Wir helfen Ihnen! Suchen Sie Rat? Wissen Sie nicht weiter? Wir sind für Sie da: +49 171 18 547 23 oder +49 151 144 211 26

Nieren und Niereninsuffizienz Katze

Nieren und Niereninsuffizienz Katze
THZ Tierheilkundezentrum Nehls · Ratgeber Katze

Niereninsuffizienz bei der Katze

Früh erkennen, richtig begleiten – was wirklich hilft und was nicht.

Fachliche Einordnung
Dieser Ratgeber wurde zunächst von unserer Gründerin Tierheilpraktikerin Nehls aus ihrer persönlichen Erfahrung mit ihren eigenen Tieren und als Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis in verschiedenen Kapiteln beschrieben und dann im Team mit unserer Tierärztin Katrin Knecht (seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig) und auf Basis der Erfahrungen unserer Tierheilpraktikerin Tatjana Siebert und unserer Beraterinnen zusammengefasst und aktualisiert.
Tatjana SiebertGeprüfte Tierheilpraktikerin (VDT), zertif. Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV). Kundenberatung und Haaranalyse-Auswertung bei THZ.
Katrin KnechtTierärztin, seit über 20 Jahren in der Naturheilkunde tätig.
Grundlage sind über 26 Jahre tägliche Begleitung von Katzen mit Nierenthemen aller Stadien. Die Inhalte ersetzen keine tierärztliche Diagnostik oder Behandlung.
Das Wichtigste in Kürze

Die chronische Nierenerkrankung (CNE) ist eine der häufigsten Todesursachen älterer Katzen: Jede dritte Katze über 10 Jahre ist betroffen, jede zweite über 12 Jahre. Sie verläuft jahrelang still – Symptome treten erst auf wenn 65–75 % der Nierenfunktion bereits verloren sind. Frühdiagnose durch regelmäßige Blutkontrollen ab 7 Jahren ist entscheidend. Naturheilkundliche Begleitung kann Lebensqualität deutlich verbessern und das Fortschreiten verlangsamen – als Ergänzung zur tierärztlichen Behandlung.

Die tückischste Erkrankung der Katze

Kein anderes Organ wird bei Katzen so häufig zum ernsthaften Problem wie die Niere. Die chronische Nierenerkrankung – in der Praxis noch oft als CNI (chronische Niereninsuffizienz) bezeichnet, fachlich heute CNE (chronische Nierenerkrankung) – ist eine der häufigsten Todesursachen älterer Hauskatzen. Und sie ist tückisch: Die Katze zeigt jahrelang keine Symptome.

Erst wenn 65 bis 75 Prozent des Nierengewebes zerstört sind, treten die ersten klinischen Zeichen auf. Zu diesem Zeitpunkt ist ein Großteil der Nierenfunktion unwiederbringlich verloren – denn Nierengewebe regeneriert sich nicht. Was abgestorben ist, bleibt abgestorben.

Das macht frühe Erkennung so entscheidend. Und das macht die naturheilkundliche Begleitung – die verbleibende Funktion entlasten, Entgiftungsorgane unterstützen, Lebensqualität stabilisieren – zu einem echten Baustein.

Zahlen zur Häufigkeit (Quellen: DocCheck, AniCura, Wikipedia CNE) Jede dritte Katze über 10 Jahre leidet an einer chronischen Nierenerkrankung. Bei Katzen über 12 Jahren ist jede zweite betroffen. Kater erkranken in der Regel früher als weibliche Katzen. Die CNE zählt zu den häufigsten Todesursachen bei älteren Hauskatzen weltweit.

Was die Nieren der Katze leisten

Beide Nieren liegen beiderseits der Wirbelsäule in der Lendenregion. Sie filtern rund um die Uhr das Blut und scheiden harnpflichtige Stoffe – Harnstoff, Kreatinin, Säuren – über den Urin aus. Gleichzeitig regulieren sie den Elektrolyt- und Wasserhaushalt, produzieren Hormone zur Blutbildung (Erythropoetin) und zur Blutdruckregulation.

Die Nieren haben eine erhebliche Reservekapazität – nur etwa die Hälfte aller Nephrone wird täglich benötigt. Das ist lebensrettend, aber auch das Problem: Solange die Reserve reicht, merkt man nichts. Erst wenn die Reserve aufgebraucht ist, steigen die Blutwerte messbar an.

Symptome – was auf Nierenprobleme hinweist

Typische Zeichen – von früh bis spät
  • Frühzeichen: Vermehrtes Trinken und häufigeres Urinieren (Polyurie/Polydipsie) – oft das einzige sichtbare Zeichen im frühen Stadium
  • Mittleres Stadium: Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, stumpfes Fell, schuppige Haut, Apathie, gelegentliches Erbrechen
  • Fortgeschritten: Starker Mundgeruch (Uringeruch = Urämie), Zahnfleischentzündung, häufiges Erbrechen, extreme Schwäche, Dehydration, Apathie
Sofort zum Tierarzt: Plötzliche starke Apathie · Erbrechen das länger als 24 Stunden anhält · Deutlicher Mundgeruch nach Urin · Stark verändertes Trinkverhalten kombiniert mit Gewichtsverlust · Krämpfe oder Bewusstlosigkeit

Frühdiagnose – die wichtigste Maßnahme

Da die Nierenerkrankung jahrelang ohne Symptome verläuft, sind regelmäßige Blutkontrollen der einzige verlässliche Weg zur Früherkennung.

Alter Empfehlung
Ab 7 Jahren Jährliches Blutbild inkl. Nierenwerte (Kreatinin, Harnstoff, SDMA) + Urinuntersuchung
Ab 10 Jahren Halbjährliche Kontrollen
Bei bekannter CNE Kontrollintervall individuell mit Tierarzt besprechen; IRIS-Staging bestimmen lassen
Der SDMA-Frühmarker SDMA (symmetrisches Dimethylarginin) zeigt Nierenveränderungen an bevor Kreatinin ansteigt – teils Monate bis Jahre früher. Nicht alle Praxen bieten ihn standardmäßig an. Aktiv nachfragen lohnt sich – je früher erkannt, desto mehr Spielraum für Begleitung.

Die vier IRIS-Stadien der Nierenerkrankung

Die International Renal Interest Society (IRIS) teilt die CNE in vier Stadien ein – nach Kreatinin- und SDMA-Werten. Das Stadium bestimmt welche Maßnahmen sinnvoll sind.

Stadium Befund Typisches Bild
IRIS 1 Kreatinin normal, SDMA erhöht oder andere Nierenzeichen Katze wirkt gesund – nur Kontrolle zeigt es
IRIS 2 Leicht erhöhtes Kreatinin Oft noch keine Symptome; Frühbegleitung sehr wirksam
IRIS 3 Mäßig erhöhtes Kreatinin Erste Symptome sichtbar; Fütterung und Begleitung wichtig
IRIS 4 Stark erhöhtes Kreatinin Deutliche Symptome; Intensivbegleitung, Lebensqualität im Fokus

Was naturheilkundliche Begleitung leisten kann

Zerstörtes Nierengewebe regeneriert sich nicht. Naturheilkundliche Begleitung kann aber:

  • Die verbleibende Nierenfunktion entlasten
  • Leber und Darm als Partnerorgane stärken
  • Entzündliche Prozesse dämpfen
  • Das Allgemeinbefinden und die Lebensqualität stabilisieren
  • Das Fortschreiten verlangsamen – nicht aufhalten

Bewährte Heilpflanzen aus der Forschung zu Nierenerkrankungen: Mariendistel (Silymarin – auch renoprotektiv), Brennnessel (steigert Glutathionspiegel in Nieren), Goldrute (harntreibend, nierenstärkend), Ginkgo (verbessert Nierendurchblutung, antioxidativ), Löwenzahn (Ausscheidung fördernd), Artischocke (Zellstoffwechsel anregend).

Aus unserer Praxis – besonders gut verträglich für Katzen

Nehls easy Leber & Nieren Katze (flüssig, auf Ölbasis)

Speziell für Katzen entwickelt – flüssig und auf Ölbasis besonders bekömmlich. Wird auch von wählerischen Katzen in der Regel gut akzeptiert. Zur ernährungsphysiologischen Begleitung des Nieren- und Leberstoffwechsels.

→ Nehls easy Leber & Nieren Katze
Aus unserer Praxis – mit erweiterter Kräuterpower

Nehls Leber & Nieren Fit (Kräutermischung)

Kräutermischung mit der ganzen Pflanze – ideal mit warmem Wasser angeweicht ins Futter gegeben. Für Katzen die Kräuter im Futter akzeptieren.

→ Nehls Leber & Nieren Fit

Fütterung bei Nierenerkrankung – was wirklich zählt

Die Proteinfütterungs-Kontroverse – THZ-Haltung

In Deutschland wird bei Nierenerkrankungen standardmäßig proteinarmes Futter empfohlen. Amerikanische Wissenschaftler vertreten seit Jahren eine andere Ansicht: Es gibt laut Veterinärnephrologie keinen Beweis dafür, dass reduzierter Proteingehalt nierenkranken Katzen einen Nutzen bringt. Eine verminderte Proteinaufnahme ist nicht nierenschützend und hält das Fortschreiten der Nierenzerstörung nicht auf.

Hinzu kommt: Die meisten Katzen mit Niereninsuffizienz sind zum Zeitpunkt der Diagnose bereits unterernährt. Proteinmangel zwingt den Organismus, körpereigene Muskelmasse abzubauen – was Austrocknung und Übersäuerung weiter verstärkt. Proteinreduziertes Spezialfutter wird zudem oft schlecht akzeptiert.

Der allerwichtigste erste Schritt: Fressen und Trinken. Ein Futter das nicht gefressen wird, nützt nichts. Wir empfehlen hochwertiges, gut verdauliches Protein in moderater Menge – artgerecht, ohne synthetische Zusätze, ohne Salz, ohne überschüssiges Magnesium.

Was wirklich wichtig ist:

  • Phosphatarm füttern – wissenschaftlich gut belegt: erhöhter Phosphor im Blut beschleunigt die Nierenerkrankung nachweislich. Viele Trockenfutter und minderwertige Nassfutter sind phosphatreich.
  • Viel Feuchtigkeit – Nassfutter als Basis. Trinkbrunnen anbieten. Mehrere Wasserstellen, nicht neben dem Futternapf (Katzen meiden das instinktiv). Breite, flache Schalen statt tiefer Näpfe (Whisker-Stress). Thunfischwasser (aus Dosen mit Thunfisch in Wasser) animiert viele Katzen zum Trinken.
  • Hohes Futtermittelacceptanz – nierenkranke Katzen die gut fressen, haben deutlich bessere Prognosen als solche die das Futter verweigern.
  • Wasserlösliche Vitamine ergänzen – B-Vitamine und Vitamin C werden durch den erhöhten Harnabsatz verstärkt ausgeschieden.
  • Phosphatbinder bei fortgeschrittener Erkrankung – nach tierärztlicher Empfehlung.

Was andere Katzenhalter berichten

„Meine Hermine ist 15 Jahre alt und hat Niereninsuffizienz – es ging ihr nicht gut. Ich habe das Nehls Nassfutter und das Nehls easy Leber & Nieren bestellt und mich strikt an die Empfehlung gehalten. Nach 4 Wochen brachte mir Hermine ein Mäuschen als Geschenk. Sie schnurrte endlich wieder und ich merke, wieviel Freude sie wieder am Leben hat."

Hermine, 15 Jahre · Margit, THZ-Kundin

„Luna, 9 Jahre, Diagnose angehende Niereninsuffizienz. Nach der Haaranalyse und strikt nach Frau Nehls Empfehlung hat Luna seitdem nicht einen einzigen Hustenanfall mehr gehabt und ein weiteres Blutbild hat gezeigt, dass ihre Nierenwerte wieder top in Ordnung sind."

Luna, 9 Jahre · Alexandra Mutz, THZ-Kundin

„Vor einem Jahr bekamen wir die Diagnose CNI. Trixis Fell wurde stumpf, sie trank extrem viel, der Hunger ließ nach und sie erbrach häufig. Nun ist ein Jahr vergangen: Die Blutwerte sind stabil, Trixi frisst und trinkt normal, sie erbricht nicht mehr und hat wieder ein schönes Haarkleid."

Trixi, 8 Jahre · THZ-Kundin · 1 Jahr Begleitung

„Meinem Kater Moritz geht es wieder wunderbar. Dank der Haaranalyse und den anschließenden Therapievorschlägen – Globuli, flüssige Kräuter und spezielles Nehls Dosenfutter – ist er wieder ganz der Alte. Er wurde im August 17 Jahre alt und wird noch weitere Geburtstage erleben."

Kater Moritz, 17 Jahre · Ingeborg, THZ-Kundin

Erhöhte Nierenwerte – und jetzt?

Die „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" macht individuelle Belastungen sichtbar und gibt Orientierung für Fütterung und Begleitung – als Ergänzung zur tierärztlichen Diagnostik, nicht als Ersatz.

Zur „Nehls-Bioresonanz-Haaranalyse" →

Häufige Fragen zur Niereninsuffizienz bei der Katze

Wie häufig ist Niereninsuffizienz bei Katzen?
Sehr häufig. Jede dritte Katze über 10 Jahre leidet an einer chronischen Nierenerkrankung, jede zweite über 12 Jahre. Die CNE zählt zu den häufigsten Todesursachen bei älteren Hauskatzen.
Woran erkenne ich Nierenprobleme bei meiner Katze?
Das früheste und häufigste Zeichen ist vermehrtes Trinken und häufigeres Urinieren. Später kommen Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, stumpfes Fell, Apathie und Erbrechen hinzu. Das Tückische: Symptome treten erst auf wenn 65–75 % der Nierenfunktion bereits verloren sind. Regelmäßige Blutkontrollen ab 7 Jahren sind deshalb entscheidend.
Was ist der SDMA-Wert und warum ist er wichtig?
SDMA ist ein Frühmarker für Nierenerkrankungen der Veränderungen anzeigt bevor Kreatinin ansteigt – teils Monate bis Jahre früher. Nicht alle Praxen bestimmen ihn standardmäßig; aktiv nachfragen lohnt sich.
Muss ich proteinarmes Futter geben?
Nicht zwingend. Es gibt laut Veterinärnephrologie keinen Beweis, dass proteinarmes Futter nierenkranken Katzen hilft. Viel wichtiger: hochwertiges, gut verdauliches Protein in moderater Menge sowie phosphatarme Fütterung – das ist wissenschaftlich gut belegt. Die Fütterung immer individuell mit dem Tierarzt besprechen.
Wie lange kann eine Katze mit Niereninsuffizienz leben?
Mit frühzeitiger Erkennung und konsequenter Begleitung sind im frühen Stadium (IRIS 1–2) noch mehrere lebenswerte Jahre möglich. Entscheidend ist die frühzeitige Diagnose – und dass die Katze gut frisst und trinkt.
Ist Niereninsuffizienz heilbar?
Nein. Einmal zerstörtes Nierengewebe regeneriert sich nicht. Die Erkrankung ist jedoch gut begleitbar – das Fortschreiten kann verlangsamt und die Lebensqualität über lange Zeit erhalten werden.
Persönliche Beratung
Tatjana Siebert
Geprüfte Tierheilpraktikerin (VDT) · Zertifizierte Ernährungsberaterin für Tiere (Paracelsus/TÜV)
Beantwortet eure Fragen zu Nierenwerten, Fütterung und Haaranalyse.
und unser erfahrenes Team mit Sina, Sabrina, Lara, Julia & Vanessa.
Fragen zur Niere Ihrer Katze? Wir beraten Sie gern: +49 5642 988-8826