PSSM und MIM/PSSM2 beim Pferd
Wenn die Muskeln streiken – genetisches Schicksal oder beeinflussbare Stoffwechselsache? Was die Biochemie zeigt und was das Pferd wirklich braucht.
PSSM ist eine Sammelbezeichnung für Muskelerkrankungen beim Pferd. Man unterscheidet PSSM1 (genetisch eindeutig, Mutation im GYS1-Gen, klassischer „Polysaccharid-Speicher") und MIM/PSSM2 – heute genauer als Muskel-Integrations-Myopathie (MIM) bezeichnet. Bei MIM/PSSM2 sammeln sich nicht Mehrfachzucker an, sondern es kommt zu Desmin-Verklumpungen (muskelspezifisches Strukturprotein (Intermediärfilament), das für die Stabilität von Herz-, Skelett- und glatter Muskulatur sorgt), kollabierten Z-Scheiben (=Sie spielen eine zentrale Rolle bei der Kraftübertragung während jeder Muskelbewegung) und gestörten Mitochondrien in der Muskelzelle. Die Frage „rein genetisch oder beeinflussbar?" ist umstritten. Aus unserer Sicht entstehen die typischen Veränderungen auch dann, wenn drei Stoffwechsel-Defizite gleichzeitig auftreten: Energiemangel der Muskelzelle, oxidativer Stress und Aminosäuremangel. Alle drei sind durch Fütterung und Haltung beeinflussbar – das ist die gute Nachricht.
- PSSM1 ist genetisch eindeutig durch eine Mutation im GYS1-Gen verursacht. PSSM2 wurde umbenannt zu MIM (Muskel-Integrations-Myopathie), weil die ursprüngliche „Polysaccharid-Speicher"-Erklärung nicht zutrifft.
- Beim Pferd mit MIM/PSSM2 zeigen sich unter dem Elektronenmikroskop Desmin-Verklumpungen, zerstörte Z-Scheiben und nicht mehr funktionierende Mitochondrien – die Muskelzelle verliert ihre Stabilität und Energieversorgung.
- Die Genetik allein erklärt das Bild nicht: Es gibt Pferde mit positivem MIM/PSSM2-Test ohne Symptome – und Pferde mit klarer Symptomatik ohne nachweisbare Genvariante.
- Drei Stoffwechsel-Faktoren entscheiden mit, ob sich Desmin-Verklumpungen aufbauen: Energiemangel, oxidativer Stress, Aminosäuremangel. Alle drei sind über Fütterung und Haltung beeinflussbar.
- Synthetisches, hochdosiertes Vitamin E – heute oft empfohlen – kann genau die Signale blockieren, die für Mitochondrien-Aufbau und Trainingsanpassung gebraucht werden.
- Sekundäre Pflanzenstoffe aus naturbelassener Fütterung wirken differenzierter als isolierte synthetische Antioxidantien.
- Darmgesundheit, Leberfunktion und Mikronährstoffversorgung sind aus unserer Sicht die drei entscheidenden Hebel für ein MIM/PSSM2-Pferd.
Was ist PSSM – und warum heißt PSSM2 heute MIM?
PSSM steht für „Polysaccharide Storage Myopathy" – Polysaccharid-Speicher-Myopathie. Der Begriff stammt aus der Beobachtung, dass sich bei einer bestimmten Form dieser Muskelerkrankung tatsächlich überschüssige Mehrfachzucker (Polysaccharide) in den Muskelzellen ansammeln. Diese Form heißt heute PSSM1 und ist genetisch eindeutig: Sie wird durch eine Mutation im GYS1-Gen ausgelöst. Pferde mit PSSM1 zeigen häufig Muskelzittern, Verspannungen, starkes Schwitzen schon bei geringer Belastung, kreuzverschlagsähnliche Symptome und Muskelabbau an der Kruppe – die Beschwerden treten meist im Zusammenhang mit körperlicher Anstrengung auf.
Daneben gab es eine zweite Form mit ähnlichem klinischen Bild, die zunächst PSSM2 genannt wurde. Man ging anfangs von einer ähnlichen Ursache aus. Diese Annahme wurde aber relativ bald widerlegt: Bei PSSM2 sammeln sich keine Polysaccharide an. Deshalb wurde der Begriff in MIM (Muskel-Integrations-Myopathie) umbenannt. Im Praxis-Alltag werden weiterhin beide Begriffe verwendet – wir sprechen in diesem Ratgeber von MIM/PSSM2, wenn diese zweite Form gemeint ist.
