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Sommerekzem bei Pferden (ausführlich)

Sommerekzem bei Pferden (ausführlich)

Sommerekzem beim Pferd – Ursachen, Zusammenhänge und Management bei Ekzemerpferden  

Kurze Zusammenfassung: Sommerekzem beim Pferd

Das Sommerekzem gehört zu den häufigsten allergischen Hauterkrankungen beim Pferd. Ausgelöst wird es in den meisten Fällen durch eine Überempfindlichkeitsreaktion auf den Speichel stechender Insekten, vor allem der Gnitzen (Culicoides) und teilweise auch der Kriebelmücken (Simuliidae). Typische Symptome sind intensiver Juckreiz, Unruhe sowie Hautveränderungen im Bereich von Mähnenkamm, Schweifrübe und Bauchnaht. Das Krankheitsbild entsteht durch eine fehlgeleitete Immunreaktion des Organismus. Neben genetischer Veranlagung spielen Haltung, Weidemanagement, Insektenbelastung sowie Fütterung und Stoffwechsel des Pferdes eine wichtige Rolle.

Fachliche Einordnung: Sommerekzem beim Pferd

Dieser Ratgeber wurde auf Basis der langjährigen Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin, unseren Beraterinnen und unserer Tierärztin Katrin Knecht erstellt. Grundlage sind über zwei Jahrzehnte praktische Begleitung und fachliche Einordnung.

Das Sommerekzem ist ein komplexes Zusammenspiel aus Umweltfaktoren, individueller Immunreaktion und Stoffwechsel des Pferdes. Die allergische Reaktion richtet sich gegen Bestandteile des Speichels stechender Insekten. Besonders relevant sind dabei Gnitzen der Gattung Culicoides, deren Aktivität stark von Temperatur, Feuchtigkeit und Landschaft abhängt. Neben der genetischen Disposition beeinflussen auch Haltungsbedingungen, Weidequalität, Insektenmanagement sowie eine stabile Verdauung und Fütterung den Verlauf der Erkrankung.

FAQ: Sommerekzem beim Pferd

Was ist Sommerekzem beim Pferd?

Sommerekzem ist eine allergische Hautreaktion des Pferdes auf den Speichel bestimmter stechender Insekten, vor allem Gnitzen. Die Erkrankung äußert sich vor allem durch starken Juckreiz und Hautveränderungen.

Welche Insekten lösen Sommerekzem aus?

Wichtige Auslöser sind Gnitzen der Gattung Culicoides. Auch Kriebelmücken spielen eine Rolle. Der Speichel dieser Insekten enthält Eiweißstoffe, die bei empfindlichen Pferden allergische Reaktionen auslösen.

Welche Symptome zeigen Pferde mit Sommerekzem?

Typisch sind intensiver Juckreiz, Scheuern an Mähne und Schweif, Hautentzündungen, Schuppenbildung, Haarausfall sowie verdickte Hautbereiche.

Warum sind manche Pferde stärker betroffen als andere?

Die Empfindlichkeit hängt von der individuellen Immunreaktion, genetischer Veranlagung, Umweltbedingungen und dem Stoffwechsel des Pferdes ab.

Welche Rolle spielt die Weide beim Sommerekzem?

Feuchte und windgeschützte Weiden begünstigen die Entwicklung von Gnitzen. Windoffene, trockene Weiden mit eher kargem Bewuchs sind für empfindliche Pferde oft günstiger.

Sind Gnitzen und Kriebelmücken das Gleiche?

Nein. Schlimm für uns Pferdebesitzer ist, dass beide Insekten genau gegensätzliche Lebensbedingungen benötigen. Dadurch kann die Belästungen des Pferds über das ganze Jahr passieren.

 

Wenn Sie wissen möchten, wie Sie Ihrem Pferd helfen können, empfehle ich Ihnen, den ganze Artikel zu lesen.

Übertäter Nummer 1: Die Gnitzen.

Die Biologie der Gnitzen – warum diese winzigen Insekten für Ekzemerpferde so entscheidend sind

Um das Sommerekzem wirklich zu verstehen, lohnt sich ein genauer Blick auf die Insekten, die diese Erkrankung auslösen. Viele Pferdehalter sprechen pauschal von „Mücken“. Tatsächlich handelt es sich jedoch meist um winzige Beißmücken aus der Gattung Culicoides, die im Deutschen häufig als Gnitzen bezeichnet werden.

Diese Insekten gehören zu den kleinsten blutsaugenden Fliegen Europas. Viele Arten sind kaum zwei bis drei Millimeter groß und daher für das menschliche Auge nur schwer wahrnehmbar. Dennoch besitzen sie eine enorme biologische Bedeutung, da sie weltweit zu den wichtigsten Überträgern von Krankheiten und Allergenen bei Tieren zählen.

Allein in Europa wurden mehrere hundert Culicoides-Arten beschrieben. Nicht alle stechen Pferde, doch einige Arten sind dafür bekannt, bevorzugt Säugetiere anzufliegen. Für das Sommerekzem besonders relevant sind unter anderem Vertreter aus der Culicoides obsoletus-Gruppe und der Culicoides pulicaris-Gruppe, die in vielen Regionen Mitteleuropas verbreitet sind.

Lebenszyklus der Gnitzen

Der Lebenszyklus dieser Insekten ist eng an feuchte Lebensräume gebunden. Die Weibchen legen ihre Eier bevorzugt in:

  • feuchte Bodenbereiche

  • schlammige Weideränder

  • verrottendes Pflanzenmaterial

  • Mistansammlungen

  • sumpfige Wiesen

  • Uferzonen von Gewässern

Aus den Eiern schlüpfen Larven, die sich im feuchten Substrat entwickeln. Diese Larven ernähren sich von Mikroorganismen und organischem Material. Nach mehreren Entwicklungsstadien erfolgt die Verpuppung, aus der schließlich das flugfähige Insekt schlüpft.

Der gesamte Entwicklungszyklus kann – abhängig von Temperatur und Feuchtigkeit – nur wenige Wochen dauern. Dadurch können sich in günstigen Jahren sehr große Populationen entwickeln.

Warum nur die Weibchen beissen (nicht nur stechen)

Wie bei vielen blutsaugenden Insekten benötigen nur die Weibchen Blut. Dieses Blut liefert Eiweiße, die für die Bildung der Eier notwendig sind. Beim Stechvorgang ritzen die Mundwerkzeuge die Haut an, während gleichzeitig Speichel in die Wunde abgegeben wird.

Dieser Speichel erfüllt mehrere Funktionen:

  • Hemmung der Blutgerinnung

  • Erweiterung der Blutgefäße

  • Unterdrückung lokaler Abwehrreaktionen

Für das Pferd wird genau dieser Speichel zum Problem. Die enthaltenen Proteine wirken bei empfindlichen Tieren als Allergene und lösen die typische Immunreaktion des Sommerekzems aus.

Flugverhalten und Aktivitätszeiten

Gnitzen sind erstaunlich schlechte Flieger. Sie werden daher stark von Wind beeinflusst. Bereits leichte Luftbewegungen können ihren Flug erheblich erschweren. Aus diesem Grund treten besonders starke Gnitzenpopulationen häufig in:

  • windgeschützten Tälern

  • Waldnähe

  • feuchten Senken

  • Gewässernähe

auf.

Die Aktivität dieser Insekten ist meist besonders hoch:

  • in den frühen Morgenstunden

  • in der Abenddämmerung

  • bei warmem, windstillem Wetter

  • bei hoher Luftfeuchtigkeit

Genau diese Aktivitätsmuster erklären, warum manche Pferde besonders stark betroffen sind, während andere kaum Probleme entwickeln. Standort, Weidemanagement und Mikroklima spielen eine größere Rolle, als oft angenommen wird.Übertäter Nummer 2: Die Kriebelmücke

 

Übeltäter Nummer 2: Die Kriebelmücke
Die Biologie der Kriebelmücken – warum diese Insekten beim Sommerekzem ebenfalls eine Rolle spielen

Um das Sommerekzem vollständig zu verstehen, reicht der Blick auf die Gnitzen allein nicht aus. Auch die sogenannten Kriebelmücken, wissenschaftlich Simuliidae, sind in vielen Regionen Mitteleuropas an Hautreaktionen beim Pferd beteiligt. Im Unterschied zu den kaum sichtbaren Gnitzen sind Kriebelmücken etwas größer, kräftiger gebaut und für Pferdehalter oft leichter zu erkennen.

Kriebelmücken gehören ebenfalls zu den blutsaugenden Fliegen. Sie sind meist zwischen drei und sechs Millimeter groß und besitzen einen gedrungenen Körperbau. Charakteristisch ist ihr „buckelartiger“ Rücken, der ihnen im Englischen den Namen black flies eingebracht hat.

Auch wenn sie weniger im Fokus stehen als Gnitzen, können sie bei empfindlichen Pferden eine vergleichbare Reaktion auslösen. Entscheidend ist auch hier der Speichel, der beim Stich in die Haut abgegeben wird.

Lebenszyklus der Kriebelmücken

Der Lebenszyklus der Kriebelmücken unterscheidet sich deutlich von dem der Gnitzen. Während Gnitzen ihre Entwicklung in feuchten Böden durchlaufen, sind Kriebelmücken eng an fließende Gewässer gebunden.

Die Eiablage erfolgt bevorzugt an

  • schnell fließenden Bächen
  • Flüssen
  • Gräben mit Strömung
  • Wasserpflanzen in bewegtem Wasser

Die Larven heften sich an Steine, Pflanzen oder andere feste Strukturen im Wasser. Dort entwickeln sie sich unter ständigem Wasserfluss weiter. Sie filtern Nährstoffe aus dem vorbeiströmenden Wasser und sind daher vollständig von einer funktionierenden Strömung abhängig.

Nach der Larven- und Puppenphase schlüpfen die erwachsenen Insekten und verlassen das Wasser. Von dort aus begeben sie sich auf die Suche nach Wirten.

Der Entwicklungszyklus kann – abhängig von Temperatur und Wasserbedingungen – relativ schnell ablaufen, sodass auch hier in günstigen Phasen hohe Populationsdichten entstehen können.

Warum auch hier nur die Weibchen "stechen"

Wie bei den Gnitzen benötigen auch bei den Kriebelmücken ausschließlich die Weibchen Blut zur Eibildung. Der Stechvorgang unterscheidet sich jedoch leicht.

Kriebelmücken besitzen keine feinen Stechrüssel wie viele andere Insekten, sondern eher schneidende Mundwerkzeuge. Sie ritzen die Haut auf und nehmen das austretende Blut auf. Dabei geben sie ebenfalls Speichel in die Wunde ab.

Dieser Speichel erfüllt ähnliche Funktionen wie bei Gnitzen

  • Hemmung der Blutgerinnung
  • Erweiterung der Blutgefäße
  • Beeinflussung lokaler Immunreaktionen

Für empfindliche Pferde ist auch hier der Speichel entscheidend. Die enthaltenen Proteine können als Allergene wirken und eine Überreaktion des Immunsystems auslösen.

Flugverhalten und Aktivitätsmuster

Im Gegensatz zu Gnitzen sind Kriebelmücken deutlich flugstärker. Sie können aktiv größere Distanzen zurücklegen und sind weniger stark von Wind abhängig.

Typische Aufenthaltsorte sind

  • Gewässernähe
  • Flusslandschaften
  • feuchte Wiesen in Bachnähe
  • strukturreiche Landschaften mit Wasserläufen

Ihre Aktivität ist häufig

  • tagsüber
  • bei milden Temperaturen
  • auch bei leichtem Wind
  • oft konzentriert entlang von Wasserläufen

Dadurch ergibt sich ein anderes Belastungsmuster als bei Gnitzen. Während Gnitzen stark an windstille Mikroklimata gebunden sind, können Kriebelmücken auch in offeneren Landschaften auftreten, solange ein geeigneter Brutraum vorhanden ist.

Unterschiedliche Stichstellen und Auswirkungen

Kriebelmücken bevorzugen häufig Körperstellen mit gut zugänglicher Haut und guter Durchblutung. Sie fliegen gezielt Bereiche an, an denen die Haare weniger dicht anliegen oder aufgerichtet sind.

Typische Stichstellen können sein

  • Bauchnaht
  • Innenschenkel
  • Unterbauch
  • Bereiche mit dünner Haut

Die Reaktionen auf Kriebelmückenstiche können von milden Hautreizungen bis hin zu ausgeprägten Entzündungsreaktionen reichen. In Kombination mit Gnitzenstichen kann sich die Belastung für empfindliche Pferde deutlich verstärken.

Bedeutung für das Sommerekzem

Während Gnitzen als wichtiger Hauptauslöser des Sommerekzems gelten, können Kriebelmücken als zusätzlicher oder gleichgewichtiger Reizfaktor wirken. In Regionen mit hohem Aufkommen beider Insektenarten entsteht für das Pferd eine kombinierte Belastung.

Diese kann dazu führen, dass

  • Symptome früher beginnen
  • Reaktionen intensiver ausfallen
  • Hautareale stärker betroffen sind
  • die Regeneration der Haut erschwert wird

Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf die Umgebung des Pferdes. Während bei Gnitzen vor allem feuchte Böden entscheidend sind, spielen bei Kriebelmücken fließende Gewässer eine zentrale Rolle.

Standort und Umweltfaktoren

Die Nähe zu Fließgewässern ist einer der wichtigsten Faktoren für das Auftreten von Kriebelmücken.

Besonders betroffen sind häufig

  • Pferde in Bach- und Flussnähe
  • Weiden entlang von Wasserläufen
  • Auenlandschaften
  • feuchte Wiesen mit Entwässerungsgräben
  • Weniger betroffen sind meist
  • trockene, hochgelegene Flächen
  • windoffene Standorte ohne Gewässernähe
  • karge, extensiv genutzte Weiden

Zusammenspiel von Gnitzen und Kriebelmücken

In der Praxis wirken Gnitzen und Kriebelmücken selten isoliert. Vielmehr entsteht das Sommerekzem häufig durch das Zusammenspiel verschiedener Insektenarten, deren Aktivität sich über die Saison verteilt.

Während Gnitzen oft bei bestimmten Witterungsbedingungen dominieren, können Kriebelmücken in anderen Situationen stärker in Erscheinung treten.

Für das Pferd bedeutet dies eine kontinuierliche Belastung über Wochen oder Monate hinweg.

Genau dieses Zusammenspiel erklärt, warum das Sommerekzem weniger als punktuelles Problem, sondern vielmehr als dauerhafte Herausforderung während der Insektensaison verstanden werden sollte.

Warum manche Pferde stärker reagieren

Nicht jedes Pferd reagiert auf Gnitzenstiche oder Kriebelmückenbisse mit einem Sommerekzem. Viele Pferde werden regelmäßig gestochen, ohne sichtbare Symptome zu entwickeln.

Die Unterschiede liegen vor allem in der individuellen Immunreaktion. Bei Ekzemerpferden erkennt das Immunsystem bestimmte Speichelproteine als gefährlich und reagiert mit einer starken allergischen Reaktion.

Diese Reaktion umfasst mehrere immunologische Prozesse:

  • Bildung von IgE-Antikörpern

  • Aktivierung von Mastzellen

  • Freisetzung von Histamin

  • Entzündungsreaktionen der Haut

Das Ergebnis ist der typische, intensive Juckreiz.

Das Frühjahrsfenster – warum der Zeitpunkt der Weidehaltung entscheidend sein kann

Ein Aspekt, der in der Praxis häufig unterschätzt wird, ist der Zeitpunkt der ersten intensiven Weidephasen im Frühjahr. Viele Pferdehalter beginnen erst dann über das Sommerekzem nachzudenken, wenn die ersten Symptome auftreten. Doch zu diesem Zeitpunkt hat die allergische Reaktion häufig bereits begonnen.

Die Aktivität der Gnitzen ist stark temperaturabhängig. Viele Arten werden erst aktiv, wenn bestimmte Temperaturschwellen überschritten werden. In Mitteleuropa beginnt der erste größere Gnitzenflug meist zwischen spätem Frühjahr und Frühsommer, wobei regionale Unterschiede auftreten können.

Davor existiert jedoch ein Zeitraum, der für Ekzemerpferde besonders interessant ist.

Die Zeit vor dem großen Insektendruck

Im frühen Frühjahr sind viele Faktoren bereits günstig für das Pferd:

  • längere Tageslichtphasen

  • zunehmende Bewegung auf der Weide

  • frische Luft

  • moderates Graswachstum

Gleichzeitig ist die Population der stechenden Insekten häufig noch relativ gering.

Dieser Zeitraum kann genutzt werden, um Pferde langsam an die Weidesaison zu gewöhnen. Besonders bei empfindlichen Pferden kann ein ruhiger Übergang zwischen Winterhaltung und Sommerweide helfen, den Organismus weniger abrupt mit neuen Umweltreizen zu konfrontieren.

Anpassung des Weidemanagements

Sobald die Insektenaktivität deutlich zunimmt, kann eine Anpassung der Weidezeiten sinnvoll sein. Viele Pferde kommen besser zurecht, wenn sie während der Hauptflugzeiten der Gnitzen nicht dauerhaft auf der Weide stehen.

Typische problematische Zeiten sind:

  • windstille Sommerabende

  • sehr feuchte Morgenstunden

  • warme, schwüle Wetterlagen

In solchen Situationen kann ein Management sinnvoll sein, bei dem Pferde:

  • tagsüber auf windoffenen Weiden stehen

  • nachts in insektenärmere Stallbereiche gebracht werden

  • Zugang zu Unterständen haben

Die Bedeutung von Wind und Landschaft

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Landschaft. Gnitzen meiden starken Wind, weshalb bestimmte Standorte für Ekzemerpferde deutlich günstiger sein können.

Besonders geeignet sind häufig:

  • offene Hochflächen

  • Küstenregionen

  • windige Deichlandschaften

  • Bergweiden

Ungünstig sind dagegen häufig:

  • feuchte Täler

  • Moorgebiete

  • Gewässernähe

  • stark bewachsene Waldweiden

Diese Unterschiede erklären, warum das Sommerekzem regional so unterschiedlich verbreitet ist.

Frühzeitiger Schutz

Viele Pferdehalter greifen erst dann zu Schutzmaßnahmen, wenn das Pferd bereits starke Symptome zeigt. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass ein frühzeitiger Schutz oft deutlich effektiver ist.

Dazu gehören beispielsweise:

  • früh eingesetzte Ekzemerdecken

  • angepasste Weidezeiten

  • insektenarme Stallbereiche

  • gezieltes Weidemanagement

Die Idee dahinter ist einfach: Je weniger Stiche ein empfindliches Pferd erhält, desto geringer ist der allergische Reiz für das Immunsystem.

Was bieten wir an?

Dieser Ratgeber basiert nicht nur auf theoretischem Wissen, sondern auf der langjährigen praktischen Erfahrung des Tierheilkundezentrums Nehls in der Begleitung empfindlicher Pferde. Seit vielen Jahren beschäftigen wir uns intensiv mit Haut-, Stoffwechsel- und Allergiethemen beim Pferd und betrachten das Sommerekzem nicht isoliert als Hautproblem, sondern immer im Zusammenhang mit Immunsystem, Verdauung, Haltung und Umweltbedingungen.

 In der naturheilkundlichen Begleitung hat sich dabei ein mehrstufiger Ansatz bewährt, bei dem Insektendruck, Hautstoffwechsel und allgemeine Stabilität des Organismus gemeinsam berücksichtigt werden.

In diesem Zusammenhang greifen Pferdehalter genre auf bewährte Kombinationen zurück, etwa das Nehls 50-Tage Parasiten Set für empfindliche Pferde oder das Nehls ca. 50 Tage Parasiten Set für Pferde, das begleitend in Zeiten erhöhten Insektenaufkommens eingesetzt werden kann.

Für die äußere Anwendung empfehlen wir unser Nehls Sina’s Parasitweg-Spray, um Pferde in Phasen äusserlich vor den Insekten zu schützen.

In unserem Konzept gegen diese Parasiten haben wir zwei beruhigende Öle entwickelt:  Allergosan Öl zur Behandlung von Schrunden usw. und Allergosan Insekt Öl, mit Zusätzen, die Insekten nicht mögen.  Unsere Allergosan Kräuter werden über das Futter Ihrem Pferd zugeführt.

Unsere Kombinationen fügen sich in ein ganzheitliches Management ein, das neben Weideführung, Stallklima, Insektenschutz und angepasster Fütterung auch naturheilkundliche Begleitmaßnahmen berücksichtigt. Ziel ist dabei nicht eine einzelne Maßnahme, sondern ein stimmiges Gesamtkonzept, das empfindlichen Pferden helfen kann, stabiler durch die Insektensaison zu kommen.Ein langfristiges Management

Fazit 

Das Sommerekzem ist keine kurzfristige Erkrankung, sondern meist ein langfristiges Managementthema. Viele Pferde entwickeln im Laufe der Jahre eine stabile Strategie, mit der sie besser durch die Insektensaison kommen.

Dabei spielen zahlreiche Faktoren zusammen:

  • individuelle Veranlagung

  • Haltungsbedingungen

  • Weidemanagement

  • Korrekte Fütterung und Aufbau Immunsystem

  • Insektenbelastung

Gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf das Zusammenspiel von Umwelt, Immunsystem und Stoffwechsel. Das Sommerekzem zeigt sehr deutlich, wie eng Haut, Immunabwehr und Lebensumfeld miteinander verbunden sind.