eine halbe Stunde in allen Gangarten – das war vor Kurzem noch undenkbar."
P
Pia · Minishetty · Familie Kranz
Chronisch-obstruktive Bronchitis, langjähriger Tierarzt wusste keinen Rat mehr
„Im Juni pfiff unsere Kleinste buchstäblich aus dem letzten Loch. Ihre chronisch-obstruktive Bronchitis war so schlimm geworden, dass selbst hoch dosiertes Cortison kaum Linderung brachte. Nach 4 Monaten mit der Haaranalyse-Begleitung: Pia bekommt viel besser Luft, die Bauchatmung ist weg, das Abhören durch den Tierarzt zeigt eine stark verbesserte Lungenfunktion. Sie wird wieder voll geritten."
J
Jimmy · Tinkerwallach · Nora
Tierarzt schlug Einschläferung vor
„Jimmy leidet unter chronischer Bronchitis. Der Tierarzt schlug tatsächlich vor, Jimmy einzuschläfern. Nach 5 Monaten mit der Haaranalyse-Begleitung: Husten oder Atemnot während bzw. nach der Belastung? Keine Spur! Auch auf den Wiesen ist er wieder am Toben."
F
Fernando · Haflingerwallach, 13 Jahre
Tierklinik: „austherapiertes COPD" – Rat zur Erlösung
„Die Worte ‚austherapiertes COPD' und der Rat zur Erlösung haben mich hart getroffen. Nach der Bioresonanz-Haaranalyse: schon nach wenigen Tagen löste sich der Schleim, nach zwei Wochen war Fernandos Atmung deutlich ruhiger. Heute, vier Monate später, sieht er fantastisch aus, ist wach und voller Lebensfreude."

Ihr Pferd leidet unter Equinem Asthma oder Heustauballergie?

Wir begleiten Atemwegspferde seit 26 Jahren – auch solche, die woanders als austherapiert galten.

📞 +49 5642 988-8826 oder -8827

Mo–Fr · THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Walme 22 · 34414 Warburg-Scherfede

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →

Häufige Fragen zu Equinem Asthma und Heustauballergie

Was ist der Unterschied zwischen Heustauballergie und Equinem Asthma?
Equines Asthma ist der moderne Oberbegriff der Veterinärmedizin für alle chronischen, nicht-infektiösen Atemwegserkrankungen beim Pferd. Heustauballergie bezeichnet den häufigsten Auslöser und wird oft synonym verwendet. In der Praxis überschneiden sich beide Begriffe stark – fast jedes Pferd mit Equinem Asthma reagiert auch auf Heustaub.
Was ist der Unterschied zwischen leichtem und hochgradigem Equinem Asthma?
Beim leicht- bis mittelgradigen Equinen Asthma (früher IAD) zeigt das Pferd in Ruhe keine forcierte Atmung – Leistungsminderung ist häufig das erste Zeichen. Beim hochgradigen Equinen Asthma (früher RAO) treten akute Atemnot, deutliche Bauchatmung und im Endstadium die Dämpfigkeit auf. Aus einer unbehandelten leichten Form kann eine schwere werden.
Wird COPD bei Pferden noch verwendet?
Nein – die moderne Veterinärmedizin verwendet COPD nicht mehr für Pferde, weil COPD eine menschliche Erkrankung ist. Die korrekte Bezeichnung lautet heute Equines Asthma. Im Sprachgebrauch sind COPD und COB allerdings noch sehr verbreitet.
Ist Equines Asthma heilbar?
Eine vollständige Heilung im medizinischen Sinne ist bei chronischen Verlaufsformen nicht möglich – strukturelle Veränderungen können irreversibel sein. Mit konsequentem Management, Staubreduktion und naturheilkundlicher Begleitung können die Symptome jedoch sehr deutlich reduziert werden, häufig bis zur Beschwerdefreiheit im Alltag. Frühe Stadien sind besser zu begleiten als fortgeschrittene.
Wie erkenne ich eine Heustauballergie beim Pferd?
Typische Zeichen sind trockener Husten beim Antraben oder beim Heufressen, Nasenausfluss (klar oder weißlich), Leistungsminderung und – bei fortgeschrittenen Verläufen – erhöhte Atemfrequenz und die sichtbare „Dampfrinne" an der Bauchwand. Die Symptome entwickeln sich meist schleichend über Monate.
Darf ich Echinacea bei Equinem Asthma geben?
Nein. Immunstimulierende Kräuter wie Echinacea, Mistel, Sonnenhut oder Taigawurzel sind bei allergisch bedingten Atemwegsproblemen kontraindiziert. Sie können den allergischen Prozess verstärken. Bei akuten Infekten können Immunstimulantien hilfreich sein – bei chronisch-allergischem Geschehen sind sie kontraproduktiv.
Wie wird Equines Asthma diagnostiziert?
Durch den Tierarzt – mit klinischer Untersuchung, Bronchoskopie (Atemwegsspiegelung), bronchoalveolärer Lavage (BAL) zur Bestimmung der Entzündungszellen, ggf. Röntgen und Blutuntersuchung. Eine Diagnose ohne diese Untersuchungen ist unsicher, da viele Symptome auch andere Ursachen haben können.
Was ist SPAOPD?
SPAOPD (Summer Pasture-Associated Obstructive Pulmonary Disease) ist eine Sonderform des Equinen Asthmas: Pferde reagieren nicht auf Stallaub, sondern auf Pollen und Schimmel auf der Weide. Betroffene Pferde haben im Stall weniger Probleme als im Freien – diese Form wird häufig übersehen.
Darf man ein Pferd mit Equinem Asthma reiten?
Moderates, angepasstes Reiten kann sinnvoll sein – Bewegung fördert die Durchblutung der Lunge und hilft beim Schleimabtransport. Überlastung und Training bei akuten Beschwerden sind kontraproduktiv. Im akuten Schub vollständige Schonung. Die Belastungsintensität immer mit dem Tierarzt abstimmen.
Warum hustet nur ein Pferd im Stall, obwohl alle dieselben Bedingungen haben?
Weil individuelle Faktoren eine entscheidende Rolle spielen: genetische Prädisposition, frühere Infektionen, aktueller Immunstatus, Stoffwechselbelastung und Alter. Atemwege stehen in enger Wechselwirkung mit Stoffwechsel und Immunsystem. Familiäre Häufungen der Erkrankung sind nachgewiesen.
Das Team hinter dem Atemwege-Cluster
Tatjana Siebert
Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT) · Zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
Tatjana Siebert ist zentral in die Beratung von Tierhaltern mit Atemwegspferden eingebunden. Sie erarbeitet die individuellen Empfehlungen für Fütterung, Kräuter und naturheilkundliche Begleitung.
Katrin Knecht
Tierärztin · über 20 Jahre Naturheilkunde · Walme 22, 34414 Warburg-Scherfede
Bei komplexen oder schwierigen Fällen bringt Tierärztin Katrin Knecht die veterinärmedizinische Perspektive ein – besonders bei der Differenzierung zwischen infektiösem und allergischem Geschehen und bei der BAL-Diagnostik.
und unser Team mit Sina, Sabrina, Lara, Julia, Vanessa & Josie.
Wir stehen für Sie/Euch da – per Telefon 05642 988-8826 oder -8827, per Beratung oder über die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".
Die Inhalte dieses Ratgebers ersetzen keine tierärztliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei Atemwegsproblemen, Husten, akuter Atemnot oder Verschlechterung des Allgemeinbefindens immer tierärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Tierheilpraktikerin kann einen Tierarzt nicht ersetzen, sondern nur ergänzen. Die Bioresonanz-Haaranalyse ist eine energetische Orientierung und kein medizinisches Diagnoseverfahren.