💚 Suchen Sie Rat für Ihr krankes Tier? Wir sind für Sie da: +49 5642 988 88-26 und -27 Wir helfen Ihnen! 💚

Bauchspeicheldrüse: Erkrankungen bei Katzen

Bauchspeicheldrüse: Erkrankungen bei Katzen

Die Bauchspeicheldrüse unserer Samtpfoten ist ein kleines, aber entscheidendes Organ, das oft unterschätzt wird – bis es Probleme gibt.

Eine Entzündung, bekannt als Pankreatitis, kann das Leben unserer geliebten Vierbeiner erheblich beeinträchtigen. Lange Zeit galt die Pankreatitis als selten, doch neuere Studien zeigen, dass sie viel häufiger vorkommt, als wir dachten.

Untersuchungen an verstorbenen Katzen ergaben, dass nur bei einem Drittel keinerlei Veränderungen in der Bauchspeicheldrüse (Pankreas, Pancreas) festzustellen waren. Das bedeutet: Zwei von drei Katzen könnten im Laufe ihres Lebens Anzeichen einer akuten oder chronischen Pankreatitis entwickeln – häufig unbemerkt.

Symptome: Die leisen Warnzeichen

Katzen sind wahre Meister darin, Schmerzen und Krankheiten zu verbergen. Genau das macht die Pankreatitis so schwer erkennbar.

Die häufigsten Anzeichen sind Lethargie und Appetitlosigkeit – beides Symptome, die bei vielen Krankheiten auftreten und auch Gewichtsabnahme. In schwereren Fällen können auch Dehydrierung und Untertemperatur hinzukommen. 

Doch Erbrechen und Bauchschmerzen sind bei Katzen weniger typisch. Nur etwa ein Drittel der betroffenen Tiere zeigt diese Symptome. Andere mögliche Hinweise sind Durchfall, Atemprobleme oder sogar Gleichgewichtsstörungen.

Bei manchen Katzen bleibt die Pankreatitis jedoch völlig symptomlos, was sie besonders tückisch macht.

Eine bemerkenswerte Erkenntnis ist, dass Pankreatitis Katzen jeden Alters treffen kann – von Jungtieren bis zu Senioren.

Obwohl keine rasse- oder geschlechtsspezifische Vorliebe besteht, sind meist ältere Katzen betroffen. Dennoch sollte man eine exokrine Pankreasinsuffizienz (EPI) auch bei jungen Katzen in Betracht ziehen, wenn die Symptome passen.

Ein signifikanter Gewichtsverlust ist bei etwa 90 % der betroffenen Katzen ein alarmierendes Anzeichen, das auf keinen Fall ignoriert werden sollte.

Diagnose: Ein Puzzle aus vielen Teilen

Die Diagnose einer Pankreatitis bei Katzen gleicht einem komplizierten Puzzle. Ein Blutbild allein reicht selten aus, denn die Werte sind oft unspezifisch.

Bei etwa 30 % der Katzen findet sich eine erhöhte Anzahl weißer Blutkörperchen, während 15 % eine verringerte Anzahl aufweisen. Leberwerte wie ALT oder Alkalische Phosphatase sind bei vielen Patienten erhöht, ebenso wie Bilirubin, Glukose und Cholesterin. Doch all das sind keine eindeutigen Indikatoren.

Röntgenaufnahmen können helfen, andere Krankheiten auszuschließen, sind jedoch zur direkten Diagnose einer Pankreatitis wenig geeignet.

Die Ultraschalluntersuchung hingegen bietet wertvolle Hinweise, erfordert jedoch einen erfahrenen Untersucher. Veränderungen wie eine vergrößerte Bauchspeicheldrüse oder Flüssigkeitsansammlungen im Bauchraum können sichtbar sein.

Doch Vorsicht: Selbst bei modernen Geräten können Fehlinterpretationen vorkommen. In einer Studie wurden zwei von drei Katzen fälschlicherweise mit einer Pankreatitis diagnostiziert.

Ein Durchbruch in der Diagnostik war die Entwicklung des Spec fPL®-Tests, der spezifisch die Konzentration der pankreatischen Lipase (ein Verdauungsenzym) misst.

Dieser Test ist besonders hilfreich, um eine Pankreatitis zu bestätigen.

Ursachen

In 90 Prozent der Fälle findet sich bei der Katze keine klare Ursache für die Bauchspeicheldrüsenentzündung. In diesem Fall spricht man von der sogenannten idiopathischen Pankreatitis.

Es gibt jedoch eine Reihe von Risikofaktoren:

  • fettreiches Futter
  • Durchblutungsstörungen (zum Beispiel durch Unfälle oder Operationen)
  • hohe Triglyzerid- und Kalziumwerte im Blut
  • Infektionskrankheiten (z.B. Toxoplasmose oder Katzenaids (FIV))
  • Chronische Darmentzündung (IBD - hier sind Katzen besonders anfällig) oder Diabetes mellitus
  • ggf. Medikamente

Therapie: Gemeinsam gegen die Krankheit

Die Behandlung der Pankreatitis erfordert Geduld, Sorgfalt und oft auch ein wenig Kreativität. Die Ziele sind klar: die Ursache bekämpfen, die Symptome lindern und mögliche Komplikationen frühzeitig erkennen und behandeln.

Da die genaue Ursache oft unklar bleibt, konzentriert sich die Therapie meist auf die Unterstützung der Katze.

Flüssigkeitstherapie ist ein zentraler Baustein, besonders bei schwerer Dehydrierung. Schmerzmittel sind ebenfalls unverzichtbar, denn starke Schmerzen sind bei Pankreatitis häufig – selbst wenn die Katze sie nicht offensichtlich zeigt.

Erbrechen, falls vorhanden, sollte konsequent behandelt werden. Medikamente wie Maropitant oder Ondansetron können helfen, Übelkeit zu lindern und das Wohlbefinden der Katze zu verbessern.

Bei milden Formen der Pankreatitis ist die Behandlung oft weniger intensiv, aber nicht weniger wichtig. Chronische Fälle können langfristig zu anderen Problemen wie Diabetes oder einer exokrinen Pankreasinsuffizienz führen.

Hier ist eine frühzeitige Diagnose entscheidend, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Katzen mit gleichzeitig bestehenden Erkrankungen wie entzündlichen Darmerkrankungen oder Gallengangsproblemen profitieren oft von einer Kortikosteroid-Behandlung.

Ernährung - Mit Herz und Fürsorge Katzen bei Pankreatitis helfen

Die richtige Ernährung spielt bei der Genesung von Katzen mit Pankreatitis eine zentrale Rolle.

Katzen benötigen eine hohe Menge an hochwertigem Protein, und wenn sie länger als zwei bis drei Tage kein Futter aufnehmen, kann dies dramatische Folgen für ihre Gesundheit haben – unter anderem das Risiko einer Fettleber (hepatische Lipidose).

Deshalb ist es essenziell, alles daran zu setzen, dass betroffene Katzen wieder Nahrung zu sich nehmen. Manchmal ist eine gezielte Unterstützung durch eine enterale Ernährung der entscheidende Schritt, um ihr Leben zu retten.

Aber die Genesung beginnt nicht nur mit einer Spritze oder einem Tropf – sie beginnt mit Liebe und Geduld. Viele Katzen lassen sich zum Fressen ermutigen, wenn sie gestreichelt werden oder das Futter direkt aus der Hand angeboten bekommen. Jeder kleine Happen ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Genesung. Geduld und Einfühlungsvermögen sind in diesen Momenten unbezahlbar.

Auch das Umfeld hat einen enormen Einfluss. Eine stressfreie und katzenfreundliche Umgebung kann wahre Wunder wirken. UnsereSamtpfoten fressen am Besten in ihrer vertrauten Umgebung, wo sie sich sicher und geborgen fühlen.

Prognose: Ein Lichtblick am Horizont

Die Prognose hängt stark davon ab, wie früh die Pankreatitis erkannt und behandelt wird. Schwere Fälle können kompliziert und lebensbedrohlich sein, besonders wenn andere Organe betroffen sind.

Doch es gibt Hoffnung: Mit einer guten Therapie und viel Fürsorge können viele Katzen wieder ein glückliches Leben führen. Chronische Fälle erfordern zwar oft eine langfristige Betreuung, aber auch hier gilt: Unsere Katzen sind Kämpfer. Mit unserer Unterstützung schaffen sie es, viele Herausforderungen zu meistern.

Fazit

Es macht uns oft Angst, wenn unsere geliebten Samtpfoten krank werden. Doch Wissen gibt uns die Kraft, richtig zu handeln. Die Bauchspeicheldrüse ist ein komplexes Organ, und die Pankreatitis eine anspruchsvolle Erkrankung – aber sie ist kein Grund zur Resignation.

MIt unserer Bioresonanz-Haaranalyse kommen wir auch weiteren Ursachen z.B. im Organsystem und Allergenen auf den Grund. Dieses Wissen und die anschließende Nehls Therapie kann Ihr Tier in der Gesundung unterstützen.

Mit Aufmerksamkeit, Liebe und der Unterstützung können wir unseren Katzen helfen, auch schwierige Zeiten zu überstehen. Und am Ende erinnern sie uns daran, wie stark der Bund zwischen Mensch und Tier wirklich ist.