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Weidemyopathie vorbeugen

Weidemyopathie vorbeugen

Die Gefahr der Weidemyopathie lauert vor allem im Spätherbst und zeitigem Frühjahr!

Ein sonniger Tag auf der Weide, die Pferde grasen friedlich – ein Bild, das die Seele berührt. Doch plötzlich der Schock: Ein Tier liegt regungslos am Boden. Was auf den ersten Blick wie ein unerklärliches Unglück wirkt, könnte auf eine heimtückische Gefahr zurückzuführen sein, die oft übersehen wird: den unscheinbaren Bergahorn.

In seinen Samen und Keimlingen lauert ein Gift, das für Pferde tödlich sein kann. Und wenn die ersten Symptome auftreten, bleibt oft nur wenig Zeit, um ein Leben zu retten. Doch keine Sorge – es gibt Wege, wie Du Dein Pferd schützen kannst.

Die versteckte Bedrohung des Bergahorns

Mit jedem Frühling und Herbst wächst die Besorgnis bei Pferdebesitzern: Denn genau in diesen Jahreszeiten tritt die sogenannte atypische Weidemyopathie besonders häufig auf. Der Auslöser ist ein Giftstoff namens Hypoglycin A, der in den unscheinbaren Flügelfrüchten und Keimlingen des Bergahorns verborgen ist.

Während in Mitteleuropa verschiedene Ahornarten heimisch sind, ist es vor allem der Bergahorn, der für Pferde gefährlich werden kann. Neben ihm birgt auch der aus Nordamerika stammende Eschenahorn eine Gefahr. Andere Arten wie der Feld- oder Spitzahorn sind hingegen harmlos. Besonders achtsam solltest Du im Herbst sein, wenn die Flügelfrüchte des Bergahorns die Weiden bedecken, und im Frühjahr, wenn die ersten Keimlinge sprießen.

Leider verschärfen sich die Bedingungen: Die trockenen Sommer der letzten Jahre haben die Grasdecke vieler Weiden ausgedünnt, sodass Pferde eher unabsichtlich Samen aufnehmen. Gleichzeitig begünstigen milde Winter die Ausbreitung von Keimlingen, was die Gefahr im Frühling zusätzlich erhöht.

Ein heimtückisches Gift und seine Wirkung

Die atypische Weidemyopathie ist eine schwere Stoffwechselstörung, die den Pferdekörper lähmt. Hypoglycin A, der giftige Stoff im Bergahorn, verhindert, dass die Muskelzellen genügend Energie aus Fett gewinnen können. Ohne diese Energie versagt die Muskulatur – mit oft fatalen Folgen.

Von der Aufnahme des Giftes bis zu den ersten Symptomen können ein bis zwei Tage vergehen. Diese ähneln anfangs einer Kolik, was die Diagnose erschwert. Manche Pferde reagieren empfindlicher als andere, und in einigen Fällen wurde das Gift sogar über verunreinigtes Wasser aufgenommen, wenn Samen oder Keimlinge in Tränken landeten.

Typische Anzeichen einer Vergiftung sind steife Bewegungen, Schwäche und starkes Schwitzen. Auch eine erhöhte Herz- und Atemfrequenz, Anzeichen von Apathie oder Schluckprobleme können darauf hindeuten. Besonders auffällig ist oft der dunkle, beinahe schwarze Urin, ein Zeichen für den Zusammenbruch der Muskelfunktion.

Sicherheit für Dein Pferd

Zum Glück gibt es Maßnahmen, die Du ergreifen kannst, um das Risiko zu minimieren. Frisches, sauberes Trinkwasser ist entscheidend, da stehendes Wasser häufig kontaminiert ist. Auch solltest Du sicherstellen, dass auf der Weide genügend Raufutter zur Verfügung steht, damit die Pferde nicht aus Hunger die Samen oder Keimlinge aufnehmen. Eine zeitlich begrenzte Weidezeit von maximal sechs Stunden kann zusätzlich helfen. Kontrolliere regelmäßig die Umgebung, entferne Keimlinge und ziehe in Erwägung, gefährliche Ahornbäume in der Nähe der Weide zu fällen. Manchmal ist es die beste Entscheidung, eine Weide vorübergehend nicht zu nutzen.

Was tun im Ernstfall?

Zeigt Dein Pferd Anzeichen einer Vergiftung, heißt es schnell handeln. Ein erfahrener Tierarzt kann durch Infusionen, Schmerzmittel und Vitamine den Zustand stabilisieren und das Tier unterstützen.

Solange das Pferd noch stehen kann, sind die Chancen auf Heilung deutlich höher.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Neben allen Vorsichtsmaßnahmen kann eine Pferde-Krankenversicherung eine wichtige Unterstützung sein. Sie deckt hohe Tierarztkosten ab und gibt Dir die Sicherheit, in einer Notsituation schnell handeln zu können.

Mit Umsicht und der richtigen Vorbereitung kannst Du Dein Pferd effektiv vor der unsichtbaren Gefahr durch den Bergahorn schützen. Denn manchmal ist es genau diese Achtsamkeit, die über das Wohl und Wehe Deines geliebten Tieres entscheidet.

Eine zentrale Rolle nach einer überstandenen Weidemyopathie spielt das Pferdefutter!

Zur Minderung der Gefahr einer Weidemyopathie sollten Pferde nicht 24 Stunden im Spätherbst und zeitigem Frühjahr der Witterung ausgesetzt und damit auf der Weide verbleiben. Pferde sollten vor dem ersten und nach dem letzten Frost in eine 24 Stunden Weidehaltung geschickt werden; nicht während des Frostes.

Auch sollten Weidepferde nicht über längere Zeit ohne Weidehütte auf der Weide gehalten werden. Tagelanger Regen, Wind und kältere Temperaturen schwächen sowohl das Immunsystem wie auch die Muskulatur und machen somit empfänglich für die gefürchtete Weidemyopathie.

Empfehlenswert ist, die Pferde bei o. g. Witterungsverhältnissen über Nacht aufzustallen bzw. ihnen einen Offenstall mit freiem Zugang zur Verfügung zu stellen. Die Zufütterung von Heu hat sich ebenso bewährt wie Futterstroh zur freien Verfügbarkeit.

Eine optimale Versorgung mit natürlichen und somit gut verwertbarer Mineralstoffe, Vitamine und Spurenelemente gibt weiterhin einen guten Schutz vor der Weidemyopathie. Auch die Zufütterung von natürlichem und somit gut verwertbarem Vitamin E (natürlich und konzentriert in Nehls Muskel-Stark enthalten) ist empfehlenswert, wie auch die Unterstützung der so wichtigen Entgiftungsorgane Leber & Nieren sich bewährt hat.

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