Katzenschnupfen bei der Katze – ein Komplex, keine einzelne Krankheit
Für Halter, die schon viel ausprobiert haben und sich fragen, ob da noch ein anderer Weg geht.
Dieser Sub-Artikel ist Teil unseres Clusters „Atemwege bei der Katze". Den Gesamtüberblick finden Sie im Pillar-Artikel Atemwege bei der Katze.
Vielleicht den dritten Tierarztbesuch. Das zweite oder dritte Antibiotikum, das beim ersten Schub geholfen hat und jetzt nicht mehr richtig greift. Vielleicht Cortison, vielleicht eine Empfehlung in Richtung „damit muss die Katze halt leben". Wenn Sie diesen Text öffnen, suchen Sie wahrscheinlich nach etwas, das ein bisschen weiter trägt. Wir bekommen solche Anrufe oft. Und wir fangen meistens damit an, dass wir erklären, was viele nicht erklären: Katzenschnupfen ist keine Krankheit – es ist ein Komplex aus bis zu fünf verschiedenen Erregern, die sich gegenseitig den Boden bereiten. Genau deshalb verläuft jeder Fall ein bisschen anders. Und genau deshalb funktioniert ein Standard-Schema oft nicht.
- Katzenschnupfen ist nicht eine Krankheit, sondern ein Komplex aus mehreren möglichen Erregern – jeder Fall ist ein bisschen anders.
- Die ersten Symptome wirken oft wie eine kleine Erkältung. Drei Tage später kann das Bild ganz anders aussehen. Inkubationszeit: 2 bis 7 Tage.
- Welpen unter vier Wochen, alte Katzen, geschwächte Tiere – hier gehört eine tierärztliche Versorgung dazu, immer. Da reden wir nicht von „auch mal Naturheilkunde probieren".
- Bei wiederkehrenden Schüben lohnt sich der Blick auf das ganze System – Immunsystem, Darm, Stress. Da fängt unsere Arbeit oft an.
- Eine FHV-1-positive Katze bleibt es ein Leben lang. Das ist die Realität, die niemand gern hört – aber das Immunsystem kann das Virus kontrollieren, wenn es stabil ist.
Katzenschnupfen ist nicht eine Krankheit, sondern ein Komplex – und warum das wichtig ist, wenn Sie zum Tierarzt gehen
Wenn jemand bei uns anruft mit „meine Katze hat Katzenschnupfen", hören wir genau hin. Was die Halterin meistens beschreibt, ist: Niesen, tränende Augen, vielleicht eitriger Ausfluss, die Katze frisst weniger. Was sie nicht beschreibt – und meistens auch nicht erklärt bekommen hat – ist, dass dahinter oft ein Geflecht aus zwei, drei, manchmal vier Erregern steht, die sich gegenseitig den Boden bereiten. Genau deshalb spricht die Veterinärmedizin vom Katzenschnupfenkomplex. Es ist nicht eine Erkrankung. Es ist ein Symptombild, das verschiedene Verursacher haben kann.
Warum das wichtig ist? Weil ein klassisches Herpesvirus-Bild anders verläuft als eine Chlamydien-Konjunktivitis. Weil eine reine Bordetellen-Infektion mit Antibiotikum gut zu greifen ist, ein Calicivirus aber nicht. Und weil Mischinfektionen schwerer verlaufen als Einzelinfektionen. Was wir in 26 Jahren Praxis am häufigsten erleben: Halter werden mit der Diagnose „Katzenschnupfen" und einem Standard-Antibiotikum nach Hause geschickt – und merken dann selbst, dass etwas nicht greift. Wenn das Antibiotikum nach fünf Tagen nicht hilft, ist es oft ein Virus, gegen das Antibiotika gar nichts ausrichten können.
Was viele Halter probieren, bevor sie zu uns kommen: das zweite Antibiotikum, das dritte. Vielleicht Cortison. Vielleicht eine Empfehlung in Richtung „chronischer Katzenschnupfen, damit müssen wir leben". An dem Punkt rufen viele bei uns an. Und an dem Punkt fangen wir oft damit an, einen Schritt zurückzugehen und das Bild als Ganzes anzuschauen – nicht erreger-zentriert, sondern systemisch.
Die fünf Erreger – und warum die Unterscheidung über den Verlauf entscheidet
Eine Untersuchung des Labors Laboklin an einem größeren Probenmaterial zeigt das Bild deutlich: bei rund 40 Prozent der Fälle wurde nur ein einzelner Erreger nachgewiesen, bei knapp 20 Prozent eine Doppelinfektion, in 4 Prozent der Fälle eine Dreifachinfektion. Die zwei häufigsten Erreger sind dabei das Felines Herpesvirus 1 und das Felines Calicivirus – sie machen zusammen den Großteil der klinischen Fälle aus.
Felines Herpesvirus 1 (FHV-1)
Der häufigste Erreger und in vielen Fällen der schwerwiegendere. FHV-1 befällt ausschließlich Katzen – auf den Menschen ist es nicht übertragbar. Das Virus hat eine Besonderheit: Es vermehrt sich nicht bei Temperaturen über 37 Grad und befällt deshalb nur die relativ „kühlen" Schleimhäute im Kopfbereich – Nase, Augen, Rachen. Inkubationszeit: 2 bis 10 Tage. Außerhalb des Wirtes überlebt das Virus nicht lange – die Hauptübertragung läuft über direkten Kontakt.
Was wir aus der Praxis immer wieder erleben: FHV-1 verlässt die Katze nie wieder vollständig. Auch nach klinisch geheilter Erkrankung zieht sich das Virus in die Nervenknoten – die sogenannten Ganglien des Nervus trigeminus – zurück und bleibt dort als latente Infektion. Bei Stress, Immunschwäche, anderem Krankheitsdruck kann es jederzeit reaktivieren. Eine FHV-1-positive Katze ist lebenslang Trägerin – und unter Belastung auch Ausscheiderin.
Folgeschäden, die wir oft sehen: chronische Bindehautentzündung, Hornhautgeschwüre, im schlimmsten Fall Erblindung. Bei schweren akuten Verläufen können Nasenmuscheln durch Gewebszerfall geschädigt werden – mit dauerhaft verstopfter Nase als Spätfolge.
Felines Calicivirus (FCV)
Der zweithäufigste Erreger. FCV ist hartnäckiger in der Umwelt – kann auf Oberflächen mehrere Tage überleben – und damit auch über Kleidung, Bürsten, Futternäpfe übertragen werden. Inkubationszeit: 1 bis 3 Tage, also kürzer als beim Herpesvirus. Die Infektion läuft in zwei Phasen: zunächst Vermehrung in Rachenmandeln, Maulschleimhaut und Bindehäuten, dann eine systemische Phase mit Ausbreitung über den Blutkreislauf.
Was FCV typisch macht: schmerzhafte Schleimhautulzerationen an Zunge, Gaumen und Lippenrand. Diese Geschwüre erklären, warum FCV-Katzen oft nicht fressen wollen – das tut weh. Manche Katzen zeigen zusätzlich Lahmheiten und Gelenkbeschwerden, was bei einem „Schnupfen" zunächst überraschen mag. Schwere Verläufe können auf die Lunge übergreifen und eine Bronchopneumonie auslösen.
Chlamydophila felis
Ein Bakterium, das vor allem die Bindehäute befällt. Charakteristisch ist die chronische, oft einseitig beginnende Konjunktivitis mit eitrigem Augenausfluss. Besonders empfindlich: junge Kätzchen im Alter zwischen fünf und sechzehn Wochen. Hinweis zur Mensch-Tier-Übertragbarkeit: Bei manchen Chlamydien-Arten ist eine Übertragung auf den Menschen prinzipiell möglich. Ob Chlamydophila felis dazu zählt, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend geklärt. Praktisch relevant: Bei einer chlamydienverdächtigen Katze hygienisch arbeiten, Hände waschen, eigene Augen nicht reiben.
Bordetella bronchiseptica
Ein Bakterium, das sowohl primär als auch sekundär – nach Vorschädigung der Schleimhäute durch Viren – auftreten kann. Bordetella ist klassisch für die Hundebevölkerung als Erreger des „Zwingerhustens" bekannt. Bei Katzen verursacht es Atemwegssymptome bis hin zur Lungenentzündung. Kennzeichnend: hohes Fieber, deutliche Abgeschlagenheit, oft geschwollene Unterkieferlymphknoten.
Mycoplasma felis
Eine Zwischenform zwischen Bakterien und Viren – Mykoplasmen haben keine Zellwand und entziehen sich damit klassischen Antibiotika wie Penicillin. Mycoplasma felis verursacht typischerweise Bindehautentzündung und Schnupfen, kann aber auch tiefer in die Atemwege wandern. In der Differentialdiagnose des Felinen Asthmas spielen Mykoplasmen eine wichtige Rolle – das wird oft übersehen.
Wenn ein Virus die Schleimhaut geschädigt hat, finden Bakterien dort einen idealen Boden. Aus einer FHV-1-Infektion wird schnell ein FHV-1-Bordetella-Bild. Aus FCV plus Chlamydien wird ein hartnäckiger Doppelschlag. Genau deshalb ist Katzenschnupfen so unberechenbar – und genau deshalb arbeitet die Naturheilkunde nicht erreger-zentriert, sondern stärkt das Immunsystem als Ganzes.
Wie sich Katzenschnupfen ausbreitet – und warum es in Mehrkatzenhaushalten besonders schwierig wird
Eine der häufigsten Fragen am Telefon: „Wie kann das sein, meine Katze ist doch reine Wohnungskatze." Wir erklären das dann so: Die Hauptübertragung läuft über direkten Kontakt mit einer infizierten Katze. Aber – und das überrascht viele – eine bereits genesene Katze kann das Virus über Wochen oder Monate weiter ausscheiden, ohne selbst Symptome zu zeigen. Die eigene Katze kann gesund wirken und trotzdem den Mitbewohner anstecken. Bei FHV-1 kann eine Reaktivierung in Stresssituationen jederzeit kommen – auch noch Jahre nach der ersten Infektion. Das ist die unschöne Realität dieses Virus.
Indirekte Übertragungswege gibt es auch. Eine Tröpfcheninfektion beim Niesen oder Husten reicht laut Untersuchungen über etwa 1,3 Meter. Über Kleidung, Schuhe, Bürsten, Schlafdecken können Erreger eingeschleppt werden – auch in reine Wohnungskatzen-Haushalte. Bei FCV überleben die Erreger auf Oberflächen mehrere Tage, bei FHV-1 nur Stunden. Das beantwortet auch die Frage, die uns oft gestellt wird: „Kann ich das beim Tierarzt mit reingebracht haben?" Ja, das kann passieren – wer aus einer Tierarztpraxis kommt, sollte sich die Hände waschen und die Jacke nicht direkt auf den Katzenkorb legen.
Besonders schwierig wird die Situation, wenn mehrere Katzen auf engem Raum leben – Tierheime, Auffangstationen, Katzenzuchten, große Mehrkatzenhaushalte. Der Mietzen-Trio-Fall, den wir weiter unten erzählen, ist genau aus so einer Situation entstanden: drei Welpen aus einer Scheune, verwahrlost, halb verhungert, mit Katzenschnupfen in schwerster Form.
Symptome – von der harmlosen Erkältung bis zum Notfall
Was wir am Telefon am häufigsten als ersten Satz hören: „Sie hat geniest, das hatte ich am Anfang gar nicht so ernst genommen." Das ist menschlich, das ist verständlich – eine niesende Katze sieht erst mal aus wie eine erkältete Katze. Was viele Halter erst rückblickend bemerken, sind die feinen Übergangszeichen: die Stunde, in der der klare Ausfluss eitrig wird. Der Tag, an dem die Katze plötzlich nicht mehr frisst. Das Auge, das beginnt zu kleben. Genau diese Übergänge sind die wichtigen.
Frühe Symptome
- Häufiges Niesen, auch in Anfällen
- Klarer, wässriger Nasenausfluss
- Leicht tränende Augen, beginnende Bindehautentzündung
- Etwas erhöhte Körpertemperatur, leichte Abgeschlagenheit
- Verminderter Appetit, gelegentliches Speicheln
Ausgeprägte Symptome
- Eitriger Nasenausfluss, oft beidseitig, mit verklebter Nase
- Bindehautentzündung mit eitrigem Ausfluss, manchmal verklebte Augen, in schweren Fällen Hornhautgeschwüre
- Schleimhautulzerationen an Zunge und Gaumen (typisch FCV) – die Katze frisst nicht mehr und wirkt apathisch
- Fieber bis 41 °C, deutliche Schwäche, hängender Kopf
- Atemgeräusche, beschleunigte Atmung – Hinweis auf Lungenbeteiligung
- Schwellung der Unterkieferlymphknoten – typisch Bordetella
- Welpe unter acht Wochen mit jeglichen Schnupfen-Symptomen – hier zählt jede Stunde
- Katze frisst über 24 Stunden nicht und trinkt kaum
- Atemnot, hörbare Atemgeräusche, blau verfärbte Schleimhäute
- Hohes Fieber, deutliche Apathie, hängender Kopf
- Geschwüre in der Maulhöhle, Blut im Speichel
- Massive Augenveränderung, Eintrübung der Hornhaut
Wir sagen das so klar, weil wir aus der Praxis wissen: Bei Welpen unter vier Wochen kann Katzenschnupfen innerhalb weniger Tage tödlich verlaufen. Naturheilkundliche Begleitung hat hier ihren Platz parallel zur tierärztlichen Versorgung, nicht statt ihr.