Typische Symptome bei MIM/PSSM2
MIM/PSSM2 entwickelt sich häufig schleichend und macht sich oft erst im Alter von 7 bis 10 Jahren bemerkbar. Viele Pferde verändern ihr Wesen – sie werden entweder träge oder unerwartet explosiv, teilweise auch aggressiv oder ziehen sich innerlich zurück. Die Hinterhand wirkt steif, der Gang unkoordiniert, oft begleitet von diffusen Lahmheiten. Hinzu kommen Muskelabbau an Hinterhand und Schultern, ungewöhnliche Bewegungsmuster und erhöhte Muskelspannung, die sich bei Kälte verschlimmert. Charakteristisch sind auch Vertiefungen in der Muskulatur, die an Trittverletzungen erinnern.
Weil die Symptome so vielfältig sind, bleibt MIM/PSSM2 oft lange unerkannt. Tierärzte, Physiotherapeuten und Trainer stoßen an ihre Grenzen, wenn Lahmheiten oder Verspannungen immer wieder auftreten, ohne dass eine klare Ursache gefunden wird.
Was in der Muskelzelle bei MIM/PSSM2 passiert
Unter dem Elektronenmikroskop sehen Forscher bei MIM/PSSM2-Pferden ein klares Bild: eine Degeneration der Muskelzellen, charakterisiert durch Desmin-Anhäufungen, zerstörte Z-Scheiben und nicht mehr funktionierende Mitochondrien.
Damit das für Pferdehalter einordbar wird:
- Desmin ist das Gerüst der Muskelzelle. Es verbindet die einzelnen Kontraktionseinheiten (Sarkomere) seitlich miteinander, verankert sie an der Zellwand und hält die Mitochondrien (die Kraftwerke der Zelle) an ihrem Platz.
- Z-Scheiben sind die Strukturelemente, die das Sarkomer begrenzen und stabilisieren.
- Mitochondrien sind die Energiekraftwerke jeder Zelle – sie produzieren ATP, die universelle Energiewährung des Körpers.
Wenn Desmin verklumpt und die Z-Scheiben kollabieren, verliert die gesamte innere Architektur der Muskelzelle ihre Stabilität. Ohne reibungslos arbeitende Mitochondrien hakt die Energiegewinnung und -bereitstellung. Der Muskel kann keine Kraft mehr aufnehmen, nicht regenerieren und nicht wachsen – er kann einfach nicht richtig funktionieren.
Genetisch determiniert oder beeinflussbar?
Die Frage nach der Ursache von MIM/PSSM2 ist umstritten. Manche Stimmen gehen von rein genetischen Ursachen aus und wollen mit genetischer Testung dem Bild auf den Grund gehen. Andere lehnen eine genetische Determination kategorisch ab. Für beide Sichtweisen gibt es Argumente:
- Bei vielen Pferden mit MIM/PSSM2-Symptomatik wurden entsprechende Genvarianten nachgewiesen.
- Es gibt aber auch Pferde, die positiv auf diese Genvarianten getestet wurden – und keinerlei Symptome zeigen.
- Und es gibt eine nicht kleine Gruppe von Pferden mit klarer MIM/PSSM2-Symptomatik, bei denen diese Genvarianten nicht vorliegen.
Das ist nicht wirklich überraschend, denn Desmin-Aggregate – also die Verklumpungen, die das mikroskopische Bild prägen – sind kein exklusiver Fingerabdruck einer bestimmten Genmutation. Sie entstehen immer dann, wenn drei biochemische Bedingungen gleichzeitig eintreten. Und diese drei Bedingungen sind durch moderne Haltung und Fütterung beeinflussbar.
Die drei Ursachen des Zellzusammenbruchs
1. Energiemangel
Das zelleigene Reinigungssystem, das beschädigtes Desmin erkennt und abbaut, ist vollständig abhängig von ATP – der Energiewährung des Körpers, die in den Mitochondrien hergestellt wird. Fehlt Energie, stoppt das Aufräumsystem. Beschädigtes Desmin reichert sich in der Zelle an, statt entsorgt zu werden.
2. Oxidativer Stress
Desmin, das oxidativ verändert wurde, wird vom Reinigungssystem nicht mehr als „abzubauen" erkannt. Es klumpt zusammen, hemmt weitere Abbauprozesse und löst so eine Kettenreaktion aus.
3. Aminosäuremangel
Desmin wird im gesunden Muskel ständig erneuert. Dazu wird beschädigtes Desmin recycelt und gleichzeitig frische Aminosäuren als Baustoffe eingesetzt. Fehlen Aminosäuren – und vor allem auch deren Vorstufen – kann nicht genug frisches Desmin nachproduziert werden. Eine vollständige Aminosäureversorgung über den Dünndarm allein ist beim Pferd dauerhaft nicht möglich.
Das unter dem Mikroskop erkennbare Bild von MIM/PSSM2 entsteht auch ohne Gendefekt – wenn der Stoffwechsel an genau diesen drei Punkten gleichzeitig versagt. Genau diese drei Punkte sind durch moderne Haltung und Fütterung systematisch unter Beschuss. Glücklicherweise heißt das auch: Sie sind beeinflussbar.
Energie für die Muskelzelle – der Dickdarm ist der Schlüssel
Ein Großteil der Energie des Pferdes kommt aus kurzkettigen Fettsäuren, die von Darmbakterien im Blind- und Dickdarm produziert werden. Es ist anatomisch und physiologisch nicht möglich, Pferde dauerhaft über den Dünndarm mit Kohlenhydraten ausreichend mit Energie zu versorgen – die Hauptenergiequelle ist die mikrobielle Fermentation der Faser im hinteren Darmabschnitt.
Wenn die Darmbakterien gestört werden – durch Pestizidrückstände im Futter, durch unverdaute Kraftfutterstärke, die im Dünndarm nicht ausreichend aufgenommen wurde, oder durch hochdosierte Mineralstoffzusätze – bricht die Energieproduktion ein. Eine Überversorgung mit Zink etwa kann, das zeigen Untersuchungen am Pferdedarm, die bakterielle Vielfalt im Mikrobiom verringern und die Bildung von Butyrat senken – einer kurzkettigen Fettsäure, die für die Darmgesundheit zentral ist. Bedarfsgerecht dosierte Mineralstoffe sind dagegen unproblematisch; es kommt auf das Maß an. Gerät das Mikrobiom aus dem Gleichgewicht, laufen die Mitochondrien der Muskelzelle auf Notbetrieb, das Zellreinigungssystem stoppt, und beschädigtes Desmin bleibt liegen.
Was ein MIM/PSSM2-Pferd im Darm braucht
- Natürliche, artgerechte Fütterung – ohne synthetische Zusatzstoffe und ohne schwer verdauliche Stärkemengen, die das Mikrobiom des Dickdarms stören
- Strukturierte Darmpflege – unerwünschten Darmbewohnern „unbequem" werden und gleichzeitig die Darmbarriere, die Verdauungsfunktion und die erwünschten Bakterienstämme stärken
- Langfristige Stabilisierung – unvermeidbare Störfaktoren aus Umwelt, Grundfütterung und notwendiger medizinischer Versorgung über die langfristige Begleitung von Darm, Stoffwechsel und Entgiftungsorganen entschärfen
Oxidativer Schutz – intelligent statt pauschal
Hier liegt aus unserer Sicht einer der größten Fehler der aktuellen Fütterungsstrategien bei MIM/PSSM2. Isoliertes, oft synthetisches Vitamin E wird hochdosiert empfohlen, um oxidativen Stress zu reduzieren. Was viele nicht wissen: Pauschal hochdosiertes synthetisches Vitamin E blockiert nicht nur schädliche Radikale, sondern auch physiologische Signalradikale, die nach dem Training wichtige Botenstoffe wie AMPK und PGC-1alpha aktivieren – genau die Signale, die zu Mitochondrien-Neubildung, zur direkten Energiegewinnung aus freien Fettsäuren und zur Trainingsadaptation führen würden.
Das Pferd wird trainiert, aber in der Zelle kommt das Trainingssignal nicht an. Die Muskulatur kann sich nicht anpassen.
Was sekundäre Pflanzenstoffe besser machen
Flavonoide wie OPC aus Traubenkernen und vielfältige Polyphenole aus Früchten, Gemüse und Kräutern haben einen entscheidenden Vorteil: Sie dämpfen oxidativen Stress, lassen aber die physiologischen Signalradikale passieren. Dadurch behält das Pferd seine Fähigkeit zur Trainingsanpassung und Energienutzung. Gleichzeitig aktivieren sie über den Botenstoff AMPK genau den Stoffwechselweg, den das MIM/PSSM2-Pferd am dringendsten braucht.
Isolierte, meist synthetische Antioxidans-Vitamine hemmen diesen Weg dagegen ebenfalls.
Vitamin E in natürlicher Matrix
Vitamin E aus frischem Gras und hochwertigen Pflanzenölen kommt in einer Pflanzenfettsäuren-Matrix, die das Transportprotein der Leber vollständig erkennt. Synthetisches all-rac-alpha-Tocopherolacetat – die in vielen Futtermitteln verwendete Form von Vitamin E – besteht aus acht Stereoisomeren (Spiegelbildern voneinander), von denen nur eines mit der natürlichen Variante identisch ist. Das ist kein philosophischer Unterschied, sondern ein biochemischer mit direkten körperlichen Auswirkungen.
Baumaterial für die Erneuerung – Leber und Aminosäuresynthese
Das dritte Defizit ist das am wenigsten bekannte. Das Pferd synthetisiert einen Großteil seiner nicht-essentiellen Aminosäuren selbst – und zwar in der Leber. Die Rohstoffe dafür stellt die sekundäre Gärkammer in Blind- und Dickdarm zur Verfügung: die Kohlenstoffgerüste aus den vom Mikrobiom gebildeten freien Fettsäuren und der durch die Fermentation der Pflanzennahrung freigesetzte Stickstoff.
Wenn die Leberfunktion bereits durch Futtermittelzusatzstoffe, Pestizidbelastung, andere Umweltgifte und körpereigene Toxine aus einem durchlässigen Darm eingeschränkt ist, kann sie diese Synthese nicht mehr ausreichend leisten. Kein noch so guter Proteinzusatz ändert das, denn eine alleinige Versorgung über den Dünndarm ist langfristig nicht möglich und belastet die Leber zusätzlich. Wenn der Syntheseweg blockiert ist, reicht die eigene Aminosäuren-Produktion nicht aus – auch wenn die Rohstoffe da wären.
Leberunterstützung als Schlüssel zur Muskelregeneration
In der traditionellen Pflanzenkunde rund um die Leber stehen einige Pflanzen seit langem im Mittelpunkt, deren Wirkung jedoch bei Tieren klinisch nicht nachgewiesen ist:
- Mariendistel (Silybum marianum) – ihr Inhaltsstoff Silymarin gehört zu den am intensivsten erforschten pflanzlichen Substanzen im Leberkontext und ist Gegenstand zahlreicher Studien
- Artischocke (Cynara scolymus) – Bitterstoffträger, traditionell im Leber-Galle-Kontext beschrieben
- Löwenzahn (Taraxacum officinale) – klassische Bitterpflanze der naturheilkundlichen Tradition
- Birke, Goldrute, Brennnessel – in der traditionellen Pflanzenkunde im Umfeld der Nierenausscheidung beschrieben; relevant für die Ableitung von Harnstoff, dem Stickstoffabfallprodukt
Mehr zu den einzelnen Pflanzen in unserem Blog: Kräuter- und Pflanzenkunde im THZ-Blog
Warum die natürliche Matrix einen Unterschied macht
Synthetische Präparate liefern isolierte Verbindungen in hohen Konzentrationen. Der Körper des Pferdes hat sich nicht mit isolierten Verbindungen entwickelt – er kennt Nährstoffe als Teil einer biologischen Matrix, eingebettet in Begleitstoffe, die ihre Aufnahme regulieren, Überdosierung verhindern und eine optimale Nutzung der vorhandenen Ressourcen ermöglichen.
Ein Beispiel: Calcium aus Algenkalk ist nicht isoliert, sondern im Verbund mit Magnesium, über 70 Spurenelementen, Alginaten und hoher natürlicher Pufferkapazität eingebettet. Calcium als reines Calciumcarbonat ist eben nur Calciumcarbonat. Ähnliches gilt für Vitamin E aus frischem Gras gegenüber dem synthetisch hergestellten Tocopherolacetat.
Bewegung – sanft, regelmäßig, achtsam
Neben der Fütterung ist Bewegung ein essenzieller Bestandteil im Management von MIM/PSSM2. Pferde mit dieser Symptomatik brauchen Bewegung – aber in einem Tempo und Umfang, das zu ihrem aktuellen Zustand passt.
Bewährt haben sich sanfte Bewegungsformen wie ausgedehnte Schrittphasen oder lockeres Longieren, die den Stoffwechsel anregen, ohne die Muskeln zu überfordern. Regelmäßiger, maßvoller Weidegang ist ebenfalls wertvoll – nicht nur für den Stoffwechsel, sondern auch für die innere Ruhe des Pferdes. Die Möglichkeit, sich frei in der Natur zu bewegen und soziale Kontakte zu anderen Pferden zu pflegen, ist ein nicht zu unterschätzender Faktor in der Gesamtbegleitung.
Wichtig: Eine Trainingsadaptation kann auf zellulärer Ebene nur stattfinden, wenn der Stoffwechsel die nötigen Signale durchlässt. Genau hier verbindet sich der Bewegungs- mit dem Fütterungsteil – ein Training, das nicht in der Muskelzelle ankommt, baut weder Muskulatur auf noch verbessert es die Belastbarkeit.
Ganzheitliche Begleitung – nicht stören, gezielt unterstützen
Das ist die Grundlinie, die sich aus all dem ergibt: Ein MIM/PSSM2-Pferd braucht kein weiteres synthetisches Präparat. Es braucht drei Dinge gleichzeitig:
- Energie für die Muskelzelle – aus einem funktionierenden Dickdarm-Mikrobiom über kurzkettige Fettsäuren und stabile ATP-Produktion in den Mitochondrien
- Schutz vor oxidativem Stress – aber ohne die physiologischen Signalradikale zu blockieren, die für Mitochondrien-Aufbau und Trainingsanpassung gebraucht werden
- Baumaterial für strukturelle Erneuerung – Aminosäuren und ihre Vorstufen aus einer intakten Leber-Darm-Achse
Natürliche Futtermittel liefern genau das – in der richtigen Form, in der richtigen Nährstoffkombination, ohne die Organ- und Zellsysteme zu stören, die das Pferd für seine Regeneration braucht.
Aus unserer Beratungspraxis sehen wir zusätzlich, dass die Bioresonanz-Auswertung als individueller Informationstest helfen kann, verborgene Belastungen im Organsystem sichtbar zu machen – Belastungen aus Futtermitteln, Umwelt oder dem Stoffwechsel, die bei einem rein laborbasierten Vorgehen unsichtbar bleiben. Sie ersetzt keine tierärztliche Diagnose, sie ergänzt das Bild.
Was das für ein MIM/PSSM2-Pferd konkret bedeutet
Wenn Ihr Pferd bereits einen positiven MIM/PSSM2-Gentest hat, wenn Sie einen solchen Befund vermuten, oder wenn sich Ihr Pferd trotz nach aktuellem Standard optimierter Fütterung und Training nicht wie erhofft entwickelt, lohnt sich ein Blick auf die drei beschriebenen Ebenen:
- Darmgesundheit – ist die Mikrobenflora im Dickdarm stabil oder gestört?
- Zellstoffwechsel – kommen die Trainingssignale in der Zelle an oder werden sie durch synthetische Antioxidantien blockiert?
- Leberfunktion – kann die Leber die nötigen Aminosäuren noch ausreichend synthetisieren?
Dieser Dreiklang ist kein Wunderrezept, sondern eine konsequente Unterstützung dessen, was das Pferd eigentlich selbst leisten kann – wenn man aufhört, die Zellfunktionen, Organsysteme und Regulationsmechanismen zu stören, die es dafür braucht.
Nicht stören. Gezielt unterstützen.
Das ist unsere Philosophie für Pferde mit MIM/PSSM2 – und die Biochemie des Pferdes gibt uns Recht. Statt das Pferd mit immer neuen isolierten Wirkstoffen zu „füllen", lohnt es sich, einen Schritt zurückzutreten und den Stoffwechsel selbst wieder arbeiten zu lassen. Eine artgerechte, naturbelassene Fütterung mit echten Zutaten, Bewegung im Maß des einzelnen Pferdes und ein ruhiger Blick auf Darm und Leber – das ist aus unserer Sicht der Weg, der langfristig trägt.
Individuelle Begleitung bei MIM/PSSM2
Wenn Sie für Ihr Pferd einen individuellen Blick auf Darm, Leber, Mikronährstoffversorgung und Belastungslage suchen, kann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" eine Grundlage sein. Sie macht individuelle Belastungsfelder sichtbar und ist – verbunden mit dem persönlichen Beratungsgespräch – die Basis für einen Fütterungs-Begleitplan, der zum einzelnen Pferd passt. Ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →