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Fellwechsel bei Pferden

 

 

THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber

Fellwechsel beim Pferd

Stoffwechsel verstehen und gezielt begleiten

Fachliche Einordnung 
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und als Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis in verschiedenen Kapiteln beschrieben und dann im Team mit unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) und auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig.
Grundlage sind zwei Jahrzehnte praktische Begleitung von Pferden in Phasen erhöhter Stoffwechselbelastung.
Kurz zusammengefasst
  • Der Fellwechsel ist eine intensive Umstellungsphase – Haut, Haarkleid, Stoffwechsel, Immunsystem und Verdauung werden gleichzeitig stark gefordert.
  • Erhöhter Bedarf: Eiweiß, Spurenelemente (Zink, Kupfer, Mangan, Selen), Vitamine (B-Komplex, Biotin, A, E).
  • Zeigt sich bei Müdigkeit, stumpfem Fell, Hautproblemen oder Verdauungsstörungen – häufig ein Hinweis auf Versorgungslücken.
  • Mit gezielter Unterstützung lässt sich diese Phase stabil gestalten.

Was den Fellwechsel so anspruchsvoll macht

Der Fellwechsel im Frühjahr (Winterpelz → Sommerfell) und im Herbst (Sommerfell → Winterfell) erfordert erhebliche Mengen an Eiweiß, essentiellen Aminosäuren, Energie sowie Spurenelementen wie Zink, Kupfer, Selen und Mangan. Dazu kommen Vitamine – allen voran A, E, Biotin und der B-Komplex.

Fehlt hier eine ausgewogene Versorgung, gelingt der Fellwechsel äußerlich zwar häufig, doch Stoffwechsel und Immunsystem werden deutlich gefordert. Viele Pferde wirken in dieser Phase müde, weniger leistungsbereit und anfälliger für Infekte. Husten, Verdauungsstörungen oder Hautirritationen treten dann vermehrt auf.

Verläuft der Fellwechsel schleppend – das Fell bleibt lange stehen, wirkt stumpf oder die Haut schuppt – weist das häufig auf eine erhöhte Stoffwechselbelastung hin. Hier setzt eine durchdachte, naturbelassene Fütterung an.

Typische Begleitprobleme im Fellwechsel

Haut und Fell

Die Haut ist eng mit Stoffwechsel und Immunabwehr verbunden. Juckreiz und Scheuern können kleine Verletzungen begünstigen, über die Keime leichter eindringen. Das Spektrum reicht von Schuppen, Pusteln und gereizten Hautpartien bis hin zu empfindlichen oder nässenden Bereichen.

Verdauung

Viele Pferde zeigen Kotwasser, Durchfall, Blähungen oder eine erhöhte Kolikneigung, da der gesamte Stoffwechsel mit der Umstellung des Haarkleids stark beschäftigt ist.

Immunsystem

Gleichzeitig arbeitet das Immunsystem auf erhöhtem Niveau, wodurch die Infektanfälligkeit zunehmen kann. Besonders ältere Pferde oder Tiere mit bestehenden Stoffwechselbesonderheiten reagieren sensibler.

Störungen des Fellwechsels sind selten isoliert zu betrachten. Häufig zeigen sie langfristige Fütterungsfehler oder Versorgungslücken, die in dieser Phase sichtbar werden.

Schwieriger Fellwechsel – woran erkennen?

Bei manchen Pferden verläuft der Fellwechsel deutlich langsamer oder ungleichmäßiger als erwartet. Das Fell bleibt lange stehen, wirkt stumpf, struppig oder löst sich nur in einzelnen Partien. Häufig ist das kein isoliertes Hautproblem, sondern ein Hinweis darauf, dass der Stoffwechsel stärker gefordert ist. Besonders betroffen sind:

  • Ältere Pferde
  • Tiere mit hormonellen Veränderungen
  • Pferde mit bekannten Stoffwechselbesonderheiten
  • Pferde nach längeren Belastungsphasen oder unausgewogener Fütterung

Wird der Organismus gezielt entlastet und stabilisiert, reguliert sich der Fellwechsel häufig wieder von selbst – und das neue Fell wächst gleichmäßig und glänzend nach.