Diagnose und schulmedizinische Behandlung – was üblich ist und wo wir es anders sehen
Diagnostisch arbeitet der Tierarzt zunächst klinisch: Krankheitsgeschichte, Untersuchung der Schleimhäute, Augen, Mundhöhle. Bei unklarem oder schwerem Verlauf kommt ein PCR-Test aus Abstrich oder Tupfer dazu – damit kann der konkrete Erreger nachgewiesen werden. Eine Erreger-Differenzierung ist nicht in jedem Fall nötig, aber sinnvoll, wenn der Verlauf nicht eindeutig oder schwer ist.
Schulmedizinisch wird typischerweise mit Antibiotika gegen die bakteriellen Anteile und Sekundärinfektionen vorgegangen. Gegen die Viren selbst gibt es nur in Sonderfällen spezifische Mittel (z.B. felines Interferon, antivirale Augensalben bei FHV-1-Keratitis). Ergänzend werden oft schleimlösende Präparate eingesetzt, bei schwerem Fieber Schmerz- und Fiebermittel, bei Atemnot inhalative Behandlungen.
Cortison bei Katzenschnupfen – warum wir hier vorsichtig sind
Hier ist ein Punkt, der oft in unseren Beratungstelefonaten kommt. „Frau Siebert, mein Tierarzt hat schon zum dritten Mal Cortison verordnet, aber es wird immer kürzer wirksam." Das hören wir wirklich oft – und es ist ein Bild, das wir kennen. Cortison ist ein gutes Notfallmedikament. Bei einer akuten Atemnot, einer massiven entzündlichen Reaktion, einem Notfall-Schub kann es Leben retten oder Lebensqualität sofort verbessern. Da wollen wir nichts gegen Cortison sagen.
Was Cortison aber auch tut: Es bremst die Immunantwort. Genau die Immunantwort, die das Tier gegen die Viren und Bakterien aufstellen müsste. Bei einem akuten Notfall ist das in Kauf zu nehmen. Als Dauerlösung beim wiederkehrenden Katzenschnupfen sehen wir das aus unserer Erfahrung anders: Wir bremsen das Immunsystem, statt es zu unterstützen. Und dann wundert sich niemand, wenn der nächste Schub vor der Tür steht.
Wir sehen es anders als der Mainstream: Beim Katzenschnupfen muss das Immunsystem die Auseinandersetzung führen – das ist seine Aufgabe. Unsere Arbeit ist es, dem Immunsystem die Bedingungen zu schaffen, unter denen es das gut tun kann. Nicht es ruhigzustellen.
Der Nehls-Ansatz – warum wir das Immunsystem hier stärken, statt es zu unterdrücken
An dieser Stelle kommt einer der Punkte, den wir am Telefon oft erklären müssen – und der oft den entscheidenden Aha-Moment auslöst: Beim Katzenschnupfen ist die Immunstärkung der richtige Weg. Beim Felinem Asthma wäre genau dasselbe falsch. Das klingt erst mal widersprüchlich. Ist es aber nicht. Katzenschnupfen ist eine Infektion – das Immunsystem muss die Erreger erkennen und bekämpfen, also stärken. Felines Asthma ist eine allergische Überreaktion – hier reagiert das Immunsystem zu stark, also regulieren. Im einen Fall fördern, im anderen bremsen. Diese Unterscheidung trifft die Schulmedizin oft nicht klar genug – und wir glauben, dass darin einer der wesentlichen Unterschiede unserer Arbeit liegt.
Was wir in 26 Jahren immer wieder erleben: Katzen, die alle paar Monate wieder einen Schub bekommen, haben fast nie nur ein Atemwegsproblem. Da steckt mehr dahinter. Vielleicht der Stress nach dem Umzug, der nie ganz verarbeitet wurde. Vielleicht die wackelige Darmflora seit der letzten Antibiotikum-Runde. Vielleicht der Mehrkatzenhaushalt mit der Rangordnung, die sich nicht einpendelt. Wer den Schnupfen behandelt, ohne den Hintergrund anzuschauen, kämpft Schub für Schub neu. Wer das System stabilisiert, gibt der Katze die Chance, das Virus selbst in Schach zu halten.
Das Knecht-Phasenkonzept für die Katze – wie eine strukturierte Begleitung aussehen kann
Wenn ein Halter bei uns anruft und fragt „was kann ich tun, wenn das Antibiotikum nicht mehr greift?", erklären wir meistens das Phasenkonzept. Das ist nichts Geheimnisvolles – es ist die Reihenfolge, in der wir aus unserer Erfahrung die besten Ergebnisse sehen. Tierärztin Katrin Knecht hat die Easy-Linie der flüssigen Katzen-Rezepturen über die letzten Jahre genau auf diese Reihenfolge hin entwickelt.
Phase 1: Den Darm beruhigen
Nehls Easy Darmsan Katze – eine flüssige Rezeptur mit Pflanzen, die in der traditionellen Pflanzenkunde im Zusammenhang mit dem Verdauungstrakt der Katze beschrieben werden. Klingt erst mal komisch bei einer Atemwegssache – aber: Über 80 Prozent der Immunzellen sitzen im Darm. Ein Darm, der aus dem Takt ist, kann das Immunsystem nicht tragen, das wir gleich brauchen werden. Bei den meisten Katzen mit wiederkehrendem Schnupfen sehen wir am Telefon auch Themen wie Erbrechen, weicher Kot, mäkeliges Fressen mitlaufen. Das ist kein Zufall.
Phase 2: Das Immunsystem stützen
Nehls Easy Abwehr & Immunsystem Katze – eine flüssige Rezeptur mit Pflanzen, die in der traditionellen Pflanzenkunde im Zusammenhang mit der körpereigenen Abwehr beschrieben werden. Hier ist die Immunstimulation explizit das Ziel – im Gegensatz zur Asthma-Situation, wo das genau falsch wäre. Wer den Unterschied nicht macht, macht in einem der beiden Fälle alles falsch.
Lokal an den Atemwegen begleiten
Nehls Easy BronchioVet Katze – die spezifisch auf Bronchien und Atemwege der Katze ausgerichtete flüssige Rezeptur. Als ergänzende Begleitung zur Achse Darm-Immunsystem. Die Liquid-Form macht eine der häufigsten Halter-Sorgen kleiner: „Wie soll ich meinem mäkeligen Kater das jetzt auch noch verabreichen?" Die Tropfen werden meist problemlos mit dem Futter aufgenommen, weil sie geschmacks- und geruchsneutral sind.
Das Nehls-Argument: Wir sehen es seit 26 Jahren – Katzen mit wiederkehrenden Atemwegsproblemen haben fast immer parallel eine wackelige Darm-Achse. Wer nur die Nase und das Auge behandelt, ohne den Darm mit anzufassen, kämpft jedes Mal von vorne. Wenn der Darm aus dem Takt ist, ist das die Ursache von sehr vielem, was sich später als Atemwegsthema zeigt. Das Knecht-Konzept der flüssigen Katzen-Rezepturen ist genau auf diese Achse hin gebaut.
Wie lange dauert es – und was Sie wissen sollten, bevor Sie zu früh aufgeben
Das ist die Frage, die in jedem zweiten Telefongespräch kommt. „Wann merke ich, dass es wirkt?" Die ehrliche Antwort: Es dauert. Bei einem akuten Schub klingt die Symptomatik mit guter Begleitung in einer bis drei Wochen ab, manchmal schon nach sieben bis zehn Tagen. Bei chronischen, wiederkehrenden Verläufen reden wir von Monaten – und davon, dass die Genesung nicht linear läuft. Schübe, kleine Rückfälle, ein verschnupfter Tag nach einem Stressmoment: alles normal.
Was wir am Telefon oft hören: „Aber nach vier Wochen ging es ihr eigentlich besser, dann kam das Niesen wieder, jetzt traue ich der Sache nicht mehr." Den Satz hören wir wirklich oft. Und meistens sagen wir dann: Es ist FHV-1. Das Virus zieht sich nach einem Schub in die Nervenknoten zurück und wartet. Beim nächsten Stress meldet es sich. Das ist nicht „die Naturheilkunde wirkt nicht", das ist die Biologie des Herpesvirus. Wer das weiß, hält die Geduld aus, die es braucht.
Problematisch wird es bei chronischem Katzenschnupfen, der nie richtig ausgeheilt ist – dauerhaft verstopfte Nase, wiederkehrende Augenentzündungen, immer mal wieder eine Bindehautentzündung. Auch das kennen wir gut aus der Beratung. Es ist nicht hoffnungslos. Aber es braucht einen anderen Atem als „drei Wochen Antibiotikum und gut". Wer die ersten zwei, drei Schübe konsequent begleitet, das Immunsystem stärkt, die Darm-Achse stabilisiert und Stress reduziert, hat gute Chancen, dass die Schübe seltener und milder werden. Manche unserer Begleitkatzen bleiben jahrelang stabil. Andere haben einmal im Jahr einen leichten Schub – aber keinen schlimmen. Das ist oft schon ein Erfolg, der zählt.
Geschichten aus der Praxis – Halter, die diesen Weg gegangen sind
Wir erzählen hier zwei Fälle, die wir gut kennen. Beide sind extrem – aber beide zeigen, was möglich ist, wenn ein Halter sich nicht abschrecken lässt.
Familie Kutscha – drei Fundwelpen, der Tierarzt riet zum Einschläfern
Die Tochter der Familie entdeckte drei Welpen in einer Scheune – verlassen, halb verhungert, mit vereiterten Augen, total ausgetrocknet. Der Katzenschnupfen war in schlimmster Ausprägung. Der Tierarzt schlug die Hände überm Kopf zusammen und riet zum Einschläfern. Zu klein, zu krank.
Die Familie entschied anders. Mit individuellen Kräuterflüssigkeiten und homöopathischen Mitteln aus dem THZ – die praktischerweise geruchs- und geschmacksneutral sind – begann eine konsequente Begleitung, im Stundentakt gefüttert, geduldig dosiert. Die Atmung verbesserte sich, die Augen wurden klarer, der Appetit kam zurück. Kenzo, Barbie und Bill sind heute kleine Schönheiten, wie die Familie selbst schreibt.
Familie Kutscha, dokumentiert in der THZ-Beratungspraxis
Fiedje – Welpe aus einem 15-Katzen-Haushalt, ein Häufchen Elend bei der Übernahme
Fiedje wurde aus einem überfüllten Mehrkatzenhaushalt geholt – etwa fünfzehn Katzen lebten dort auf engem Raum. Bei der Übernahme im Alter von acht Wochen war er ein jammerndes, fiebriges, verklebtes Häufchen Elend. Eine erste antibiotische Behandlung verschlechterte das Bild zunächst – die Körpertemperatur stieg auf 41 Grad, Nahrungsaufnahme nur noch unter Zwang.
Mit konsequenter homöopathischer Begleitung und Geduld stabilisierte sich Fiedjes Zustand nach wenigen Tagen. Nach etwa zwölf Wochen war er ein wieder gesunder, fröhlicher Kater. Fiedje ist heute neun Jahre alt – und seit seinem Welpenalter nie wieder ernsthaft krank gewesen. Solche Verläufe sind der Grund, warum wir an die Methode glauben, auch wenn nicht jeder Fall so spektakulär läuft.
Fiedjes Geschichte, einer der ersten dokumentierten Katzenpatienten-Verläufe im THZ
Knecht-Produkte zur Begleitung bei Katzenschnupfen
Flüssige Rezeptur mit Pflanzen, die in der traditionellen Pflanzenkunde im Zusammenhang mit Bronchien und Atemwegen beschrieben werden. Lokal an den Atemwegen begleitend.
→ Zum ProduktFlüssige Rezeptur mit Pflanzen, die in der traditionellen Pflanzenkunde im Zusammenhang mit körpereigener Abwehr beschrieben werden.
→ Zum ProduktFlüssige Rezeptur zur Begleitung der Darm-Mikrobiom-Achse – die Basis-Phase im Knecht-Konzept.
→ Zum ProduktAuf die einzelne Katze abgestimmte Kräuterzusammenstellung – auf Basis der „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".
→ Zur KollektionWenn nichts mehr greift – und Sie auch ein bisschen skeptisch sind
Manche Halter rufen bei uns an und sagen mit halbem Lachen: „Eigentlich glaube ich ja nicht an so Hokuspokus, aber jetzt habe ich alles probiert." Wir nehmen das nicht persönlich. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" ist nicht wissenschaftlich anerkannt – das steht klar in jedem Befund. Sie ist ein Informationstest, nicht mehr. Aber wir arbeiten seit 26 Jahren mit ihr und sehen Bilder, die wir mit Bluttest und Tierarztbefund allein nicht sehen. Belastungsfelder, Verträglichkeitsthemen, Mineralstoff-Imbalancen. Daraus entsteht eine Begleitung, die zu Ihrer Katze passt – nicht zu „der Katze" als Statistik. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)
Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →