Vorab jedoch erst einmal etwas Allgemeinwissen zum Sommerekzem, Hintergründe, Ursachen, Auslöser, Naturheilkunde bei Sommerekzem und der erfolgreichen Sommerekzem Behandlung, Sommerekzem Therapie und Sommerekzem Fütterung bei Pferden.
Unter Sommerekzem fasst man eine allergische Reaktion auf den Speichel von Kriebelmücken, Gnitzen oder Stechmücken im Sprachgebrauch bzw. in unseren Breitengraden zoologisch meist Culicuides Spezies zusammen. Auslöser dieser allergischen Reaktion ist der Speichel der blutsaugenden Weibchen. Die Ursache einer allergischen Reaktion findet sich jedoch im Immunsystem des an Sommerekzem erkrankten Pferdes. An erster Stelle steht die Insektenabwehr, also das verhindert wird, dass es überhaupt zum Sommerexzem kommen kann, das durch Bisse oder Stiche ausgelöst wird.
Das Sommerekzem ist eine Allergieform des sogenannten Soforttyps (atopische Reaktion). Das Immunsystem reagiert bei Sommerekzem daher über und darf keinesfalls noch gestärkt werden, da eine überschießende Reaktion bereits vorliegt!
Die Haut ist das größte Organ bei Mensch und Tier. Sie ist wegen ihrer enormen Oberfläche und ihrem direkten Kontakt mit der Umwelt vielen Gefahren und Schäden ausgesetzt. Die Haut ist Spiegel des Wohlbefindens, des Allgemeinbefindens und der Gesundheit und reflektiert wie kein anderes Organ Haltungs- und Fütterungsschäden beim Tier.
Die genetische Disposition, das Stoffwechselgeschehen, ein aus dem Gleichgewicht gebrachter Intestinal- und Digestionstrakt mit gestörter Symbiose, sowie ein saures Milieu mit einem Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts, sind als kausale Ursachen für die Überreaktion des Immunsystems, dem Sommerekzem, anzusehen und finden Ihre Ursache in der Fütterung und Haltung unserer Pferde.
Das Immunsystem unseres Pferdes stellt ein komplexes System dar und spielt die zentrale Rolle in der Pferdegesundheit. Es besitzt die Intelligenz, unmittelbar zu reagieren, zu lernen und zu kommunizieren und besteht aus mehreren Billionen Zellen. Selbst kleinste Veränderungen im Pferdeorganismus werden sofort entdeckt, weil die unterschiedlichen Bausteine alle miteinander vernetzt sind. Der Zustand des Immunsystems entscheidet, ob das Pferd krank oder gesund ist.
Schädigungen erfährt das Immunsystem eines gesunden Pferdes beispielsweise durch falsche Haltung und Fütterung, durch psychische Belastungen, Überforderungen, Stress, Umweltgifte und körpereigene Gifte. Da über 80 % der Immunzellen im Darmraum angesiedelt sind, liegt hier der Schlüssel zur Überreaktion (= Allergie) des Immunsystems, dem Sommerekzem.
Allergene werden überwiegend durch den Darm ausgeschieden und abgebaut. Ist der Abbau der Allergene durch Störungen im Darmtrakt nicht mehr in vollem Umfange möglich, übernimmt die Haut des Pferdes teilweise diese Aufgabe.
Störungen der Symbiose (Lebensgemeinschaft der Darmbakterien) und Ungleichgewichte im Darmraum können bereits bei heranwachsenden Pferden entstehen (z. B. durch die Verfütterung zu großer Mengen Protein). Diesen Proteinüberschuss kann das Magen-Darm-System nicht gänzlich abbauen, was zu einer Veränderung der Balance zugunsten einer vermehrten Ansiedlung von Hefen und Pilzen führt und damit zu einer Dysbiose und Bildung giftiger Stoffwechselprodukte. Das Sommerekzem bei Pferden ist eine Allergieform des sogenannten Soforttyps (atopische Reaktion).
Das Immunsystem reagiert also "über" beim Sommerekzem
Es liegt eine übersteuerte/überreagierende Immunabwehr vor, was im Umkehrschluss bedeutet: Eine Sommerekzem Behandlung darf weder auf das Immunsystem stimulierend wirken noch Abwehr und Immunsystem steigern! Hartnäckig hält sich die Meinung, dass dem Sommerekzem eine mangelhafte Immunabwehr zugrunde liegt und die Therapie des Sommerekzems auf die Verbesserung des Immunsystems und Stärkung der Abwehr gerichtet werden sollte. Diese Meinung ist nicht richtig.
Eine Stärkung der Abwehr wirkt kontraproduktiv auf das Sommerekzem und verschlimmert die allergische Reaktion des vom Sommerekzem betroffenen Pferdes weiter. Eine Sommerekzem-Therapie muss auf eine Regulation der überschießenden Reaktion des Immunsystems abzielen! Auf den Darmraum und hiermit also über 80% der Immunzellen hat selbstverständlich die Pferdefütterung und das Pferdefutter den größten Einfluss.
Daher ist die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Therapie des Sommerekzems die Pferdefütterung eines zum Sommerekzem disponierten oder an Sommerekzem erkrankten Pferdes so optimal wie möglich zu gestalten. Eine bedarfsgerechte Pferdefütterung bei Sommerekzem ist die Grundvoraussetzung jeder erfolgreichen Therapie des Sommerekzems.
Kräuter als Hilfe bei Sommerekzem
In der Pflanzenheilkunde setzen wir Kräuter ein, die den Stoffwechsel, die Entgiftung und die Entzündungshemmung unterstützen und die Durchblutung fördern können.
Kräuter bei Sommerekzem bieten über diese positiven Eigenschaften der oben genannten Kräuter viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Chlor, Eisen, Kupfer, Zink, Mangan, Selen, Schwefel etc.). Die bedarfsgerechte Versorgung mit Mineralien fördert, unterstützt und aktiviert den gesamten Stoffwechsel unserer Pferde. Mineralien wirken im Organismus basisch. Sie gleichen Übersäuerungszustände aus und tragen zu einem ausgeglichenen Säuren-Basen-Haushalt bei.
Ein unausgewogener Säure-Basen-Haushalt ist Ursache vieler Erkrankungen. Bei der Entgiftung neutralisieren und helfen Mineralien, das körpereigene Schutzsystem aufzubauen und im Gleichgewicht zu halten. Auch enthalten Kräuter Vitamine, so hat Vitamin C eine ausgeprägte Radikalfängerfunktion, gilt als natürliches Antioxidant und stärkt die Abwehr. Carotin und Vitamin A unterstützen den so wichtigen Zellstoffwechsel.
Die Kieselsäure ist ein wichtiger Nähr- und Aufbaustoff für die schnell wachsenden Zellen der Haut, des Fells und der Hufe. Kräuter für Pferde enthalten darüber hinaus Flavonoide, Gerbstoffe, Bitterstoffe, ätherische Öle, Schleimstoffe und Chlorophyll.
Auch versorgen Kräuter unsere Pferde und Ponys mit den so wichtigen Mikronährstoffen. Mikronährstoffe sind für die physiologischen Funktionen einzelner Organe und Organsysteme unerlässlich. Während den sogenannten Makronährstoffen schon in der Vergangenheit viel Bedeutung zugemessen wurde und deren Gehalt in Futtermitteln geregelt ist, gilt dies für die wichtigen Mikronährstoffe nicht. Hier muss also in jedem Fall der Grundstock des therapeutischen Eingreifens gelegt werden. Ohne Beachtung einer optimalen Nährstoffzufuhr wird jede Sommerekzem-Therapie zum Scheitern verurteilt sein!
Aber auch über das eigentliche Allergiegeschehen hinaus gibt es zahlreiche das Sommerekzem begünstigende Faktoren: Stoffwechselprobleme, hormonelle Imbalancen, psychische Faktoren, fütterungsbedingte Prädispositionen, Bewegungsmangel und Übergewicht, Umwelt- und haltungsbedingte Faktoren, die bei einer ganzheitlichen Therapie zwingend beachtet werden müssen.
Erfahrungsbericht bei Sommerekzem: So wirkte unsere Nehls Programm beim Sommerekzem in nur einem Jahr
Die ersten 5 Bilder sind von April 2019 bei Kauf des Kleinen Mannes: Man sieht sehr schön, wie wenig die Mähne gewachsen ist seit der letzten Ekzemsaison, die Ekzemsaison 2019 fängt ja gerade erst an...




Diese Bilder sind in der Ekzemsaison 2019 entstanden, bei genauem Hinschauen erkennt man noch die Krusten und Schuppen in der Mähne...


Das war im Juni 2020, die Mähne wächst und wächst und das mitten in der neuen Ekzemsaison

Und noch ein Stückchen länger ist die Mähne Ende Juli 2020, kein Jucken, kein Schubbern, nichts mehr, das Sommerekzem ist komplett besiegt und das nach gerade einmal einem Jahr Behandlung, eigentlich nicht möglich, aber wahr.
Die Behandlung erfolgte nur mit unseren Produkten bei Sommerekzem, es gab niemals eine Decke, keinerlei Medikamente wie Cort ison o. ä.. Dieser Erfolg begründet sich alleine auf die Unterstützungmit unseren Pflegeprodukten bei Sommerekzem und unseren Kräutern bei Sommerekzem.


Der Kleine Mann bekam konsequent täglich zur Stärkung des Hautstoffwechsels unser Nehls easy Haut itch flüssigen Kräuter und Horsewellness-Fit
Anfangs wurden lokal alle juckenden Hautbezirke zur Beruhigung der gestressten Haut mit Nehls Pflegepuder gepflegt. Das war es, mehr wurde nicht eingesetzt.
Der erste Sommer war mit massivem Juckreiz verbunden, ab August/September wurde es jedoch bereits besser und ab November ca. war der Juckreiz ganz weg. Wichtig war: Weitermachen, denn die Ekzemsaison war ja vorbei und ich dachte daher mit Schrecken an das Frühjahr 2015... Ja, und dann kam nix mehr, alles gut:-) Im September 2015 setzte ich dann alle Produkte ab und füttere seither nur noch Horse Allround Kräuter-Fit als natürliches Mineralfutter. Ich hätte das selbst nie vermutet, ehrlich, aber das ist mal wieder so ein kleines großes Wunder, was niemanden mehr erfreut als mich:-)
Und noch länger ist die Mähne am 23.11.2020...
Hier ein Update vom 3. Januar 2022, der Kleine Mann wird zum Fellmonster!

Kleiner Mann aktuell

Sommerekzem? Hier hilft nur ein ganzheitlicher Ansatz!
Eine Therapie kann nur erfolgversprechend sein, wenn diese die Überreaktion des Immunsystems (= Allergie) zu regulieren versteht; demnach sollte eine Therapie auch hier ansetzen!
Die Therapie und Regulation von allergischen Erkrankungen wie dem Sommerekzem benötigt vom Pferdebesitzer in erster Linie Geduld, Ausdauer und Konsequenz in der Behandlung. Spontanheilungen gibt es selten (aber es gibt sie wie oben beschrieben, denn ein Jahr ist für ein Sommerekzem sehr spontan...).
Die Therapie des Sommerekzems kann Jahre andauern; jedoch sollten sich erste Erfolge bereits nach einigen Wochen einstellen. Bis eine vollständige Regulation der allergischen Erkrankung eintritt, verstreicht meist eine lange Zeit; unmöglich ist die Heilung des Sommerekzems deshalb aber noch lange nicht, wie wir sehen.
Bringt der Pferdebesitzer die nötige Geduld auf, so verspricht eine ganzheitliche Sommerekzem-Therapie, welche bei einer Optimierung der Fütterung und Haltung als Grundvoraussetzung einer Regulation ansetzt, großen Erfolg.
Viele Pferde werden innerhalb von wenigen Jahren (oder schneller..) völlig symptomfrei und bleiben es ihr Leben lang. Sommerekzemer, welche innerhalb weniger Wochen oder Monate symptomfrei leben, gibt es zwar auch; jedoch sind diese eher Ausnahmen.