Unterstützung durch ausgewogene Fütterung

Die wichtigste Grundlage bleibt hochwertiges Raufutter und eine ausgewogene, bedarfsgerechte Mineralstoffversorgung. Spurenelemente wie Zink, Kupfer, Mangan und Selen sowie Vitamine der B-Gruppe, Biotin und antioxidative Vitamine spielen eine zentrale Rolle.

Entscheidend ist eine balancierte Gesamtration – Über- und Unterversorgungen einzelner Elemente können das empfindliche Gleichgewicht stören. Hochwertige Pflanzenöle mit mehrfach ungesättigten Fettsäuren liefern gut verfügbare Energie und können Haut und Fell im Rahmen einer ausgewogenen Fütterung begleiten – gerade bei älteren oder schwerfuttrigen Pferden sinnvoll.

Statt isolierter Hochdosierungen empfiehlt sich eine naturbelassene, ganzheitlich gedachte Fütterungsstrategie.

Empfehlung von Tatjana Siebert, Tierheilpraktikerin

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Individuelle Begleitung: Haaranalyse & Naturheilkunde

Reicht eine reine Fütterungsoptimierung nicht aus, kann eine individuell abgestimmte naturheilkundliche Begleitung sinnvoll sein. Mit der Bioresonanz-Haaranalyse werden individuelle Belastungen und Ungleichgewichte sichtbar gemacht – und Fütterung sowie Maßnahmen gezielt ausgerichtet.

Die Haaranalyse bei THZ wird von Tatjana Siebert und unserem erfahrenen Team persönlich ausgewertet. Das ist kein Fragebogen, sondern eine individuelle Einschätzung mit konkreten Handlungsempfehlungen.

Haltung und Management im Fellwechsel

Auch das Umfeld spielt eine wichtige Rolle. Folgende Punkte tragen dazu bei, dass der Organismus diese Phase stabil bewältigt:

  • Ausreichende Bewegung – fördert Durchblutung und Stoffwechselaktivität
  • Gutes Stallklima – Zugluft vermeiden, frische Luft ermöglichen
  • Regelmäßige Fellpflege – fördert die Durchblutung der Haut
  • Angepasste Eindeckung – je nach Witterung und Konstitution
  • Zahnkontrolle – beeinflusst Futteraufnahme und damit die Versorgung
  • Überprüfung der Stoffwechselparameter – beim Tierarzt bei Auffälligkeiten

Häufige Fragen zum Fellwechsel

Warum wirkt mein Pferd im Fellwechsel müde?
Der Organismus benötigt große Mengen an Eiweiß, Spurenelementen und Vitaminen für den Haarwechsel. Gleichzeitig sind Haut, Immunsystem und Stoffwechsel stark beansprucht.
Welche Nährstoffe spielen eine besondere Rolle?
Vor allem Zink, Kupfer, Mangan, Selen, Biotin, Vitamine der B-Gruppe sowie antioxidative Vitamine wie A und E sind in dieser Phase relevant.
Warum treten im Fellwechsel häufiger Hautprobleme auf?
Die Haut ist eng mit Stoffwechsel und Immunabwehr verbunden. Ist das innere Gleichgewicht belastet, können Juckreiz, Schuppen oder andere Hautveränderungen auftreten.
Reagiert auch die Verdauung empfindlich?
Ja. Viele Pferde zeigen Kotwasser, Durchfall oder Blähungen, da der Stoffwechsel durch den Fellwechsel bereits stark ausgelastet ist.
Sind ältere oder stoffwechselempfindliche Pferde stärker betroffen?
Ja. Pferde mit Vorerkrankungen oder bereits geschwächtem Stoffwechsel reagieren häufig sensibler auf diese Umstellungsphase.
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Persönliche Beratung
Tatjana Siebert
Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT) · Zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
Beantwortet eure Fragen zu Fellwechsel, Fütterung und Haaranalyse.
und unser erfahrenes Team mit Josi, Julia, Sabrina & Vanessa.
Wir stehen für Sie/Euch da – per Beratung oder über die Haaranalyse.