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Mittelmeerkrankheiten beim Hund

 

 

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Hund-Cluster Parasiten

Mittelmeerkrankheiten beim Hund

Was Tierschutzhunde aus dem Süden mitbringen können – und warum sich diese Krankheiten zunehmend auch bei uns ausbreiten.

Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber entstand aus unserer täglichen Beratungspraxis, den Erfahrungen unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) sowie unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unseres Beraterinnenteams mit Importhunden und deren Mittelmeerkrankheiten.
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV).
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig.
Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Direkte Antwort: Was sind Mittelmeerkrankheiten und wer ist gefährdet?

Mittelmeerkrankheiten sind eine Gruppe von Infektionserkrankungen, die durch Sandmücken, Mücken oder bestimmte Zeckenarten übertragen werden. Die wichtigsten sechs sind Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Anaplasmose, Hepatozoonose und Dirofilariose. Gefährdet sind vor allem Hunde, die aus Spanien, Italien, Griechenland, Rumänien oder anderen Südländern adoptiert wurden – aber zunehmend auch Hunde, die nur dorthin in den Urlaub gereist sind. Viele dieser Krankheiten verlaufen jahrelang symptomlos und brechen erst unter Stress aus.

Kurz zusammengefasst
  • Adoptionen aus südländischen Tierheimen (Spanien, Rumänien, Griechenland, Italien) sind in Deutschland Alltag geworden – jeder Hund aus diesen Regionen sollte nach Ankunft auf Mittelmeerkrankheiten getestet werden.
  • Die sechs wichtigsten Mittelmeerkrankheiten: Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Anaplasmose, Hepatozoonose, Dirofilariose.
  • Manche dieser Erkrankungen können sich auch in Deutschland weiter ausbreiten – durch eingeführte Hunde, die hier über Zecken oder Mücken neue Wirte infizieren.
  • Viele Verläufe sind jahrelang symptomlos – klassischer Auslöser eines Krankheitsausbruchs ist Stress: Umzug, Operation, neue Familie, Trauer.
  • Diese Krankheiten gehören in tierärztliche Hände – die Schulmedizin ist hier der richtige Weg. Naturheilkundliche Begleitung kann Leber, Nieren und Allgemeinzustand unterstützen.

Tierschutzhunde aus dem Süden – ein Trend mit Verantwortung

Wer sich heute dazu entscheidet, einem Tier aus dem Mittelmeerraum ein neues Zuhause zu schenken, trifft eine bewegende Entscheidung. Immer häufiger begegnen uns in der Beratung Menschen, die ihren Hund aus Spanien, Griechenland, Italien oder Rumänien adoptiert haben – liebevoll „Sonnenhunde", „Seelenhunde" oder einfach „ihre Rettung" genannt. Es ist tatsächlich bewegend, diesen oft vom Leben gezeichneten Wesen zum ersten Mal in die Augen zu schauen und zu spüren: hier beginnt ein neues Kapitel, für beide.

Doch mit dieser Liebe kommt Verantwortung. Unsere Schützlinge aus dem Süden tragen nicht selten mehr als nur emotionales Gepäck mit sich. Häufig kommen sie nicht nur mit tiefer Dankbarkeit, sondern auch mit unsichtbaren Begleitern – den sogenannten Mittelmeerkrankheiten.

Die Länder des Mittelmeerraums sind geprägt von Sonne, Meer – und leider auch von einem traurigen Überangebot an heimatlosen Hunden. In überfüllten Tierheimen oder auf der Straße kämpfen sie oft um ihr tägliches Überleben. Stress, Mangelernährung, Parasitenbefall und fehlende tierärztliche Versorgung hinterlassen ihre Spuren – nicht nur äußerlich, sondern tief im System dieser sensiblen Tiere. Was viele nicht wissen: In diesen Regionen sind Krankheiten verbreitet, die wir in unseren Breitengraden bis vor wenigen Jahren kaum oder gar nicht kannten.

Warum sich Mittelmeerkrankheiten zunehmend auch bei uns ausbreiten

Mittelmeerkrankheiten sind längst nicht mehr ausschließlich ein Südeuropa-Thema. Mehrere Entwicklungen sorgen dafür, dass diese Erreger zunehmend auch in Deutschland eine Rolle spielen:

  • Adoptierte Hunde aus dem Ausland bringen die Erreger nach Deutschland mit – oft jahrelang symptomlos. Ein infizierter Hund kann andere Hunde über gemeinsame Wirte (Zecken, Mücken) potentiell anstecken.
  • Reisen mit dem eigenen Hund in den Mittelmeerraum nehmen zu – Mallorca, Italien, Südfrankreich, Kroatien sind Hauptreiseziele.
  • Klimawandel sorgt dafür, dass bestimmte Zeckenarten und Sandmücken sich zunehmend nach Norden ausbreiten. Die Braune Hundezecke (Rhipicephalus sanguineus) etwa überlebt heute auch in deutschen Hundezwingern und Häusern, ist Vektor mehrerer Mittelmeerkrankheiten.
  • Hund-zu-Hund-Kontakt spielt bei einigen Erkrankungen eine Rolle: Beim Schnüffeln, Spielen oder über Kotkontakt können bestimmte Erreger weitergegeben werden – nicht alle, aber manche.

Aus unserer Beratungspraxis sehen wir den Trend deutlich: Tierhalter, die selbst nie in Spanien waren und ihren Hund auch nicht adoptiert haben, kommen mit Symptomen, die sich am Ende als Mittelmeerkrankheit herausstellen. Der gemeinsame Nenner ist häufig der Hundeplatz oder der Spielkamerad.

Wichtig zur Einordnung der Übertragungswege Nicht jede Mittelmeerkrankheit wird direkt von Hund zu Hund übertragen – viele brauchen einen Vektor (Zecke, Mücke, Sandmücke). Aber: Ein infizierter Hund in einer Region mit passenden Vektoren ist eine Infektionsquelle für andere Tiere. Bei einigen Erregern (z. B. Hepatozoonose über das Verschlucken einer infizierten Zecke) sind Hund-zu-Hund-übertragene Wege denkbar. Ein verantwortungsvoller Umgang – mit Hundekot, Zeckenkontrolle, Vektorenschutz – ist Teil des Tierschutzes für die ganze Hundegemeinschaft.

Warnsignale, die auf eine Mittelmeerkrankheit hinweisen können

  • Schuppen, kahle Stellen oder wunde Stellen besonders an Ohren, Nase, Augen
  • Schleichender Gewichtsverlust ohne erkennbare Fütterungsänderung
  • Mattigkeit, Apathie, vermehrtes Rückzugsverhalten
  • Wechselnde, unklare Lahmheiten – mal vorne, mal hinten
  • Wiederkehrende Fieberschauer, manchmal mit Lymphknotenschwellung
  • Nasenbluten, Blutarmut, blasse Schleimhäute
  • Vermehrtes Trinken und Wasserlassen, gefolgt von Appetitverlust
  • Husten, Atemnot bei Belastung – Verdacht auf Herzwurm
  • Augenveränderungen, Trübungen
  • Allgemeine Verschlechterung „ohne Grund" nach einer stressigen Phase (Umzug, Operation, Trauer)

Mehrere dieser Zeichen zusammen sind ein klarer Hinweis – tierärztliche Abklärung mit Mittelmeer-Check ist hier der erste Schritt.

Die „großen Sechs" – ein Überblick

1. Leishmaniose

Übertragung: Sandmücken in der Dämmerung · Erreger: Leishmania infantum

Die wahrscheinlich bekannteste Mittelmeerkrankheit. Der Parasit nistet sich in tiefsten Körperstrukturen ein: in Zellen des Immunsystems, in der Haut, in inneren Organen. Hunde können über Jahre symptomlos bleiben und dann, oft durch Stress ausgelöst, schwer erkranken.

Typische Symptome: Hautprobleme, Schuppen, wunde Stellen an Ohren und Nase, schleichender Gewichtsverlust, Apathie, Niereninsuffizienz.

Wichtig: Leishmaniose ist nicht heilbar im klassischen Sinn, aber gut therapierbar – ein feiner, aber entscheidender Unterschied. Die Schulmedizin setzt auf Allopurinol und antimonhaltige Präparate, oft über lange Zeit oder lebenslang.

2. Ehrlichiose

Übertragung: Zecken (vor allem Braune Hundezecke) · Erreger: Ehrlichia canis

Befallen werden die weißen Blutkörperchen. Die Symptome sind oft diffus und leicht zu übersehen – und doch kann die Erkrankung unbehandelt in lebensbedrohliche Verlaufsformen übergehen.

Typische Symptome: Fieber, Nasenbluten, Blutarmut, Müdigkeit, Lymphknotenschwellung, gelegentlich Augensymptome.

Wichtig: Die Ehrlichiose verläuft oft in drei Phasen – akut, subklinisch (jahrelang symptomlos), chronisch. Gerade die subklinische Phase macht die Diagnose schwierig.

3. Babesiose – die „Hunde-Malaria"

Übertragung: Zecken (Auwaldzecke, Braune Hundezecke) · Erreger: Babesia canis

Eine Erkrankung mit erschreckender Geschwindigkeit. Babesia zerstört rote Blutkörperchen und führt zu akuter Blutarmut. Schnelles tierärztliches Handeln ist hier oft lebenswichtig.

Typische Symptome: akutes hohes Fieber, dunkler Urin (durch zerstörte rote Blutkörperchen), plötzliche Schwäche, blasse Schleimhäute.

Wichtig: Auch in Deutschland zunehmend – insbesondere durch die Verbreitung der Auwaldzecke. Therapie meist mit Imidocarb, in schweren Fällen Bluttransfusionen, intensive Überwachung.

4. Anaplasmose

Übertragung: Zecken (vor allem Holzbock) · Erreger: Anaplasma phagocytophilum

Diese bakterielle Infektion betrifft Gelenke, Nervensystem und Allgemeinbefinden. Besonders Hunde mit unspezifischer Lahmheit, wechselndem Appetit und chronischer Müdigkeit sollten überprüft werden.

Typische Symptome: Lahmheiten, Fieber, Apathie, Appetitverlust, Lymphknotenschwellung. Ähnelt der Borreliose und wird häufig damit verwechselt.

Wichtig: Anaplasmose ist zunehmend auch in Deutschland zu finden – nicht nur ein Südthema. Die Therapie erfolgt üblicherweise mit Doxycyclin.

5. Hepatozoonose – die „vergessene Krankheit"

Übertragung: durch Verschlucken einer infizierten Zecke (nicht durch Biss!) · Erreger: Hepatozoon canis

Hier liegt eine Besonderheit: Die Infektion erfolgt nicht durch den Zeckenbiss, sondern durch das Fressen einer infizierten Zecke. Kaum jemand denkt daran – und doch sehen wir immer häufiger betroffene Hunde.

Typische Symptome: Muskelschmerzen, Abgeschlagenheit, Fieber, Bewegungsunlust – schwer zu fassen, oft falsch diagnostiziert.

Wichtig: Da die Krankheit eher selten gesucht wird, bleibt sie oft übersehen. Bei unklaren Bewegungsstörungen sollte sie mit auf der Diagnoseliste stehen.

6. Dirofilariose – die Herzwurmerkrankung

Übertragung: Mücken (Stechmücken) · Erreger: Dirofilaria immitis

Die gefürchtete Herzwurmerkrankung ist tückisch: Dirofilaria immitis gelangt über Mücken in den Blutkreislauf und siedelt sich in den Herzgefäßen an. Das Herz wird über Jahre belastet, der Kreislauf geschwächt.

Typische Symptome: Husten, Atemnot bei Belastung, Leistungsknick, im späten Stadium Rechtsherzversagen mit Bauchwasseransammlung.

Wichtig: Klassische Therapie ist Melarsomin – nicht ohne Risiken. Behandlung gehört unbedingt in tierärztliche Hände mit Erfahrung. Für Reisehunde gibt es vorbeugende Mittel, die mit dem Tierarzt besprochen werden sollten.

Warum Mittelmeerkrankheiten oft erst Jahre später ausbrechen

  • Subklinische Phase: Erreger leben über Jahre im Körper, ohne klinische Symptome zu verursachen
  • Stress als Trigger: Umzug, Operation, neue Familie, Tod eines Mitbewohners, Trauer
  • Schwächung des Immunsystems: Cortison, Antibiotika, Krankheit, Alter
  • Mehrfachinfektionen: Importhunde sind oft nicht nur mit einem Erreger infiziert, sondern mit mehreren gleichzeitig – das Zusammenspiel verstärkt die Symptome
  • Verzögerte Antikörperbildung: manche Tests werden erst 6–8 Wochen nach Infektion positiv – ein Test gleich nach Ankunft kann fehlinterpretiert werden

Aus diesem Grund empfehlen wir bei jedem Importhund einen vollständigen Mittelmeer-Check – auch wenn er gesund wirkt – und einen wiederholten Test nach 6–12 Monaten.

Der Mittelmeer-Check – Verantwortung beginnt mit Wissen

Egal ob der Hund gerade angekommen ist oder schon ein halbes Jahr bei dir lebt – ein umfassender Mittelmeer-Check beim Tierarzt ist Pflicht. Viele dieser Erkrankungen verlaufen anfänglich asymptomatisch. Was sollte der Check umfassen?

  • Serologische Tests auf Leishmaniose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Babesiose, Dirofilariose
  • Großes Blutbild mit Differenzialblutbild
  • Organparameter (Leber, Niere, Pankreas)
  • Eiweiß-Elektrophorese (zeigt typische Verschiebungen bei chronischen Infektionen)
  • Bei Auffälligkeiten: PCR zur Erreger-DNA-Bestimmung

Auch der Wiederholungstest nach 6–12 Monaten ist sinnvoll – manche Erreger sind direkt nach Ankunft noch nicht serologisch nachweisbar. Bei Hunden, die in den Urlaub mitgenommen wurden, gelten dieselben Empfehlungen ca. 6–8 Wochen nach Rückkehr.

Naturheilkundliche Begleitung – eine Brücke zur Schulmedizin

Im Tierheilkundezentrum Nehls setzen wir gerade bei diesen Themen auf eine Brücke zwischen schulmedizinischem Wissen und ganzheitlich-naturheilkundlicher Begleitung. Wir betrachten den Hund als ganzes Wesen – mit Körper, Geist und Seele. Ein Hund, der aus dem Ausland kommt, bringt oft tiefer liegende Themen mit sich: durch Krankheit, Trauma oder Trennung.

Klare Position: Bei Mittelmeerkrankheiten führt die Schulmedizin Diese Krankheiten gehören in tierärztliche Hände. Die Schulmedizin ist hier der richtige Weg – mit den etablierten Therapien (Allopurinol, Doxycyclin, Imidocarb, Melarsomin je nach Erreger). Naturheilkundliche Begleitung ergänzt diese Behandlung – sie ersetzt sie nicht. Wir können Leber, Nieren und Allgemeinzustand begleiten, das Hautmilieu unterstützen, die Rückkehr in die Lebenskraft naturheilkundlich erleichtern.

Ziel unserer Begleitung: die Rückkehr in die Lebenskraft, das Ankommen im neuen Leben, mit Wärme und Vitalität. Naturheilkundlich begleiten wir vor allem zwei Bereiche: die Organe, die durch die Erkrankung und durch die schulmedizinischen Präparate besonders gefordert sind (Leber, Nieren), und das Immunsystem, das durch Stress, lange Krankheit und Medikation oft aus der Balance ist.

Unsere Produkte zur Begleitung von Mittelmeerhunden

Nehls Leber-Nieren-Fit

Getrocknete Kräutermischung zur Fütterungsbegleitung von Leber und Nieren – gerade wichtig, wenn der Hund langfristig schulmedizinisch behandelt wird.

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VetLine Metabo Rapid + Entero Clean Basic

Tierärztlich entwickelt von Katrin Knecht. Stoffwechsel-Begleitung bei chronischen Verläufen. Wichtig: Metabo Rapid wird im THZ-Konzept immer in Kombination mit VetLine Entero Clean Basic gegeben – Basic bindet und leitet ab, was Metabo Rapid mobilisiert.

→ Metabo Rapid   → Entero Clean Basic
Nehls Haut-Vet (750 g)

Für Hunde mit den für Leishmaniose typischen Haut- und Schuppenerscheinungen – das Hautmilieu von innen verändern.

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Wichtige Kombi-Regel: Mobilisieren + Ableiten Die VetLine-Linie ist als zweistufiges Konzept gedacht: Metabo Rapid mobilisiert Stoffwechselthemen – aber das, was mobilisiert wird, muss auch abgeleitet werden. Deshalb gilt im THZ-Konzept: Metabo Rapid wird immer in Kombination mit VetLine Entero Clean Basic gegeben. Basic ist der Toxinbinder, der das Mobilisierte aus dem Körper transportiert. Nur diese Kombination ergibt das vollständige Bild.
Empfehlung getrocknete Kräuter Wir empfehlen für die Begleitung von Mittelmeerhunden explizit die getrockneten Kräutermischungen statt flüssiger Präparate – aufgrund ihrer umfangreichen, weitgehend unveränderten Inhaltsstoffe. Eine sinnvolle Kombination aus unserer Erfahrung: Leber-Nieren-Fit plus VetLine Metabo Rapid plus VetLine Entero Clean Basic.
Welche Situation passt zu deinem Hund?
Wähle die Beschreibung, die am besten passt – und finde die passende Begleitung.
✓ Vorbereitung & Vorsorge

Importhund frisch angekommen, Reise in den Süden geplant, oder Hund nach Reise zurück und symptomfrei. Mittelmeer-Check beim Tierarzt + naturheilkundliche Begleitung von Leber/Nieren als Vorsorge.

→ Leber-Nieren-Fit
⚡ Diagnose oder Verdacht bestätigt

Mittelmeerkrankheit ist diagnostiziert oder stark vermutet. Schulmedizinische Therapie läuft. Ganzheitliche Begleitung mit Leber-Nieren-Fit + Metabo Rapid + Haaranalyse für individuellen Begleitplan.

→ Haaranalyse

Häufige Fragen zu Mittelmeerkrankheiten beim Hund

Können Mittelmeerkrankheiten von Hund zu Hund übertragen werden?
Direkt von Hund zu Hund werden die meisten Mittelmeerkrankheiten nicht übertragen – sie brauchen einen Vektor (Sandmücke, Mücke, Zecke). Aber: Ein infizierter Hund in einem Gebiet, in dem der passende Vektor vorkommt, ist eine Infektionsquelle für andere Tiere. Ausnahme ist die Hepatozoonose – sie wird durch das Verschlucken einer infizierten Zecke übertragen, was beim Spielen oder Putzen vorkommen kann. Verantwortungsvoller Umgang mit Hundekot, konsequenter Zeckenschutz und Vektorenschutz sind deshalb Teil des Tierschutzes für alle.
Mein Importhund wirkt völlig gesund – muss ich trotzdem testen lassen?
Ja. Viele Mittelmeerkrankheiten verlaufen jahrelang symptomlos. Stress (Umzug, Operation, neue Familie) kann sie auslösen. Ein vollständiger Mittelmeer-Check direkt nach Ankunft plus eine Wiederholung nach 6–12 Monaten ist Pflichtprogramm – auch bei einem völlig gesund wirkenden Hund. Manche Erreger sind direkt nach Infektion noch nicht serologisch nachweisbar.
Welche Tests gehören in einen vollständigen Mittelmeer-Check?
Serologische Tests auf Leishmaniose, Ehrlichiose, Anaplasmose, Babesiose und Dirofilariose; großes Blutbild mit Differenzialblutbild; Organparameter (Leber, Niere, Pankreas); Eiweiß-Elektrophorese. Bei Auffälligkeiten zusätzlich PCR zur Erreger-DNA-Bestimmung. Bespreche mit deinem Tierarzt, welche Tests sinnvoll sind – je nach Herkunftsregion ist der Schwerpunkt unterschiedlich.
Kann sich mein Hund in Deutschland mit einer Mittelmeerkrankheit anstecken?
Bei einigen Erregern ja – mit zunehmender Tendenz. Anaplasmose und Babesiose sind durch Zecken auch hier zunehmend zu finden. Die Braune Hundezecke, klassischer Vektor mehrerer Mittelmeerkrankheiten, überlebt mittlerweile auch in deutschen Hundezwingern und Wohnungen. Ehrlichiose und Hepatozoonose sind seltener, kommen aber vor. Leishmaniose ist in Deutschland nach wie vor selten, aber nicht unmöglich – einzelne Fälle ohne Auslandsaufenthalt sind dokumentiert.
Ist Leishmaniose heilbar?
Im klassischen Sinn nicht – sie ist aber gut therapierbar. Mit etablierten schulmedizinischen Präparaten (Allopurinol, antimonhaltige Mittel) können Hunde über viele Jahre stabil und symptomfrei leben. Die Therapie läuft oft über Monate oder lebenslang. Zwischen „heilbar" und „therapierbar" liegt ein wichtiger Unterschied: heilbar im Sinne von erregerfrei wird der Hund nicht, aber er kann ein gutes, langes Leben führen.
Kann ich mit meinem Hund noch in den Süden reisen?
Ja – mit Vorbereitung. Empfohlen sind: tierärztliche Beratung über vorbeugende Mittel (Spot-on, Halsband oder Tabletten), außerdem konsequenter mechanischer Schutz vor Sandmücken (geschlossene Fenster zur Dämmerungszeit, Mückenschutzgitter). Naturheilkundlich kann das Hautmilieu mit Haut-Vet vorbereitet werden. Wichtig: Mittelmeer-Check ca. 6–8 Wochen nach Rückkehr, manche Erreger zeigen sich erst nach dieser Inkubationszeit.
Wie geht es weiter, wenn die Diagnose feststeht?
Erster Schritt: schulmedizinische Therapie nach den Empfehlungen deines Tierarztes – je nach Erreger Allopurinol, Doxycyclin, Imidocarb oder andere. Zweiter Schritt: Begleitung der Organe, die unter der Erkrankung und der Therapie besonders gefordert sind (Leber, Nieren). Dritter Schritt: individueller Begleitplan, ggf. mit der „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" als Grundlage. Diese Hunde brauchen langfristige, ruhige, geduldige Begleitung – keine schnellen Lösungen.
Kann die Haaranalyse bei einem Mittelmeerhund helfen?
Bei Hunden mit bestätigter Mittelmeerkrankheit kann die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" helfen, individuelle Belastungsfelder sichtbar zu machen: Leber, Nieren, Hautmilieu, Mineralstoffhaushalt, Immunsystem. Auf dieser Basis entwickeln wir einen individuellen Begleitplan zur Fütterungsempfehlung. Sie ersetzt nicht die schulmedizinische Diagnose und Therapie – sie ergänzt sie. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Importhund mit unklaren Symptomen oder bestätigter Diagnose?

Mittelmeerhunde brauchen langfristige, individuelle Begleitung. Die schulmedizinische Therapie steht im Mittelpunkt – daneben hilft eine ruhige Begleitung von Leber, Nieren und Hautmilieu, das Tier auf seinem Weg zurück in die Lebenskraft zu unterstützen. Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" zeigt das individuelle Belastungsbild und ist Basis für unseren Fütterungs-Begleitplan. Ausgewertet von Tatjana Siebert und unserem Team. (Nicht wissenschaftlich anerkannter Informationstest – ersetzt keine tierärztliche Diagnose.)

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →

Ein letzter Gedanke

Ein Mittelmeerhund ist mehr als ein Tier – er ist ein besonderer Begleiter auf vier Pfoten, der oft sehr viel durchgemacht hat und dennoch vertraut, liebt und hofft. Er braucht nicht nur Tabletten, sondern Herz, Hand und Verstand – und das Wissen, dass diese Krankheiten in geduldiger, koordinierter Begleitung zu Schulmedizin und Naturheilkunde gut zu managen sind.

Persönliche Beratung
Tatjana Siebert
Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT) · Zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
Beantwortet eure Fragen zu Mittelmeerhunden, Begleitung der Organe und Haaranalyse beim Hund.
und unser erfahrenes Team mit Josi, Julia, Sabrina & Vanessa.
Wir stehen für Sie/Euch da – per Beratung oder über die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse".