m Frühjahr und Herbst, insbesondere zu Zeiten des Fellwechsels, bietet sich für Pferde, Ponys und Esel eine Ausleitung und Entschlackung über die Pferdefütterung an. Diese Übergangsphasen stellen für den Organismus besondere Anforderungen dar, da Stoffwechsel, Hautstoffwechsel und Ausscheidungsorgane verstärkt gefordert sind. Viele Pferde reagieren in diesen Zeiten sensibel – sei es mit Veränderungen im Fell, in der Haut, im Allgemeinbefinden oder in der Leistungsbereitschaft.
Eine Ausleitung und Entschlackung beim Pferd über das Futter wird traditionell eingesetzt, um Stoffwechselprozesse zu begleiten und den Organismus in Phasen erhöhter Belastung zu entlasten. Ziel ist es, Leber, Nieren und Hautstoffwechsel bewusst in den Blick zu nehmen und das innere Gleichgewicht zu stabilisieren. Gerade in Fellwechselzeiten zeigt sich immer wieder, wie eng Haut, Stoffwechsel und Ausscheidung miteinander verbunden sind.
Pferde reagieren ausgesprochen sensibel auf Umweltbelastungen. In unserer heutigen Haltungsumgebung nehmen sie vielfältige Umweltgifte, Schadstoffe und Toxine auf – über Futter, Wasser, Luft, Weideflächen oder Einstreu. Diese Stoffe müssen über die Entgiftungsorgane, insbesondere Leber und Nieren, verarbeitet und ausgeschieden werden. Kommt es hier zu einer erhöhten Belastung, kann der Organismus aus dem Gleichgewicht geraten.
Leber und Nieren sind bei Pferden daher dauerhaft gefordert. Eine Entlastung von Leber und Nieren über die Fütterung wird im ganzheitlichen Ansatz seit vielen Jahren geschätzt – insbesondere bei stoffwechselsensiblen Pferden, bei älteren Tieren oder bei Pferden mit empfindlicher Haut und Fellstruktur. Auch der Hautstoffwechsel wird in diesem Zusammenhang häufig mit betrachtet, da die Haut als zusätzliches Ausscheidungsorgan verstanden wird.
Ein weiterer Faktor ist die Fütterung selbst. Eine dauerhaft proteinreiche Pferdefütterung kann Leber und Nieren zusätzlich belasten, da überschüssiges Protein verstoffwechselt und ausgeschieden werden muss. Gerade bei Pferden mit geringem Arbeitsaufwand oder bei empfindlichem Stoffwechsel lohnt sich daher ein genauer Blick auf Proteinmenge, Proteinqualität und Gesamtration.
Doch selbst bei einer möglichst naturnahen, bedarfsgerechten Pferdefütterung und bei reduzierter Umweltbelastung hat sich aus unserer langjährigen Erfahrung gezeigt, dass eine prophylaktische Ausleitung und Entschlackung beim Pferdsinnvoll sein kann. Pferde reagieren äußerst fein auf Veränderungen in ihrer Umwelt und profitieren oft davon, wenn Stoffwechsel, Leber und Nieren regelmäßig bewusst begleitet werden.
Eine gezielte Detox- und Ausleitungsphase beim Pferd, eingebettet in ein ganzheitliches Fütterungskonzept, wird daher von vielen Pferdehaltern als fester Bestandteil der Jahresroutine genutzt – insbesondere im Frühjahr und Herbst. Ziel ist nicht eine kurzfristige Maßnahme, sondern eine ruhige, ernährungsseitige Begleitung des Organismus, angepasst an das individuelle Pferd, seine Haltung, Nutzung und Stoffwechsellage.
