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Insekten, Parasiten und Plagegeister auf der Weide und im Stall

Insekten, Parasiten und Plagegeister auf der Weide und im Stall

Ungebetene Gäste auf der Weide und im Pferdestall: Alles, was du wissen musst!

Die Plagegeister der warmen Jahreszeit und einige die besonders aktiv sind, wenn es kalt wird

Wenn die Sonne strahlt und die Wiesen in voller Blüte stehen, schlüpfen nicht nur die schönen Schmetterlinge hervor. Auch zahlreiche ungebetene Gäste machen sich auf den Weg zu unseren geliebten Pferden. Die warmen Monate sind für viele von uns eine Zeit des Glücks, doch für unsere vierbeinigen Freunde kann diese Zeit voller Unannehmlichkeiten und Bedrohungen sein.

Diese lästigen Parasiten können nicht nur Juckreiz und Unbehagen verursachen, sondern auch ernsthafte Krankheiten auslösen. Aber auch im Herbst und wenn es kälter wird, werden bestimmte Ektoparasiten aktiv, Wir möchten Euch ein wenig helfen, diese Plagegeister kennenzulernen und was man tun kann.

Die kleinen Quälgeister: Ein Blick auf die häufigsten Parasiten

Mit dem Sommer kommt die Insektenzeit – ein wahres Fest für die geflügelten Plagegeister, die sich in den warmen Ecken unserer Ställe sammeln. Der Geruch von frischem Heu, Schweiß und Mist zieht sie magisch an und macht das Leben unserer Pferde zur Qual. Diese kleinen Quälgeister nisten sich heimlich in der Mähne und auf der Haut deines Pferdes ein, wobei sie beißen, stechen und ihre Eier ablegen. Auch wenn nicht alle Parasiten gefährlich sind, können die Beschwerden für die sensiblen Seelen unserer Pferde sehr unangenehm werden.

Die ersten Anzeichen eines Befalls sind oft harmlos, doch der Juckreiz kann schnell zu einer ernsthaften Hautentzündung führen, wenn keine Maßnahmen ergriffen werden. Um deinen vierbeinigen Freund zu schützen, ist es entscheidend, sich mit den verschiedenen Arten von Parasiten und ihren Auswirkungen vertraut zu machen.

Gefährliche Gefährten: Wer sind die Parasiten, die deinem Pferd schaden können?

Die Ektoparasiten – jene lästigen Bewohner, die sich an der Außenseite des Körpers ansiedeln – lassen sich in zwei große Gruppen einteilen: Insekten und Spinnentiere. Während die Insekten wie die Hirschlaus und die Bremsen eher kurzzeitige Besucher sind, machen es sich Spinnentiere wie Zecken und Milben dauerhaft bei ihrem Wirt gemütlich.

Hier sind einige der gefürchtetsten Parasiten, die deinen geliebten Partner gefährden können:

Herbstgrasmilbe (Neotrombicula autumnalis) :

Diese winzigen, rot behaarten Larven tauchen im Spätsommer auf und suchen sich gierig einen Wirt. Sie versammeln sich in großen Gruppen und verursachen einen unerträglichen Juckreiz, der schnell zu offenen Wunden und schmerzhaften Entzündungen führen kann.

Milben und ihre Rolle im Pferdeleben

Milben, diese unsichtbaren Akteure aus der Welt der Spinnentiere, sind wahre Überlebenskünstler. Mit mehr als 50.000 verschiedenen Unterarten sind sie in der Lage, sich in den unterschiedlichsten Umgebungen heimisch zu fühlen – sei es auf einem Wirt, im Boden oder in den vertrauten Textilien rund um das Pferd. Ihre Ernährung ist ebenso vielseitig: Sie bedienen sich an den Körperschuppen und Flüssigkeiten der Tiere, naschen von Pflanzen, und selbst das Aas und die feinen Pilze stehen auf ihrem Speiseplan. Aufgrund ihrer ganzjährigen Aktivität sind sie ständige Begleiter im Leben der Pferde und können eine bedrohliche Präsenz darstellen. Besonders die heutzutage weniger verbreitete Räude erinnert uns an die Unruhe, die sie im Pferdeleben anrichten können.

Infektionsrisiken: Wie Milben das Pferd heimsuchen

Das ganze Jahr über ist der Gefahr von Milben ein Pferd ausgesetzt. Wie stark sich die Symptome zeigen, hängt jedoch von der Gesundheit des Tieres und der Anzahl der kleinen Quälgeister ab, die sich an seinem Körper tummeln. Die Übertragung kann über andere Pferde, aber auch durch Vögel erfolgen, die scheinbar harmlos erscheinen, aber diese ungebetenen Gäste mit sich bringen können. Ihre Anpassungsfähigkeit und Widerstandskraft sind beeindruckend – sie finden in der Umgebung des Pferdes immer einen Platz, um zu überleben und sich auszubreiten.

Die unliebsamen Symptome: Wenn Milben zum Problem werden

Die Anzeichen für einen Milbenbefall sind oft ein alarmierendes Zeichen für die Pferdebesitzer. Der quälende Juckreiz zwingt das Tier dazu, unruhig zu werden, während es mit seinen Füßen stampft und an seinen eigenen Gliedern nagt. Schuppen beginnen sich zu bilden, und das Fell verliert seinen Glanz, wenn Krusten an den Stellen entstehen, wo die kleinen Plagegeister zugeschlagen haben. Bei starkem Befall können die Symptome sich verschärfen: Entzündungen und gerötete, kahle Stellen werden sichtbar, während das Tier unter Haarausfall leidet. Sekundärinfektionen durch Bakterien können sich entwickeln, und in schlimmsten Fällen führt dies zu Mauke und sogar Pilzbefall, was das ohnehin geschwächte Immunsystem des Pferdes zusätzlich belastet. Auch der Gewichtsverlust kann eine besorgniserregende Folge dieser unerbittlichen Eindringlinge sein.

In dieser kleinen Welt der Milben zeigt sich einmal mehr, wie wichtig die Gesundheit und das Wohlbefinden unserer Pferde sind. Ein wachsames Auge und die richtige Pflege können helfen, den kleinen Plagegeistern den Garaus zu machen und unseren geliebten Vierbeinern ein beschwerdefreies Leben zu ermöglichen.

Zecken (Ixodida) - siehe vor allem auch Borreliose:

Diese blutsaugenden Parasiten ähneln kleinen Spinnen und sind Meister der Tarnung. Nach dem Festhalten an ihrem Wirt können sie ernsthafte Krankheiten wie Borreliose und Anaplasmose übertragen. Sie sind unauffällig und können bis zur Größe einer Kaffeebohne anschwellen, nachdem sie sich vollgesogen haben.

Bremsen (Tabanidae):

Diese großen Blutsauger sind für ihre schmerzhaften Stiche gefürchtet. Sie verursachen nicht nur Angst bei den Pferden, sondern können auch Krankheiten wie die Equine Infektiöse Anämie übertragen. Ihre ungestüme Art lässt sie von Pferd zu Pferd hüpfen und dabei die Gesundheit der Tiere gefährden.

Der Sommer und die lästigen Besucher: Bremsen, die Pferdeplage

Kein Sommer vergeht ohne die summenden Plagegeister, die sowohl dich als auch dein Pferd zur Verzweiflung bringen können. Bremsen – jene unerwünschten Begleiter der heißen Monate – machen ihrem Namen als „Pferdebremsen“ alle Ehre. Ihr Biss ist nicht nur ein kleiner, lästiger Pieks; er hinterlässt eine brennende Spur des Schmerzes, die deinem Pferd genauso zusetzt wie dir.

Mit den ersten schwülen Tagen im Mai beginnt ihr stiller Anmarsch. Bis in den September hinein schwirren sie in der Sommerhitze umher und finden in verschwitzten Pferdekörpern ihr perfektes Ziel. Besonders die weiblichen Bremsen haben es dabei auf eine ganz spezielle Mission abgesehen: Sie brauchen das Blut deines Pferdes, um ihre Eier zu legen. Und wie gemein die Natur manchmal sein kann, haben sie eine Vorliebe für jene Stellen, an die dein Pferd mit seinem Schweif einfach nicht herankommt.

Die verborgene Gefahr: Warum du Bremsen ernst nehmen solltest

Es geht nicht nur um den Schmerz, den diese Biester verursachen. Bremsenstiche sind für Pferde eine echte Plage, die weit über ein bisschen Juckreiz hinausgehen können. Dein Pferd kennt die Qual nur zu gut – die schmerzhafte Stelle, das ständige Wedeln und die verzweifelten Versuche, sich irgendwie Linderung zu verschaffen.

Doch was passiert, wenn der Schmerz zu viel wird? In Panik kann dein Pferd die Flucht ergreifen, wild und unkontrolliert, was schnell zu gefährlichen Verletzungen führen kann. Und als wäre das nicht genug, besteht immer das Risiko, dass der Stich selbst zum Problem wird. Entzündungen sind häufig, vor allem, wenn dein Pferd versucht, den Juckreiz durch Scheuern an Wänden oder am Boden zu lindern.

Schließlich lauert eine weitere, seltene, aber ernstzunehmende Gefahr: Krankheiten. Bremsen sind nicht nur lästig, sie können auch Überträger von Krankheiten wie Borreliose sein. Und obwohl solche Fälle glücklicherweise selten sind, ist es ein weiterer Grund, warum du und dein Pferd diese fliegenden Quälgeister nicht unterschätzen solltet.

In diesem Sommer: Pass gut auf dein Pferd auf, schütze es, so gut du kannst, und sei wachsam – die Bremsen sind nur ein weiterer Prüfstein in der endlosen Reihe von Herausforderungen, die die warme Jahreszeit mit sich bringt.

Dasselfliegen (Oestridae):

Mit ihrem honigbienenähnlichen Aussehen sind diese Fliegen zwar faszinierend, doch ihre Larven können im Maul und Magen-Darm-Trakt erhebliche Reizungen und gesundheitliche Probleme verursachen.

Haarlinge (Phthiraptera):

Diese kleinen, flügellosen Parasiten sind nicht nur lästig, sie führen durch ihre Sauggewohnheiten auch zu starkem Juckreiz und entzündlichen Hautreaktionenen.

Die stillen Quälgeister im Winterfell

Wenn die kalte Jahreszeit Einzug hält, suchen nicht nur wir Menschen Schutz vor Frost und Wind, sondern auch einige ungebetene Gäste im Fell unserer Pferde. Unter der dichten Mähne und im weichen Schweif verstecken sich Haarlinge und Läuse, winzige, aber lästige Ektoparasiten, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, das Wohlbefinden unserer vierbeinigen Freunde zu stören. Diese kleinen Wesen könnten kaum unterschiedlicher sein: Während die Sauglaus mit ihrem feinen Stachel Blut stiehlt, begnügt sich der Haarling mit Hautschuppen und Geweberesten. Beide jedoch teilen die erstaunliche Fähigkeit, sich in kurzer Zeit rasant zu vermehren – bis zu 150 Eier legt ein Weibchen in nur einem Monat.

Ein frostiger Zufluchtsort für ungebetene Gäste

Besonders in den kühlen, feuchten Monaten finden diese winzigen Plagegeister ideale Bedingungen vor. Die Winterkälte treibt sie in die schützenden Tiefen des Pferdefells, wo sie in Ruhe ihre Nachkommenschaft heranziehen können. Feuchte, beengte Stallungen bieten ihnen geradezu perfekte Lebensbedingungen, während unsere geschwächten oder kränkelnden Pferde zu einer leichten Beute werden. Der Unterschlupf wird für die Parasiten schnell zum Paradies, doch für das Pferd bedeutet dieser Winterbesuch Stress und Unwohlsein. Das unermüdliche Krabbeln und Beißen führt zu Juckreiz und nervösem Verhalten – Zeichen, die man als liebevoller Pferdehalter kaum übersehen kann.

Wenn das Fell zum Spiegel der Gesundheit wird

Die ersten Anzeichen eines Befalls sind oft subtile Veränderungen im Verhalten. Das Pferd wirkt unruhig, kratzt sich vermehrt und zeigt eine Art inneren Unfrieden. Schon bald folgen handfeste Symptome: Scheuerstellen, Wunden und kahle Stellen im Fell, die auf das ständige Scheuern und Kratzen zurückzuführen sind. Sekundärinfektionen können sich einstellen, wenn Bakterien die offenen Hautstellen besiedeln. Manchmal erinnert das Fellbild mehr an eine zerrissene Decke als an das stolze Kleid eines Pferdes, das wir kennen und lieben.

Der Blick fürs Detail – und die schnelle Hilfe

Glücklicherweise lässt sich ein Befall mit bloßem Auge erkennen. Wer sein Pferd aufmerksam pflegt, wird die kleinen Parasiten und ihre Nissen leicht entdecken. Ein einfacher Bürstentest, bei dem die Bürste über einem weißen Tuch ausgeklopft wird, reicht oft aus, um die lichtbraunen Störenfriede ans Licht zu bringen. Doch das Entdecken ist nur der erste Schritt.

Sobald der Befall erkannt ist, heißt es handeln. Regelmäßiges Bürsten kann den Parasiten bereits zusetzen, doch eine gezielte Behandlung ist unerlässlich. Ob du dich für chemische Mittel oder natürliche Alternativen wie Kokosöl entscheidest, das Wohl deines Pferdes steht an erster Stelle. Die betroffenen Hautstellen verdienen dabei besondere Aufmerksamkeit: Sanfte Reinigung, Desinfektion und pflegende Öle helfen, die angegriffene Haut zu beruhigen und die Heilung zu fördern.

Und nicht zuletzt: Vergiss die Umgebung nicht! Eine gründliche Reinigung von Stall und Ausrüstung ist der Schlüssel, um die Verbreitung dieser lästigen Parasiten zu stoppen. Denn nur so bleibt das Pferd nicht nur gesund, sondern auch entspannt und glücklich – bereit, den Winter an deiner Seite zu genießen.

Hirschlausfliegen (Lipoptena cervi):

Diese „fliegenden Zecken“ sind ein weiteres Übel, das Pferde direkt angreift und für schmerzhafte Bisse sorgt, die selbst die ruhigen unter den Tieren in Panik versetzen können.

Kriebelmücken (Simuliidae) und Stechmücken (Culicidae) - siehe vor allem Sommerekzem:

Diese aggressiven Blutsauger hinterlassen geschwollene, schmerzhafte Wunden und können gefährliche Viren übertragen. Ihre Stiche sind nicht nur unangenehm, sondern können auch ernsthafte Gesundheitsprobleme verursachen. Siehe Sommerekzem!

Schütze dein Pferd: Prävention ist der Schlüssel!

Die warmen Monate sind für unsere Pferde besonders anfällig, wenn es um Parasitenbefall geht. Doch du kannst Maßnahmen ergreifen, um dein geliebtes Tier zu schützen. Hier sind einige Tipps, wie du Parasiten fernhalten kannst:

Sauberkeit im Stall und auf der Weide: Halte die Umgebung deines Pferdes hygienisch und ordentlich. Regelmäßiges Entfernen von Mist und das Sauberhalten von Futter- und Trinkstationen verringern die Anziehungskraft für Parasiten.

Schutz durch Ausrüstung: Nutze Fliegenschutzdecken und natürliche Insektensprays wie Sina´s Parasitweg Spray, um die Plagegeister fernzuhalten. Diese Produkte können deinem Pferd eine angenehme Erleichterung verschaffen und die Anzahl der Stiche reduzieren.

Regelmäßige Pflege: Eine gründliche Pflege ist entscheidend! Bürste dein Pferd regelmäßig, verwende spezielle Shampoos zur Entfernung von Parasiten, nutze wertvolle, vor Insekten schützende Öle, denke daran, dass man die Attraktivität der haut auch durch das Futter verändern kann (z.B. mit Nehls Allergosan Kräuter) und achte auf Veränderungen in der Haut oder im Fell. Ein täglicher Check nach Parasiten ist ratsam, um rechtzeitig reagieren zu können.

Sollte jedoch, und viele von uns kennen das, trotzdem eine Kriebelmücke gebissen haben, einen Quaddel entstehen, sich unser Pferd schubbern, eine kahle Stelle reiben, dann ist es passiert, dann kann ein Sommerekzem entstanden sein. Dann gilt es, den Allergien auf den Grund zu gehen. Wir empfehlen dafür die Bioresonanz-Haaranalyse.

Indem du proaktiv handelst, kannst du dafür sorgen, dass die Sommerfreuden für dein Pferd nicht von ungebetenen Gästen überschattet werden. Schenke deinem treuen Freund die Aufmerksamkeit und Pflege, die er verdient, und genieße die gemeinsamen Abenteuer in der warmen Jahreszeit!